Yuya Osako (r.) steckt bei Werder Bremen im Dauertief. Trainer Florian Kohfeldt hat ihn gegen Leverkusen aus dem Kader gestrichen. Wechselt Osako noch in der laufenden Transferperiode?
+
Yuya Osako (r.) steckt bei Werder Bremen im Dauertief. Trainer Florian Kohfeldt hat ihn gegen Leverkusen aus dem Kader gestrichen. Wechselt Osako noch in der laufenden Transferperiode?

Osako gegen Bayer Leverkusen nicht dabei

Kohfeldts Geduld ist am Ende: Yuya Osako aus Werder-Kader gestrichen

Bremen – Die Worte waren noch nett formuliert. „Yuya ist aktuell nicht in einer Top-Phase. Wir arbeiten gemeinsam daran, dass er aus dieser Phase wieder herauskommt“ – so hatte Trainer Florian Kohfeldt noch am Donnerstag die Lage von Yuya Osako beim SV Werder Bremen beschrieben.

Was Teil dieser gemeinsamen Arbeit ist, zeigte sich dann eine Stunde vor Anpfiff des Bremer Bundesliga-Spiels bei Bayer Leverkusen - und nett war das nicht mehr. Yuya Osako stand nicht im Kader, der Japaner ist aussortiert – mindestens für dieses eine Spiel. Seit der Mittelfeldspieler im Sommer 2018 für 4,5 Millionen Euro vom 1. FC Köln zum SV Werder Bremen gewechselt war, hat es das noch nicht gegeben.

Kohfeldt hat Yuya Osako mindestens in den Kader berufen, nur einmal verzichtete er freiwillig auf den 30-Jährigen. das war im vergangenen Oktober gegen den SC Freiburg, als Osako nach einem Länderspieleinsatz für Japan gerade erst aus einer mehrtägigen Quarantäne zurückgekehrt war. Ansonsten stand er immer im Aufgebot des SV Werder Bremen, wenn er fit war.

Werder Bremen: Yuya Osako gegen Bayer Leverkusen aussortiert - Wechsel wird wahrscheinlicher

Dass Florian Kohfeldt nun auf Yuya Osako, den er oft und lange gegen teils harsche Kritik von außen verteidigt hat, verzichtete, zeigt, wie groß der Ärger auch beim Trainer über das vergangene Wochenende ist. Beim 0:2 des SV Werder Bremen gegen Union Berlin hatte Kohfeldt Osako wegen dessen schlechter Leistung bereits zur Pause ausgewechselt. Offenbar war das der Punkt, an dem das Maß voll war. Gegenüber Sky erklärte der 38-Jährige seine Entscheidung so: „Das ist keine Ausbootung. Yuya soll jetzt einfach mal den Kopf frei bekommen.“

Zwar hat der Coach des SV Werder Bremen am Donnerstag auch betont, dass er grundsätzlich mit Yuya Osako plane („Seine spielerische Qualität ist schon sehr wichtig für unsere Mannschaft“), aber die Nicht-Berücksichtigung gegen Leverkusen zeigt auch dies: Die Bereitschaft, darauf zu warten, dass der Japaner seine Qualitäten auch auf dem Platz zeigt, hat nachgelassen, die Geduld ist am Ende. Ein Verkauf des 30-Jährigen in dessen Heimat noch in der laufenden Transferperiode wird deshalb nicht unwahrscheinlicher. (csa)

Letzte Meldung vom 8. Januar 2021:

Kopfproblem und Kritik: Werder Bremen-Coach Kohfeldt sucht das Einzelgespräch mit Sorgenkind Yuya Osako

Über Osako hat Clemens Fritz gesagt, dass der Japaner ein mentales Problem habe. „Yuya setzt sich selbst zu sehr unter Druck. Er muss wieder zur Lockerheit finden“, hatte der Leiter Profi-Fußball des SV Werder Bremen erklärt. Trainer Florian Kohfeldt hat Yuya Osako nun zum Einzelgespräch gebeten. „Yuya ist aktuell nicht in einer Top-Phase. Ich habe mit ihm geredet, und wir arbeiten gemeinsam daran, dass er aus dieser Phase wieder herauskommt“, sagte der Werder-Coach.

Dass diese gemeinsame Arbeit am Samstag gegen Bayer Leverkusen auch einen erneuten Startelf-Einsatz beinhaltet, ist aber fraglich. Vermutlich bekommt Yuya Osako mindestens eine Verschnaufpause, abgeschrieben sei er aber nicht, so Kohfeldt: „Grundsätzlich wäre Yuyas spielerische Qualität sehr wichtig für die Mannschaft.“ (csa) Auch interessant: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen live im TV und Live-Stream.

