Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry freut sich über den neuen Partner aus China.
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Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry freut sich über den neuen Partner aus China.

Bundesligist kassiert für Wissenstransfer

China-Wochen bei Werder

Bremen - Erst ein Spieler, dann ein Sponsor, nun ein Vermarkter – China-Wochen beim SV Werder Bremen. Und wieder spielt der englische Erstligist West Bromwich Albion eine Rolle.

Per Pressemitteilung verkündete Werder Dienstagmorgen „einen weiteren starken Partner“: das Unternehmen Yingsheng Sports Culture Development, dessen Kerngeschäft die Organisation und Vermarktung von Sportveranstaltungen und der Betrieb von Sport-Akademien in China ist. Die Partnerschaft wurde zunächst für zwei Jahre geschlossen.

Werder kassiert dafür nach Informationen der DeichStube jährlich etwas über eine Million Euro, muss aber dafür aber auch Personal vor Ort stellen.

Filbry nach China gereist

„Wir freuen uns sehr, dass das Fußball-Know-how des SV Werder Bremen einen hohen Stellenwert bei unserem Partner genießt“, teilte Klaus Filbry mit. Der Werder-Boss ist am Dienstag nach China gereist, um in Shenzhen, einer Stadt mit 17 Millionen Einwohnern in der Nähe von Hongkong, das Projekt zu präsentieren und entscheidend voranzutreiben.

Dort soll eine große Sportakademie für Breiten-, aber auch Spitzensport entstehen. Für Werder geht es vor allem darum, Strukturen vor Ort zu schaffen sowie Trainer und Spieler auszubilden. Dafür wird der Bundesligist Experten nach China schicken. Wie genau das aussehen wird, will Filbry in den nächsten Tagen klären. Dabei wird auch thematisiert, ob und wann Werder eine zweite China-Reise unternehmen wird. 2014 war der Bundesligist erstmals ins Reich der Mitte gereist, allerdings im Auftrag der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Die aktuellen Verbindungen nach China haben damit nichts zu tun.

„Vom Know-how des SV Werder sehr angetan“

Das Unternehmen Yingsheng Sports Culture Development, das auch im Weserstadion werben und eine Loge beziehen wird, ist am englischen Erstligisten West Bromwich Albion beteiligt. Über diesen Weg lief auch die zweijährige Ausleihe von Yuning Zhang, der zuvor von Vitesse Arnheim an West Bromwich transferiert worden war. Ein Einstieg von Yingsheng Sports als Investor bei Werder ist nach Informationen der DeichStube aktuell nicht geplant. Auch weitere Spielerverpflichtungen in Zusammenarbeit mit dem Premier-League-Club soll es in diesem Sommer nicht geben.

Kurz nach dem Zhang-Transfer hatte Werder schon einen chinesischen Sponsor präsentiert, den Online-Wettanbieter HEJI18.com. Das Unternehmen soll jährlich rund 800.000 Euro in die Werder-Kasse spülen. Von dem neuen Partner gibt es sogar noch etwas mehr – und Zhang Quan Cheng, der Geschäftsführer von Yingsheng Sports Culture Development, sieht das Geld sehr gut angelegt: „Wir haben den deutschen Markt sehr intensiv sondiert und sind vom Know-how des SV Werder Bremen sehr angetan. Wir sind sicher, dass Werder genau der richtige Partner für unsere Ziele ist.“

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