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Das Immobilienunternehmen Wohninvest weitet seine Sponsoring-Tätigkeiten bei Werder Bremen aus.

Unternehmen wirbt in weiteren Bereichen

Wohninvest erweitert Sponsoring-Aktivitäten beim SV Werder Bremen erheblich

Die Namensrechte am Weserstadion hat sich Wohninvest bereits für eine Millionensumme gesichert, jetzt weitet das Immobilienunternehmen sein Sponsoring beim SV Werder Bremen noch um Einiges aus. Wohninvest engagiert sich nun neben dem Profifußball auch in weiteren Sparten des Clubs.

Das teilte Werder Bremen am Donnerstagnachmittag mit. „Wir freuen uns sehr, dass Wohninvest als starker Partner mit der Ausweitung des Sponsorings in dieser herausfordernden Situation ein wichtiges Zeichen setzt“, sagt Klaus Filbry, Geschäftsführer des SV Werder Bremen, mit Blick auf die Coronavirus-Krise. Werder habe „in den vergangenen Monaten eine vertrauensvolle und sehr konstruktive Partnerschaft“ mit Wohninvest aufgebaut.

Werder Bremen: Wohninvest sponsert unter anderem eSports und das Leistungszentrum

Das Immobilienunternehmen aus Fellbach bei Stuttgart schließt laut Vereinsmitteilung im eSports eine Hauptpartnerschaft mit der eAcademy und dem Werder-Talentteam (also Werders Abteilung für die Förderung von begabten FIFA-Spielern) ab, wird Ärmelpartner des gesamten Werder-Leistungszentrums sowie des Frauen- und Mädchenfußballs und steigt auch beim Handball und Tischtennis mit ein.

Der Vertag gilt für vier Jahre. Über weitere Details, etwa um wie viel Geld es geht, schwiegen sich die Parteien aus. Der Deal sei aber „finanziell signifikant“, so Filbry. Wohninvest will mit der Marke „Wohninvest Academy“ werben, eine firmeneigene „Akademie für den Immobiliennachwuchs“, heißt es.

Werder Bremen: Partnerschaft mit Wohninvest von Protesten begleitet

„Werder ist für uns ein wichtiger Partner. Mit der Ausweitung unseres Engagements möchten wir die Wichtigkeit dieser Partnerschaft betonen, uns aber auch intensiv für die Fortführung der hervorragenden Nachwuchsarbeit beim SV Werder stark machen“, sagt Wohninvest-Geschäftsführer Harald Panzer.

Im Sommer 2019 hatte das Immobilienunternehmen die Namensrechte am Weserstadion gekauft, zahlt 30 Millionen Euro, damit die Bremer Arena für zehn Jahre Wohninvest Weserstadion heißt. In der Folge gab es einen großen Aufschrei unter Fans, Proteste ziehen sich durch die gesamte Saison. Zuletzt wurden zum wiederholten Male Werbebanner an den Trainingsplätzen gestohlen. (han)

Zur letzten Meldung vom 27. März 2020:

Trotz Coronavirus-Krise: Sponsor Wohninvest will offenbar mit Werder Bremen verlängern

Bremen – Fußball wird bei Werder Bremen auf unabsehbare Zeit nicht mehr gespielt, wegen der Coronavirus-Pandemie ist große Ruhe rund um das Weserstadion eingekehrt – und Klaus Filbry erlebt als Vorsitzender der Geschäftsführung die intensivste Phase seiner Amtszeit - unter anderem bastelt er an neuen Verträgen mit Sponsoren.

Klaus Filbry, Geschäftsführer des SV Werder Bremen, hatte zuletzt angekündigt, trotz der Coronavirus-Krise unmittelbar vor der Vertragsverlängerung mit einem Großsponsor zu stehen. Mehr noch: Dieser Großsponsor sei sogar bereit,  mehr Geld bei Werder zu investieren als bisher. Wie der „Kicker“ nun berichtet, soll es sich bei dem finanzstarken Partner um Wohninvest handeln. 

Das Immobilienunternehmen Wohninvest war zur aktuellen Saison als Sponsor bei Werder Bremen eingestiegen und lässt sich die Rechte am Namen des Weserstadions drei Millionen Euro pro Jahr kosten. Der Vertrag läuft zehn Jahre und hat demzufolge ein Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro. Wie viel mehr Geld Wohninvest in der Folge des neuen Vertrages an Werder zahlen wird, ist noch nicht bekannt. 

Letzte Meldung vom 26. März 2020:

Trotz Coronavirus-Krise: Sponsor will mit Werder Bremen verlängern

Paradox ist es irgendwie schon, zumindest auf den ersten Blick. Fußball wird bei Werder Bremen auf unabsehbare Zeit nicht mehr gespielt, wegen der Coronavirus-Pandemie ist große Ruhe rund um das Weserstadion eingekehrt – und gerade deswegen erlebt Klaus Filbry als Vorsitzender der Geschäftsführung die intensivste Phase seiner Amtszeit.

Auf dem Rasen gähnende Leere wegen des Coronavirus, auf dem Schreibtisch mehr Arbeit denn je – Klaus Filbry schuftet derzeit auf mehreren Baustellen, um den Verein für die ungewisse Zukunft zu wappnen. Eine Großbaustelle ist dabei das Thema „Sponsoring“. Während Werder Bremen in diesem Bereich einerseits hohe Einnahmeverluste drohen, gibt es auch gute Neuigkeiten: Ein Großsponsor will jetzt seinen Vertrag verlängern und künftig auch mehr Geld investieren.

„Wir stehen kurz vor Abschluss eines nicht ganz unerheblichen Vertrags mit einem aktuellen Sponsor, der sein Engagement bei uns trotz dieser schweren Phase noch einmal ausbauen möchte“, sagte Filbry am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Medienvertretern, an der auch die DeichStube teilnahm. Der Vertrag sei bereits fertig ausgehandelt, die Tinte allerdings noch nicht trocken, weswegen Filbry den Namen des Unternehmens noch nicht öffentlich nennen wollte. 

Werder Bremen und Coronavirus-Problem: Niemand kann abschätzen, wie sich Lage entwickelt

Die Verhandlungen über eine mögliche Erweiterung der Zusammenarbeit hätten bereits vor der Corona-Krise begonnen. „Das sind natürlich Gespräche, die nicht innerhalb von ein oder zwei Wochen geführt werden. Das ist schon etwas länger in der Planung, aber das Gute ist, dass das Unternehmen trotz Corona nicht auf die Stopp-Taste drückt, sondern es zu Ende bringen möchte“, sagte Filbry. Angesichts der Krise herrscht mit vielen anderen Partnern jedoch deutlich weniger Klarheit.

Das große Problem in diesen Tagen ist, dass niemand genau absehen kann, wie sich die Corona-Lage weiter entwickelt. „Wir haben eine Situation, in der wir nicht wissen, ob wir die Saison noch zu Ende spielen oder nicht“, sagte Filbry. Sollte im Mai oder Juni wieder gespielt werden können, dann sehr wahrscheinlich ohne Zuschauer in den Stadien, aber mit TV-Übertragung, was für Werder Bremen nicht nur wegen des Fernsehgeldes extrem wichtig wäre. Gegenüber den TV-relevanten Sponsoren, deren Logos etwa während der Übertragung im Fernsehen zu sehen sind, könnte der Verein seine vertraglich vereinbarten Leistungen erbringen. „In diesem Fall sind wir zuversichtlich, dass wir die meisten Sponsorenvereinbarungen leisten könnten“, erklärte Klaus Filbry. Mit dem „einen oder anderen kleineren Sponsor“ müsse man sicherlich über Kompensationen sprechen, „aber ich denke, das würden wir hinbekommen“. 

Werder Bremen: Sponsoren, deren Verträge im Sommer auslaufen, zögern mit Verlängerung

Vor allem jenen Unternehmen, deren Werbung zwar für die Menschen im Stadion, nicht aber für jene vor den Bildschirmen zu sehen ist, müsste der Verein Lösungen anbieten. Im Vergleich zu einem Abbruch der Saison sicherlich ein hinnehmbares Szenario. Filbry: „Wenn die Saison abgebrochen wird, sind die Kompensationsleistungen, die man sowohl gegenüber den TV-Partnern als auch gegenüber den Sponsoren erbringen muss, deutlich höher. Das ist ein wirtschaftliches Risiko.“

Eine weitere Schwierigkeit: Langfristig planen lässt sich mit den meisten Partnern momentan nicht. Sponsoren, deren Verträge im Sommer auslaufen, zögern ob der auch für sie ungewissen Situation damit, zu verlängern. „Wir bekommen bei den auslaufenden Verträgen aktuell kein Commitment der Partner, die Verträge über die Saison hinaus zu verlängern, was auch völlig verständlich ist“, sagte Filbry und nannte Unternehmen wie den Autobauer VW und den Wettanbieter betway als Beispiele. Besonders ärgerlich: Mit Großsponsor VW waren die Verhandlungen vor der Krise schon sehr weit fortgeschritten, nun liegen sie auf Eis. „Dass aktuell die meisten Unternehmen auf den Stopp-Knopf drücken und warten wollen, wie sich die Situation für sie selbst weiter entwickelt, ist absolut nachvollziehbar“, sagte Filbry.

Werder Bremen-Boss Klaus Filbry bemüht, Optimismus in der Coronavirus-Krise zu verbreiten

Da die Coronakrise nahezu alle Branchen betrifft, ist es auch nicht ausgeschlossen, dass einige Werder-Sponsoren selbst Liquiditätsprobleme bekommen und ihrerseits die vereinbarten Zahlungen an den Club schuldig bleiben könnten. „Konkrete Befürchtungen habe ich da noch nicht, aber natürlich arbeiten wir auch mit Branchen zusammen, die besonders hart von der Corona-Krise betroffen sind“, sagte Filbry – und betonte: „Ich hoffe nicht, dass Unternehmen in eine Schieflage geraten, aber Stand heute kann man das leider nicht ausschließen.“

Eine Aussage, die so auch auf Werder Bremen zutrifft. Filbry tut derzeit alles dafür, um das Schlimmste abzuwenden. Optimismus auszustrahlen, gehört in der Krise mehr denn je zum Aufgabenprofil des Geschäftsführers. „Wir sind bei den Lösungsmöglichkeiten aktuell auf einem guten Weg, uns auch für das schlechteste Szenario so aufzustellen, dass wir damit umgehen können“, sagte der 53-Jährige. (dco)

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