Nick Woltemade hat bei Werder Bremen noch keine feste Position. Jetzt soll er sich seine Rolle suchen und den Platz erkämpfen.
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Nick Woltemade hat bei Werder Bremen noch keine feste Position. Jetzt soll er sich seine Rolle suchen und den Platz erkämpfen.

Offensiv-Talent noch ohne Rolle bei Werder

Wohin mit Nick Woltemade? Werder-Trainer Anfang: „Er muss sich seine Position suchen“

Bremen – Acht Minuten als Joker gegen Hannover, in Düsseldorf dann komplett ohne Einsatz – für Nick Woltemade hat die neue Saison in der 2. Bundesliga schleppend begonnen. Generell sieht Werder Bremen den 19-Jährigen zwar weiterhin als großes Talent und traut ihm sehr viel zu, allerdings ist für ihn nach dem Abstieg nun die Zeit gekommen, sich seine Rolle im Team auch zu suchen und zu erkämpfen. Cheftrainer Markus Anfang sagt: „Nick ist ein Spieler, der dank seiner Qualitäten viele Positionen spielen kann. Wo er sich seinen Platz holt, liegt an ihm selbst.“

1,98 Meter groß, gemessen daran nicht besonders kopfballstark, dafür technisch aber überraschend begabt – keine Frage: Dieser Nick Woltemade ist schon ein sehr spezieller Spielertyp. Einer, der nicht in die gängigen Raster passt und gerade deshalb wertvoll für Werder Bremen werden kann. „Wir stellen ihn im Training mal auf die Zehnerposition, mal ganz vorne rein oder auf den Flügel“, beschreibt Anfang eine Praxis, die durchaus als Experimentieren bezeichnet werden darf. Wo schlägt Woltemade ein? Wo kann er sich unentbehrlich machen?

Werder Bremen: „Alle Offensivspieler haben eine Riesenmöglichkeit“ - aber welche Position gibt es für Nick Woltemade?

In den vergangenen Jahren, sowohl in der Jugend als auch in der Vorsaison unter Trainer Florian Kohfeldt, war Nick Woltemade meist in der etwas tieferen Rolle hinter den Spitzen zum Einsatz gekommen. Dort soll er sich auch am wohlsten fühlen, aber dort ins Team zu rücken, ist aktuell schwierig, weil Niklas Schmidt und Yuya Osako bei Anfang hoch im Kurs stehen. „Nick muss sich seine Position suchen“, fordert Anfang und verbindet diese Aussage mit einem noch deutlicheren Appell: „Alle Offensivspieler bei uns haben eine Riesenmöglichkeit, ans Spielen zu kommen, weil wir fünf offensive Positionen in der Grundordnung haben. Bist du also einer der Offensivspieler, dann solltest du versuchen, dir eine davon zu holen.“

Klingt logisch, einfach sogar. Und es kann auch gut funktionieren, wie das Beispiel Niklas Schmidt in der Vorbereitung gezeigt hat. Es kann auf der anderen Seite aber auch kompliziert werden, siehe: Johannes Eggestein. Welchen Weg Woltemade bei Werder Bremen geht, ist noch völlig offen. (dco)

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