Wissenswertes vor dem Spiel von Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg: Hans-Günter notiert es auf seinem Klemm-Brett.
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Wissenswertes vor dem Spiel von Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg: Hans-Günter notiert es auf seinem Klemm-Brett.

Klemm-Brett zum 30. Spieltag

Werder-Notizen vor Wolfsburg: Ein Ägypter, ein Raketenstart und das Ende von „Mount Magath“

Von wegen Rente: Hans-Günter Klemm, langjähriger Kicker-Redakteur mit Werder-Expertise, hält für die DeichStube Augen und Ohren offen – fällt ihm 'was zum kommenden Gegner der Grün-Weißen auf, notiert er es auf seinem Klemm-Brett. Vor dem 30. Spieltag geht es um den VfL Wolfsburg.

Verfolgt das Spiel von Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg im Live-Ticker der DeichStube! Anpfiff ist am Sonntag um 13.30 Uhr. Eine Stunde vorher kommen die Aufstellungen von Werder und Wolfsburg.

Spruch von Oliver Glasner

„Jörg hat mir gesagt, dass es in Düsseldorf viele gute Kneipen gibt. Er ist ein echter Insider.“

Trainer Oliver Glasner auf die Frage, ob ihm Sportchef Jörg Schmadtke aufgrund seiner Vergangenheit im Rheinland Hinweise zum Gegner Düsseldorf geben könnte.

Hinspiel zwischen Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg

Acht Partien waren sie sieglos geblieben, in Wolfsburg endete diese Serie. Die Bremer siegten 3:2 und verschafften sich so Luft im Tabellenkeller. Eine packende Partie in Niedersachsen, die Milot Rashica letztendlich entschied. Zuvor hatte der Kosovare schon die Führung besorgt – mit einem umstrittenen Handelfmeter, verursacht durch Josuha Guilavogui. Weiter traf für Werder Leonardo Bittencourt. Für die „Wölfe“ waren William und Wout Weghorst erfolgreich. Wolfsburg hatte zweimal Pech, als der Eingriff des VAR zu Ungunsten erfolgte. Einmal der Strafstoß, zudem wurde ein Tor des Holländers Jeffrey Bruma nicht anerkannt, weil dieser im Abseits gestanden haben soll.

Vor Spiel gegen Werder Bremen: Form des VfL Wolfsburg

Es läuft zu Hause nicht mehr beim VfL. Nach der Coronavirus-Pause kassierte die Elf zwei Heimniederlagen: 0:2 gegen Dortmund und am letzten Wochenende 1:2 gegen Frankfurt. Ein leichter Rückschlag für die Niedersachsen im Kampf um die Qualifikation für die Europa League. Punktgleich mit Hoffenheim belegt Wolfsburg mit 42 Punkten den sechsten Rang, vier Punkte Vorsprung vor den Rivalen Freiburg und Hertha.

Ein Dämpfer in der so herausragenden Rückrunde für die Glasner-Elf, die auswärts zuletzt gewonnen hat – beim 4:1 in Leverkusen und beim 2:1 in Augsburg. Vor Corona-Zeiten punktete der Verein bei drei Siegen und zwei Remis, beachtenswert besonders der 3:2-Sieg in Hoffenheim und das torlose Unentschieden gegen RB Leipzig zu Hause.

VfL Wolfsburg: Rückmeldungen vor Spiel gegen Werder Bremen

Zuletzt meldeten sich drei angeschlagene Spieler zurück. Trainer Oliver Glasner, der zuletzt die Werder-Bank für ihre Lautstärke bei Geisterspielen kritisiert hat, kann wieder auf dieses Trio setzen: Nach vier ausgeheilten Knochenbrüchen im Gesicht ist Yannick Gerhardt wieder einsatzfähig – mit einer Spezialmanschette. Zudem stehen Josuha Guilavogui (nach Knieproblemen) und Admir Mehmedi (nach Achillessehnenbeschwerden) wieder zur Verfügung. Zwei Spiele gesperrt war Felix Klaus. Der frühere Hannoveraner fehlte zuletzt, ist gegen Werder aber wieder spielberechtigt. Klaus hat im Spiel gegen Dortmund die Rote Karte gesehen, als er Manuel Akanji gefoult hat.

VfL Wolfsburg: Comeback von Xaver Schlager

Der Mann brachte lange eine Sieggarantie mit sich. Solange Xaver Schlager bis zu seiner schweren Verletzung in der Startelf gestanden hat, verlor der VfL nicht. Schneller als gedacht feierte der Österreicher nach seinem Knöchelbruch sein Comeback. Ein perfektes Spiel für den 22-Jährigen: Beim 2:1 gegen Gladbach glückte ihm sein erster Treffer für seinen neuen Arbeitgeber. Kaum noch etwas spürt er in dem lädierten Gelenk. „Es ist eine Platte drin“, schildert Schlager, „der Fuß ist stabiler als vorher.“ Doch die besagte Platte muss auch wieder raus. Für den Nationalspieler bedeutet dies einen erneuten Eingriff. Sein Plan: Die OP sollte in der Sommerpause erfolgen, damit er nicht so lange ausfällt.

VfL Wolfsburg: Debütant Omar Marmoush

Beim Spiel gegen Leverkusen feierte ein Nachwuchsmann sein Debüt. Sein Name: Omar Marmoush, ein Spieler aus der U23, der für Renato Steffen aufs Feld kam. Der 21-Jährige ist der 254. Spieler, den der VfL in der Bundesliga-Geschichte eingesetzt hat. Marmoush ist zudem der siebte Ägypter, der in der höchsten deutschen Spielklasse agiert hat. Die Rekordspieler aus diesem nordafrikanischen Land sind bestens in Bremen bekannt: Hany Ramzy hat mit 228 Spielen (15 Tore) die meisten Einsätze vorzuweisen, Mohamed Zidan traf am meisten – 47 Tore in 155 Spielen.

