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Werder-Neuzugang Yuning Zhang ist glücklich in Bremen zu sein.

Werders Chinese

Zhang hofft auf Glück durch Esel

Bremen - Einen Monat ist Yuning Zhang nun beim SV Werder. Im Interview mit „werder.de“ spricht der Chinese über seine ersten Eindrücke in Bremen und über die Reaktionen in seinem Heimatland.

Neue Kultur, neue Stadt, neuer Verein. Für Zhang ist in Bremen vieles neu. Daran muss sich ein junger Spieler erstmal gewöhnen. „Man muss lernen, wie die Menschen in dieser Kultur denken, wie man kommuniziert und sich dem in meinen Augen anpassen“, so Werders Neuzugang im Interview mit „werder.de“

Anfang Juli wechselte der Chinese per Leihe von West Bromwich Albion an die Weser. Der Club aus der englischen Premier League hatte Zhang kurz zuvor erst vom niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim verpflichtet. In seinem Heimatland war der Transfer zum Bundesligisten „ein ziemlich großes Ding“. Es gäbe schließlich nicht viele Spieler, die bei europäischen Clubs unter Vertrag stehen. „Jeder denkt plötzlich, dass ich die Hoffnung des chinesischen Fußballs bin – auch wenn ich selbst das überhaupt nicht denke“, erklärt Zhang. Aber der Druck von außen gehört im Profigeschäft nun mal dazu. Damit muss der Angreifer umgehen. Ob dem Chinesen bei Werder tatsächlich der ganz große Durchbruch gelingt, wird die Zukunft zeigen. Zhang ist jedenfalls froh, in Bremen zu sein: „Ich bin sehr glücklich über diese Chance. Es überwiegt die Freude.“

„Einige Male war ich körperlich wie tot“

Erste sportliche Unterschiede zwischen seinem Ex-Club Arnheim und Werder hat der 20-Jährige schon nach kurzer Zeit festgestellt. „Die Spiele sind anstrengender, die Testspielgegner deutlich stärker. Mein müder Körper sagt mir: Die Intensität ist höher“. Das ist dem Profi in der „härtesten Vorbereitung, die ich jemals absolviert habe“, aufgefallen. „Teilweise hatten wir drei Einheiten am Tag, und um ehrlich zu sein: Einige Male war ich körperlich wie tot“, scherzt er.

Viel Zeit hatte Zhang vorerst noch nicht, um sich in Bremen alles anzuschauen. Deshalb konnte er seiner Familie und seinen Freunden bisher auch nicht so viel über die Stadt erzählen. Aber kürzlich zog Zhang durch die Stadt. Den Bremer Stadtmusikanten hat der Mann aus China also immerhin schon einen Besuch abgestattet. „Ich habe die Vorderbeine des Esels umfasst, um mir Glück für die Saison zu holen.“

Yuning Zhang bei Werder Bremen

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