Zur letzten Meldung vom 6. Januar 2021:

Werder Bremen nimmt enttäuschenden Yuya Osako in die Pflicht: „Setzt nicht um, was wir von ihm erwarten“ - Transfer denkbar

Bremen – Ersatzbank oder Tribüne – nach seiner abermals schwachen Leistung gegen Union Berlin wird das für Yuya Osako die Frage und Perspektive für den kommenden Spieltag sein. Sollte der Japaner im Spiel des SV Werder Bremen bei Bayer 04 Leverkusen draußen sitzen, wäre das jedenfalls keine Überraschung.

Mittlerweile ist auch ein Wechsel des Mittelfeldspielers zurück in die Heimat ein Thema, das bei Werder Bremen durchdacht wird. Aber Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball und Scouting, will Yuya Osako nicht so leicht aufgeben, glaubt weiter an die Qualität des 30-Jährigen, nimmt ihn aber auch deutlich in die Pflicht.

„Yuya setzt nicht um, was wir von ihm erwarten“, sagt Fritz und bestätigt damit die große Schar an Kritikern, die in Osako einen Flop sehen. Doch ein derart absolutes Urteil fällt Fritz nicht über den Offensivspieler. Das Potenzial sei immer noch vorhanden, aber mit jedem Spiel, in dem Yuya Osako nicht zeige, was er zeigen könnte, würde die Situation schwieriger. Ein Kopfproblem sei das, „vieles im Fußball ist Kopfsache“, meint Fritz, der allerdings in den Aussagen über Osakos mentale Stabilität etwas widersprüchlich wird. Einerseits attestiert er ihm, ein „sehr erfahrener Spieler“ zu sein, „der mit Kritik umgehen kann“. Andererseits gelte aber auch: „Yuya setzt sich selbst ein Stück weit zu sehr unter Druck. Er muss wieder zur Lockerheit finden, um ein Mehrwert für unsere Mannschaft zu sein.“

Werder Bremen schließt Transfer von Yuya Osako explizit nicht aus

Wie auch immer: Um die Perspektive Startelf beim SV Werder Bremen nicht vollends einzubüßen, muss Yuya Osako in jedem Fall an sich arbeiten. Denn nicht erst seit dem Union-Spiel, das für ihn bereits nach einer Halbzeit beendet war (DeichStuben-Note 5,5), liegen bei dem zurückhaltenden Profi zwischen Erwartung und Ergebnis Welten. Selbst Fritz ist trotz des grundsätzlichen Vertrauens in Osako klar, dass es so nicht weitergehen kann: „Yuya muss sich die Sicherheit im Training zurückholen. Und wir wollen sehen, dass er das auf den Platz bringt.“

Vielleicht wird er aber kaum noch die Möglichkeit haben, es zeigen zu können. Einen Verkauf von Japans Fußballer des Jahres 2018 schließt Werder Bremen explizit nicht aus. „Wenn seriöse Angebote kommen, werden wir uns denen nicht verschließen. Bisher ist es aber ruhig“, so Fritz. (csa)

Zur letzten Meldung vom 3. Januar 2020:

Werder Bremen: Geduld mit Angreifer Yuya Osako scheint aufgebraucht - Winter-Transfer als Lösung?

Bremen – Die Parallelen waren unverkennbar. Nur eines fehlte: der Applaus der Fans. Der höhnische Applaus, um genau zu sein. Den hatte Yuya Osako am ersten Spieltag abbekommen, als im Spiel des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC nach der Pause seine Auswechslung verkündet worden war. Ein paar tausend Zuschauer saßen im Weserstadion und zeigten deutlich, dass sie diese Maßnahme für überfällig hielten.

Und es ist leicht vorstellbar, wie die Reaktion am Samstag ausgefallen wäre, wenn Fans ins Stadion gedurft hätten. Wieder war es ein Spiel gegen einen Hauptstadt-Club – diesmal der 1. FC Union Berlin –, wieder hatte Yuya Osako eine Leistung abgeliefert, die eine Fortsetzung in der zweiten Halbzeit nicht verdient hatte. Trainer Florian Kohfeldt nahm den Japaner vom Feld – und es ist mittlerweile der Zeitpunkt gekommen, die alles entscheidende Frage zu stellen. Sie lautet: War's das jetzt für Osako bei Werder Bremen? Eine klare Antwort darauf gibt es nicht vom Verein. Es gibt aber Zeichen, die trotz eines bis 2022 laufenden Vertrags in diese Richtung deuten.