Umbau beim VfL Wolfsburg: „Mount Magath“ kommt weg

Umbauarbeiten in Wolfsburg: Am VfL-Center neben dem Stadion rückten die Bagger an, um die geplanten Änderungen einzuleiten. Die Trainingsplätze sollen eine Rasenheizung erhalten. Zudem wird ein vollumrandetes und eingezäuntes Kleinfeld entstehen, ein Käfig zum Training der Profis. Dafür verschwindet ein Wolfsburger Denkmal, das an die große Zeit unter Felix Magath erinnert. Der Meistermacher von 2009 hatte im gleichen Jahr einen Berg aufschütten lassen, der unter seinem Namen bis heute firmiert.

„Magath-Hügel“ oder „Mount Magath“, ein fast vier Meter hoher Abhang mit Kletterstufen und einer Sprintbahn. Dieser Hügel der Leiden, wie er von vielen VfL-Profis getauft worden ist, wird abgetragen. Magaths Nachfolger hatten keine Verwendung dafür, die Lagerräume im Innern wurden nur von den Greenkeepern benutzt. Die Umbauarbeiten erfolgen, obwohl die Fußballer auch unter den finanziellen Auswirkungen der Corona-Zeit zu leiden haben und sich einschränken müssen. Wie schon in der Folge des Dieselskandals 2015 kürzte Volkswagen, der Mutterkonzern, die Zuschüsse. So ist der geplante Umbau des Nachwuchsleistungszentrum an der Porschestraße vertagt worden.

VfL Wolfsburg: Winterkauf Marin Pongracic schlägt ein

Was für sein Einstand! Erst dieser eklatante Fehlstart, als er sich gleich in seinem zweiten Bundesligaspiel einen Feldverweis zuzog. Nach der Rot-Sperre dieser Raketenstart, als er sich dank bester Leistungen im Training einen Platz im Team sicherte. Marin Pongracic ist der Mann der Stunde in Wolfsburg. Im Winter war der 22-Jährige von RB Salzburg gekommen, kostete eine Ablöse von zehn Millionen Euro. Gut angelegtes Geld, der Deutsch-Kroate erzielte zuletzt beim 4:1-Erfolg gegen Leverkusen gleich zwei Tore. Der Innenverteidiger, der Robin Knoche aus der Elf verdrängt hat, ist neben seiner Torgefährlichkeit auch besonders schnell, zweikampfstark und sicher im Aufbauspiel.

Seine Tore bejubelte er, indem er ein gezieltes Fingerspiel absolvierte: Die Ziffern 3 und 4 geformt durch seine Hände. „Ein Gruß an meine Freunde zu Hause“, verriet er später. Die Zahlen 3 und 4 bilden das Ende seiner Postleitzahl in Landshut, wo er einst gewohnt hat. In Salzburg hatte Pongracic auch die Rückennummer 34 getragen, in Niedersachsen ist dies nicht möglich, weil der an Fürth ausgeliehene Marvin Stefaniak diese trägt. Daher läuft er mit dem Trikot 22 auf. Der Abwehrspieler ist bei Bayern München ausgebildet worden, bevor er über die Stationen FC Ingolstadt und 1860 München in Salzburg gelandet ist.

VfL Wolfsburg: Gedenken an Krzysztof Nowak

Am 26. Mai jährte sich wieder sein Todestag. Vor 15 Jahren verstarb Krzysztof Nowak, eine der größten Persönlichkeiten beim VfL. Der polnische Mittelfeldspieler, der 83 Spiele in der höchsten Spielklasse absolvierte, erkrankte an der tückischen, nicht heilbaren Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Sein letztes Spiel fand im Februar 2011 statt. Nowak, die „Nummer 10 der Herzen“, wie er noch heute verehrt wird, verstarb mit nur 29 Jahren. Der Club hat eine Stiftung gegründet, die ALS-Kranke und deren Angehörige unterstützt. Vor jedem Heimspiel wird der Verstorbene angekündigt als die „Nummer 10“, er bleibt wie auch der 2015 bei einem Autounfall tödlich verunglückte Junior Malanda ein Teil des Erstligisten. Nowaks Ehefrau Beata, die mit den Kindern Maksymilian und Maria weiter in Wolfsburg wohnt, arbeitet im VfL-Fanshop.

Robin Knoche nimmt Abschied vom VfL Wolfsburg

Ein Eigengewächs verabschiedet sich: Robin Knoche, seit der C-Jugend im Club, verlässt im Sommer den VfL Wolfsburg. Seit 2011 Profi, erhält der 28-Jährige keinen neuen Vertrag. Mit 181 Partien in der Bundesliga zählt er zu den Spielern, die am meisten eingesetzt worden sind bei dem Volkswagen-Verein, nur drei haben mehr Einsätze auf dem Konto. Zu Beginn des Jahres hatte der Abwehrspieler ein Angebot bekommen, das nicht seinen Vorstellungen entsprach. Aufgrund der Unsicherheit in Pandemie-Zeiten wollte die Führung diese Offerte nicht aufbessern. So kam es zu Knoches Entschluss, den Club zu wechseln. Verständnis dafür bringt Geschäftsführer Jörg Schmadtke auf. Knoche, der ablösefrei sich einen neuen Arbeitgeber suchen kann, hatte in dieser Spielzeit seinen Stammplatz eingebüßt.

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