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Yuning Zhang ist froh, bei Werder zu sein.

Werders chinesischer Stürmer

Yuning Zhang: Bin bereit zu spielen

Bremen - Die Meinung vieler Beobachter geht so: Werder hat Yuning Zhang nur unter Vertrag genommen, um im gleichen Atemzug Sponsoren-Deals mit chinesischen Unternehmen perfekt machen zu können.

Die Verpflichtung des 20-jährigen Stürmers sei eine Art Bedingung dafür gewesen. Die Tatsache, dass Zhangs Vater Geschäftsführer von einem der neuen Werbepartner ist, nährt diesen Verdacht. Der Angreifer selbst sieht die Sache ganz anders. „Die Leute können sagen, was sie wollen. Ich bin stolz bei Werder zu sein und bin bereit zu spielen“, sagte Zhang am Dienstag.

Zwei Tore hat der Mann aus China während der Testspiele in der Vorbereitung erzielt, er hat während seiner Auftritte aber auch fußballerische Schwächen offenbart. Ein Kandidat für die Bundesliga ist er definitiv noch nicht. Werder hat für ihn deswegen eine Spiel-Erlaubnis für die U23 (Dritte Liga) beantragt, die aber weiter auf sich warten lässt. Bei Spielern aus gewissen Herkunftsländern muss unterhalb der zweiten Liga eine Arbeitserlaubnis vorliegen, China gehört dazu. „Wir warten auf Rückmeldung und eine klare Entscheidung von den Behörden und dem DFB“, sagt Werders Sportchef Frank Baumann.

Bis das soweit ist, wird Zhang künftig wohl vorerst ohne Spielpraxis auskommen müssen. Generell kann er sich Einsätze in der U23 aber gut vorstellen. „Ich möchte bei den Profis bleiben, aber jede Erfahrung in der U23 wäre wichtig für mich“, betont er.

Eine weitere Option: Zhang könnte für die chinesische U20-Nationalmannschaft spielen, die künftig in der Regionalliga Südwest außerhalb der Wertung antritt. „Das ist nicht meine Entscheidung. Ich habe einen Vertrag bei Werder“, sagte er - betonte aber auch, dass er da wäre, „wenn die Nationalmannschaft ruft“.

Yuning Zhang bei Werder Bremen

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