Training und Transferfenster

Nur neun Tage spielfrei: Wie Werder sich auf die Mini-Winterpause einstellt

Bremen - Gerade einmal neun Tage sind es, die zwischen Werders Bremens letztem Pflichtspiel im Jahr 2020 und dem ersten im Jahr 2021 liegen - von einer Winterpause kann da eigentlich nicht die Rede sein. Werders Sportchef Frank Baumann hat nun erklärt, vor welche Herausforderungen sein Verein deshalb gestellt wird - und warum er glaubt, dass Werder bestens gewappnet dafür ist.

„Es ist eine ungewohnte Winterpause, denn es gibt eigentlich gar keine“, sagt der 45-Jährige - und betont: „Das hat natürlich Einfluss auf den Spiel- und Trainingsbetrieb.“ Anders als wie seit Jahren üblich, wird der Tross des SV Werder Bremen in diesem Winter nicht in den Süden reisen, um sich dort unter klimatisch angenehmeren Bedingungen auf die Rückrunde vorzubereiten. Der wegen der Corona-Pandemie eng getaktete Spielplan lässt dafür zu wenig Luft - mal abgesehen davon, dass Auslandsreisen mitten in der Pandemie ohnehin unangebracht wären.

Neben den sportlichen hat die Mini-Winterpause in den Augen von Baumann aber auch mentale Folgen für Trainerteam und Spieler des SV Werder Bremen. „Was den Kopf betrifft, ist es so, dass man nicht richtig abschalten kann“, sagt Baumann und blickt auf seine eigene Zeit als Profi zurück: „Das war im Winter schon immer wichtig, um den Akku aufzuladen und um sich voll auf die zweite Saisonhälfte fokussieren zu können.“ Werder sei aber gut auf die wenige Freizeit zwischen den Jahren vorbereitet, versicherte der Sportchef. „Wir werden Möglichkeiten finden, damit die Spieler zwischendurch mal einen Tag abschalten können.“

Werder Bremen: Mini-Winterpause ohne Auswirkungen auf Transferphase für Werder?

Eine weitere Neuerung in diesem ungewöhnlichen Fußball-Winter ist zudem, dass die Transferphase anders abläuft als gewohnt. Zwar öffnet und schließt das Transferfenster im gleichen Zeitraum wie sonst auch - in dieser Saison können ab dem 2. Januar bis zum 1. Februar Spieler ver- oder gekauft werden -, nur ist die Bundesliga-Spielzeit dieses Mal noch nicht so weit fortgeschritten. Anders als sonst die komplette Hinrunde können im Jahr 2020 nur die ersten 13. Spieltage absolviert werden, was bedeutet, dass Clubs ihre Winter-Neuzugänge dieses Mal noch in der ersten Saisonhälfte zum Einsatz bringen dürfen.

„Da wir sehr wahrscheinlich keinen Spieler verpflichten, hat das auf uns keine Auswirkungen“, sagt Baumann für Werder Bremen. Auch ein eventuelles Nachrüsten der Konkurrenz bereitet dem Manager keine Sorgen: „Es könnte ja auch sein, dass der eine oder andere Verein Spieler verliert, was es für uns einen Tick einfacher machen könnte.“ (dco) Verfolgt das letzte Bundesliga-Spiel 2020, Werder Bremen gegen Mainz 05, im Live-Ticker der DeichStube.

Zur letzten Meldung vom 11. September 2020:

Wegen Weihnachten: Trainer Florian Kohfeldt fragt für Werder Bremen in England nach

Bremen – Die Bundesliga-Saison hat für Werder Bremen noch gar nicht begonnen, da muss Florian Kohfeldt schon Weihnachten im Blick haben. Denn in Coronavirus-Zeiten ist auch im Fußball vieles anders, in der Bundesliga gibt es ausnahmsweise fast keine Winterpause.

Das ist Neuland für viele Trainer, doch Florian Kohfeldt vom SV Werder Bremen hat schon Nachhilfe genommen – und das offenbar bei einem prominenten Kollegen: Jürgen Klopp vom englischen Meister FC Liverpool.

Trainiert Werder Bremen im Winter durch? Florian Kohfeldt: „Werde mich weiter mit Trainern austauschen, die in der Premier League arbeiten“

„Man sollte sich nicht zu schade sein, sich mit Trainern auszutauschen, die diese Erfahrung schon gemacht haben. Da bieten sich Trainer an, die in der Premier League arbeiten, die kennen das. Und genau das habe ich schon gemacht und werde ich auch in Zukunft tun“, berichtet Kohfeldt. Den Namen Jürgen Klopp nannte er dabei zwar nicht, aber es ist bekannt, dass die beiden Trainer sich regelmäßig austauschen. Sie haben in Marc Kosicke schließlich denselben Berater.

Klopp war 2015 auf die Insel gewechselt und musste sich auch daran gewöhnen, dass in der Premiere League im Winter nicht pausiert und sogar an Weihnachten gespielt wird. Letzteres ist in Deutschland zwar nicht geplant, aber zwischen der zweiten Runde im DFB-Pokal (22./23. Dezember) und dem nächsten Bundesliga-Spieltag (2. Januar) bleibt nicht viel Zeit. Da muss nicht nur bei Werder Bremen wahrscheinlich durchtrainiert werden, um fit zu bleiben. (kni)

Werder Bremen-Trainer Florian Kohfeldt erklärt im Video seine Kapitäns-Wahl:

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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