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Wo geht Pizarros Reise hin?

Wohin es ihn zieht, ist völlig offen

Pizarro: China, Wüste oder ein Romantik-Trip?

Bremen - Tag zwei nach dem Aus von Claudio Pizarro bei Werder Bremen – und was reicht der Club im Rahmen der Pressekonferenz zum Trainingsstart als Snack? Pizza!

Kurz zuvor hatte Alexander Nouri davon gesprochen, was von Pizarro bleibt bei Werder. Den Speiseplan hatte er aber nicht gemeint. Sondern die „Aura und den Geist“ des 38-Jährigen, „die uns sicher noch erhalten bleiben“. Aura und Geist vielleicht – die Frage ist aber , wohin Pizarro den Rest verlagern wird. „Claudio hat mehrere Möglichkeiten“, sagt Werder-Sportchef Frank Baumann.

Bleibt es die Bundesliga?

Deutschland ist bei Pizarro ganz klar der Favorit. Dass ihm allerdings tatsächlich eine reichhaltige Auswahl an interessierten Clubs zur Verfügung steht, muss doch angezweifelt werden. Vorstellbar ist, dass sich Vereine in der Güteklasse FC Augsburg oder Mainz 05 noch mit Pizarro schmücken möchten. Baumann sagt: „Dass Claudio nochmal als Gegner auf Werder trifft, könnte durchaus passieren.“ Und Liga zwei? Schwer vorstellbar, dass der Fußball-Ästhet Pizarro freiwillig die Treppe ins Kampfgebiet Unterhaus nimmt.

Pizarros Karriere in Bildern

China oder die Wüste?

Der Tipp, dass es Claudio Pizarro ins neue Fußball-Wunderland China oder zu einem von steinreichen Scheichs finanzierten Club im arabischen Raum zieht, ist schnell abgegeben. Aber bislang hat er nicht gerade den Eindruck erweckt, als habe er großes Interesse an einem finalen Absahnervertrag. „Claudio spielt nicht des Renommees, der Rekorde oder des Geldes wegen“, meint Baumann, „das Faszinierende an ihm ist, dass er immer noch Freude, Begeisterung und Lust am Fußball hat.“ Ob er das auch in einem sportlich weniger attraktiven Umfeld hätte?

Was ist mit den USA?

Pizarro hat die Major League Soccer schon einmal als „eine Möglichkeit“ bezeichnet. Und irgendwie kann man ihn sich auch durchaus bei einem Club aus einer der US-Metropolen vorstellen. Lebensqualität gut, fußballerisches Niveau okay, Bezahlung auch – warum also nicht?

Abschluss in der Heimat?

Schon häufiger hat der 38-Jährige öffentlich darüber nachgedacht, nochmal in Peru zu spielen – allerdings meistens gegenüber dort heimischen Medien. Die Heimat hat er mit 20 Jahren verlassen, nun zu Alianza Lima, dem Ausgangspunkt seiner Karriere, zurückzukehren, könnte für Pizarro ein stimmiger Abschluss sein. Auf jeden Fall wäre es der mit dem maximalen Romantikfaktor.

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