Das Winterpausen-Zeugnis für Werder Bremen: Während Ilia Gruev (links) in den ersten 15 Bundesliga-Spielen den nächsten Schritt machte, zeigten Leonardo Bittencourt (mitte) und Christian Groß (rechts) wechselhafte Leistungen.
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Das Winterpausen-Zeugnis für Werder Bremen: Während Ilia Gruev (links) in den ersten 15 Bundesliga-Spielen den nächsten Schritt machte, zeigten Leonardo Bittencourt (mitte) und Christian Groß (rechts) wechselhafte Leistungen.

Werder-Halbjahr in der Analyse

Das Werder-Winterpausen-Zeugnis – Teil 2: Mittelfeld – Ilia Gruev geht den nächsten Schritt

Bremen – Früh stören, hinten mithelfen, vorne selbst gefährlich und überhaupt die Zentrale kontrollieren. Ganz schön viel los im Mittelfeld eines Bundesligisten. Wie die Profis des SV Werder Bremen während der bisherigen Saison im Herzstück unterwegs waren, zeigt der zweite Teil des Winterpausen-Zeugnisses der DeichStube. 

Christian Groß: Perfekter Zeitpunkt - ausgerechnet im 50. Bundesligaspiel gelang dem 33-Jährigen sein erster Bundesligatreffer. Der sehenswerte Schlenzer gegen Leipzig war der klare Höhepunkt einer Hinrunde, die für den Routinier aber nicht nur Glanzmomente bereithielt. Bessere Leistungen (gegen Mönchengladbach, Hoffenheim und Leipzig) wechselten sich mit schlechteren (Frankfurt, Bayern, Mainz) ab. Das Thema Geschwindigkeit bleibt ein steter Begleiter. Zudem tobt der Konkurrenzkampf mit Ilia Gruev.

Durchschnittsnote der DeichStube: 3,7
Durchschnittsnote der Fans: 3,5
Einsätze: 13
Gespielte Minuten: 912

Ilia Gruev: Nicht mehr nur als Sechser gefragt, sondern inzwischen auch als Achter mit Impulsen. Vor allem sein Traumpass auf Mitchell Weiser vor dem Tor von Niclas Füllkrug gegen Schalke ließ die Fans staunen. Dynamisch unterwegs, sucht fast konsequent den Weg nach vorne. Das geschieht nicht immer fehlerlos, was bei einem Spieler seines Alters aber auch normal ist. Der 22-jährige bulgarische Nationalspieler ist gerade dabei, den nächsten Schritt seiner Karriere zu machen.

Durchschnittsnote der DeichStube: 3,3
Durchschnittsnote der Fans: 2,8
Einsätze: 13
Gespielte Minuten: 718

Werder Bremen: Das Winterpausen-Zeugnis fürs Mittelfeld – Nicolai Rapp und Jens Stage nur Reservisten

Nicolai Rapp: Diese Saison läuft überhaupt nicht nach dem Geschmack des 27-Jährigen. Der vielseitig einsetzbare Profi wollte eigentlich Stammspieler werden, kommt über die Rolle des Reservisten aber einfach nicht hinaus. Wurde dann auch noch von einer hartnäckigen Muskelverletzung ausgebremst.

Durchschnittsnote der DeichStube: -
Durchschnittsnote der Fans: -
Einsätze: 7
Gespielte Minuten: 66

Dikeni Salifou: Das Talent war erst lange verletzt und soll jetzt bei der U23 zu seiner Form finden. Stand gegen Freiburg ein Mal im Kader, zukünftig sind mehr Nominierungen geplant.

Durchschnittsnote der DeichStube: -
Durchschnittsnote der Fans: -
Einsätze: -
Gespielte Minuten: -

Jens Stage: So richtig findet sich der Däne bei Werder noch nicht zurecht. Kostete 4,5 Millionen Euro Ablöse, weshalb er automatisch im Fokus der Öffentlichkeit steht. Will selbst mehr, wie er kürzlich in einem TV-Interview erklärte, muss sich dafür aber klar steigern. Begann gut, bereitete direkt ein Tor von Niclas Füllkrug vor. Aber es gab auch viel Leerlauf. So ist seine stärkste Szene bislang eine wichtige Grätsche gegen Hoffenheim, mit der er seinerzeit den Bremer Sieg rettete.

Durchschnittsnote der DeichStube: 3,6
Durchschnittsnote der Fans: 3,6
Einsätze: 14
Gespielte Minuten: 561

Werder Bremens Winterpausen-Zeugnis für das Mittelfeld: Romano Schmidt mit Licht und Schatten

Romano Schmid: An guten Tagen zaubert der junge Österreicher in der Zentrale nach Belieben – wie gegen Gladbach. In dieser Verfassung macht es einfach Spaß, dem 22-Jährigen bei der Arbeit zuzuschauen. Mitunter rennt er sich aber noch zu schnell fest und produziert Ballverluste, die Werder vor Probleme stellen. Hat insgesamt aber großen Anteil daran, dass Grün-Weiß zu jedem Zeitpunkt einer Partie gefährliche Situationen entstehen lassen kann.

Durchschnittsnote der DeichStube: 3,5
Durchschnittsnote der Fans: 3,0
Einsätze: 14
Gespielte Minuten: 936

Niklas Schmidt: Braucht Werder neue offensive Akzente, ist der 24-Jährige stets eine gute Joker-Option. Glänzte so beim 3:2 in Dortmund als „Kopfballungeheuer“ vor dem zwischenzeitlichen Ausgleich. In der Startelf tauchte der 24-Jährige aber nur ein Mal auf, verpasste damals gegen Bochum (Note 2,5) bei einem Pfostenkracher nur knapp seinen nächsten Treffer. War lange froh, überhaupt ein Teil des Teams zu sein, doch inzwischen ist ihm das zu wenig. Noch hat die Konkurrenz allerdings die Nase vorn.

Durchschnittsnote der DeichStube: -
Durchschnittsnote der Fans: -
Einsätze: 7
Gespielte Minuten: 200

Leonardo Bittencourt: Startete phänomenal in die Saison, traf in den ersten vier Partien zwei Mal und war auch sonst sehr präsent (2x Note 1,5, 1x 2,0). Wurde dann durch eine schmerzhafte Rippenverletzung zurückgeworfen und arbeitete sich anschließend erst langsam zurück, echte Topleistungen blieben danach aus. Die Pause kam für ihn genau richtig, um erneut am Erreichen seiner Bestform zu feilen.

Durchschnittsnote der DeichStube: 3,4
Durchschnittsnote der Fans: 3,0
Einsätze: 10
Gespielte Minuten: 577

Schon gelesen? Hier geht‘s zu Teil 1 von Werder Bremens Winterpausen-Zeugnis: Tor und Abwehr!

Werder Bremens Winterpausen-Zeugnis für das Mittelfeld: Benjamin Goller ohne Chance

Benjamin Goller: Ja, so richtig passt es zwischen Werder Bremen und dem 23-Jährigen nicht. Zeigte eigentlich eine gute Vorbereitung, doch Ole Werner vertraut aktuell lieber anderen Spielern. Lediglich sieben Mal schaffte es Goller in den Spieltagskader.

Durchschnittsnote der DeichStube: -
Durchschnittsnote der Fans: -
Einsätze: -
Gespielte Minuten: -
 
Hinweis DeichStuben-Note: Spieler werden von der DeichStube nur dann benotet, wenn sie mindestens 30 Minuten lang in einer Partie gespielt haben. Eine Durchschnittsnote wird nur bei mindestens drei bewerteten Partien ermittelt. Außerdem wurden jene Profis, die Werder nach Saisonbeginn noch verlassen haben, nicht im Abschlusszeugnis berücksichtigt.

Hinweis Fan-Note: Die Fan-Note eines Spielers war jeweils diejenige, für die die meisten Fans auf deichstube.de nach der Partie abgestimmt haben. Lag zwischen zwei Noten im Endergebnis weniger als ein Prozentpunkt Unterschied, wurde eine Komma-Note gebildet. Aus den Noten 2 und 3 wurde in so einem Fall beispielsweise die Note 2,5. Eine Fan-Note gab es nur für Profis, die mindestens 30 Minuten in einer Partie gespielt haben. Die Durchschnittsnote wurde nur bei mindestens drei bewerteten Spielen ermittelt. Außerdem wurden jene Profis, die Werder nach Saisonbeginn noch verlassen haben, nicht im Abschlusszeugnis berücksichtigt. (mbü)

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