+
So sehen Sieger aus! Die Fußballtennis-Könige Claudio Pizarro, Max Kruse und Milos Veljkovic wollen auch in Freiburg jubeln.

"Entscheidende Spiele"

Die Woche wird heiß

Bremen - Nach dem Ende der Einheit, die sich schwerlich als Training bezeichnen ließ, reckten Claudio Pizarro, Max Kruse und Milos Veljkovic triumphierend die Arme in die Luft.

Sie waren die Sieger im internen Fußball-Tennisturnier – und sie freuten sich sichtbar. So locker und so fröhlich gestaltete Werder-Coach Alexander Nouri das Programm auf dem Trainingsplatz, dass man nicht zwingend auf den Gedanken kommen musste, dass sich hier ein abstiegsgefährdetes Team auf den Start in die heiße Schlussphase der Saison vorbereitet.

Diese Phase beginnt für den SV Werder Bremen aber ohne Zweifel am Samstag mit dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg. Es folgen die Partien daheim gegen Schalke 04 (Dienstag) und wiederum auswärts bei Eintracht Frankfurt (Frankfurt). Drei Spiele gegen Clubs, die es sich in der Region knapp oberhalb des Tabellen-13. aus Bremen gemütlich gemacht haben. Und die Werder nun am besten gleich alle schlagen will. „Wir haben die Chance, weitere Schritte bis zum Klassenerhalt zu machen. Diese Chance wollen wir nutzen“, sagt Nouri und verdeutlicht, dass die englische auch eine extrem wichtige Woche ist: „Es kommen entscheidende Spiele auf uns zu. Wir alle wissen um die Wichtigkeit der nächsten Tage und Spiele.“

Nouri: "Fantasie haben, jedes Spiel zu gewinnen"

Um kurz zu skizzieren, was Werder in den drei Partien binnen sieben Tagen passieren kann: Holen die Bremer viele Punkte – sagen wir mal sieben –, wäre die Abstiegsgefahr mit dann 36 Punkten fast schon gebannt. Bleibt die Ausbeute bei mittelmäßigen vier, fünf Zählern, na gut, es wäre schon deshalb ein Gewinn, weil das Saisonende, aber nicht das Tabellenende näher gerückt wäre. Bricht Werder allerdings ein und geht mit mickrigen ein, zwei Punkten aus der Woche, brennt es wieder lichterloh in Bremen.

Wenig überraschend geht Nouri natürlich vom positiven Fall aus – wenn auch nicht unbedingt von neun Punkten. Bei dieser Zahl zieht er skeptisch die Augenbraue hoch, sagt aber: „Wenn man es sich vorstellen kann, kann man es auch erreichen.“ Es sei nicht schlimm, die „Fantasie zu haben, jedes Spiel zu gewinnen“, meint der Coach.

Typisch Nouri. Aus ihm spricht das Selbstvertrauen, das alle Bremer nach 13 Punkten aus den fünf Partien mit in die Länderspielpause genommen hatten. Nun wollen sie dieses Selbstvertrauen nutzen, um die Serie fortzusetzen. „Wir brennen darauf, in Freiburg zu gewinnen“, sagt Fin Bartels.

Faden wieder aufzunehmen, ist die große Aufgabe

Als Nicht-Nationalspieler hatte er zuletzt viel Zeit, durchzuschnaufen – und konnte darüber nachdenken, ob die Länderspielpause nun gut oder schlecht war für die Bremer. Sein Urteil: „Es war nicht so gut. Wir waren in einer Phase, in der wir am liebsten gleich das nächste Spiel gehabt hätten, weil es so gut lief.“ Diesen Faden direkt wieder aufzunehmen, ist die große Aufgabe für die Partie beim SC Freiburg.

Die Breisgauer, die das Hinspiel im Weserstadion mit 3:1 gewonnen hatten, hätten ebenfalls nichts dagegen, wenn sie so weitermachen würden wie vor der Liga-Unterbrechung. Zwei Unentschieden gegen 1899 Hoffenheim und den FC Augsburg (beide 1:1) waren zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber wenn gegen Werder sowie gegen den VfL Wolfsburg und Mainz 05 jeweils ein Remis rausspringen sollte, wäre der Tabellenachte (35 Punkte) schon zufrieden. Innenverteidiger Marc-Oliver Kempf: „Das sind drei direkte Verfolger von uns, da gilt es immer, zumindest einen Punkt zu holen, um die Gegner auf Abstand zu halten.“

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare