Die Ultras des SV Werder Bremen boykottieren die WM und supporten alternativ die anderen Teams des Vereins.
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Die Ultras des SV Werder Bremen boykottieren die WM und supporten alternativ die anderen Teams des Vereins.

Werder-Ultras und der WM-Boykott

Werder-Support statt Wüsten-WM: Warum die Bremer Ultras jetzt sogar zum Handball gehen

Bremen – Frauen-Bundesliga im Wohninvest Weserstadion, Männer-Regionalliga im Kehdinger Stadion in Drochtersen oder U17-Junioren-Bundesliga auf Platz 11 - um die umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft in Katar machen die Ultras des SV Werder Bremen seit Wochen einen demonstrativ großen Bogen. Das Alternativprogramm der grün-weißen Fans heißt stattdessen: Werder, Werder, Werder. Nun haben sich die Bremer Ultragruppierungen Wanderers Bremen, das UltrA-Team Bremen, die HB Crew und L’Intesa Verde zum Abschluss der WM-Boykott-Wochen ein besonderes Motto ausgedacht – es lautet: Ab in die Halle!

Am kommenden Samstag gehen die Fußball-Fans ausnahmsweise mal fremd. In der Klaus-Dieter-Fischer-Halle empfangen Werder Bremens Handballfrauen im Zweitliga-Duell die Handball-Luchse Buchholz 08 Rosengarten. Anpfiff in der Hermine-Berthold-Straße ist um 18.30 Uhr. Mit dabei: die Bremer Ultras. Sie hoffen auf zahlreiche Nachahmer aus der Werder-Fanszene, die die Handballerinnen lautstark unterstützen wollen.

WM-Boykott! Die Ultras von Werder Bremen haben sich ein Alternativ-Programm zu Katar überlegt

Das Handball-Event soll der krönende Abschluss der letzten Wochen werden. Den Auftakt machte Ende November das Bundesliga-Spiel der Werder-Frauen gegen Freiburg, das erstmals im Wohninvest Weserstadion ausgetragen wurde, vor beachtlichen 20.417 Fans. Mittendrin auch hier: die Ultras mit lautstarkem Dauergesang in der sehr gut gefüllten Ostkurve.

Anfang Dezember dann das nächste Ausrufezeichen mit rund 100 Auswärtsfahrern beim Regionalliga-Spiel bei der SV Drochtersen/Assel – Pyroshow und Dauersupport inklusive. Ein ähnliches Bild bot sich eine Woche später auf Platz 11, als zum U17-Bundesligaspiel gegen Erzgebirge Aue mehr als 450 Zuschauer kamen und einen auf diesem Niveau wohl einzigartigen Support der Werder-Ultras erlebten. Jetzt heißt es Parkett statt Rasen, Überdachung statt freier Himmel. Nur eines bleibt gleich: der bedingungslose Support für den SV Werder Bremen. Egal, in welcher Liga, egal, in welcher Sportart. Hauptsache, die WM in Katar spielt keine Rolle. (mwi)

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