Werder Bremen: Bei Yuya Osako ist die Geduld von Florian Kohfeldt am Ende

Siehe das Spiel des SV Werder Bremen gegen Union Berlin: Als Kohfeldt im wirkungslosen Mittelfeld etwas verändern musste, traf es nicht etwa den ebenfalls glücklosen Romano Schmid (20), sondern neben Leonardo Bittencourt (27) auch Osako (30). Das Talent durfte bleiben, der Top-Star aus Asien nicht. Es war ein deutliches Zeichen, dass die Geduld des Trainers nun am Ende ist. Kohfeldts einstiger Lieblingsspieler hatte im zentralen Mittelfeld kaum Aktionen mit oder gegen den Ball gehabt, in 45 Minuten in der Schaltzentrale des Spiels kamen für ihn nur mickrige 16 Ballkontakte zusammen. Und ein echtes Dagegenhalten konnte Yuya Osako – mit 1,82 Metern noch der körperlich stärkste im offensiven Bremer Mini-Mittelfeld – auch nicht attestiert werden.

Wie so oft! Das werden nun die denken, die den Japaner schon lange auf dem Kieker haben. In den Sozialen Medien bekommt Osako regelmäßig die volle Breitseite von den Fans. Und nun möglicherweise auch von Werder Bremen selbst. Sportchef Frank Baumann deutet an, dass Yuya Osako seinen Status als Stammkraft einbüßen könnte. Durch die Rückkehr von Niclas Füllkrug und Davie Selke sei der Konkurrenzkampf in der Offensive wieder größer geworden. Und Milot Rashica steht gewissermaßen auch schon in den Startlöchern. „Es ist das Leistungsprinzip, das da greift. Da haben wir wieder mehr Möglichkeiten. Wir werden schauen, wer sich in Form bringt und für die jeweiligen Spiele die beste Option ist“, erklärt Baumann.

Werder Bremen: Steht für Yuya Osako Transfer nach Japan bevor?

Möglicherweise geht es für Yuya Osako sogar Richtung Verkauf. Die DeichStube hatte bereits vor wenigen Tagen von Interesse aus Japan an Osako berichtet (s. letzte Meldung). Baumann sagt zwar, dass er „bislang weder von Spielerseite oder Beratern noch von Clubs“ etwas gehört habe, dass Werder Bremen aber bereit ist, Spieler abzugeben, um Geld zu sparen und einzunehmen, ist bekannt. Sollte zudem Osako in den verbleibenden Wochen der Transferfrist (bis Ende Januar) erkennen, dass er nicht mehr erste Wahl bei Werder ist, könnte auch in ihm der Wechselwunsch reifen. Immerhin steht für ihn die Teilnahme am Olympischen Turnier im Sommer in Tokio auf dem Spiel. Nur mit regelmäßigen Einsätzen im Club kann sich der in Japan sehr verehrte Profi auch tatsächlich für einen der drei für ältere Spieler reservierten Plätze im Team des Gastgebers empfehlen.

Noch sagt Baumann allerdings nicht, dass Osako ein Transferkandidat ist. Das offizielle Ziel ist es, ihn „wieder in die Spur“ zu bekommen: „Yuya hat letztes Jahr auch Spiele gehabt, in denen er nicht dabei war. Dann hat er in der Endphase der vergangenen Saison aber sehr gute Leistungen gezeigt und ist vorangegangen.“ Tatsächlich hatte Yuya Osako vier seiner acht Saisontore in den letzten vier Partien für Werder Bremen geschossen. (csa)

Zur letzten Meldung vom 29. Dezember 2020:

Transfer-Interesse aus Japan: Wechselt Werder-Stürmer Yuya Osako in die Heimat?

Bremen – Der SV Werder Bremen braucht in der Coronakrise Geld aus Spielerverkäufen. Daraus macht der Club kein Geheimnis. Entweder im Januar oder im Sommer müssen für diese Saison noch Transfererlöse erzielt werden, um die Mindereinnahmen vor allem durch die Geisterspiele zu kompensieren. Dabei rückt nun neben Milot Rashica ein weiterer Spieler in den Blickpunkt: Yuya Osako. Nach Informationen der DeichStube könnte der Japaner schon im Winter in seine Heimat zurückkehren. 

Dort ist der Angreifer des SV Werder Bremen ein Superstar, das Interesse der Clubs entsprechend groß. Und die Olympischen Spiele im kommenden Sommer in Tokio könnten auch noch ein entscheidender Faktor sein. Der 30-Jährige soll einer der drei älteren Spieler im japanischen Team sein, die vor dem Stichtag (1. Januar 1997) geboren sind. Da würde eine vorzeitige Rückkehr durchaus Sinn ergeben, um sich besser auf das Turnier vorbereiten zu können. Wegen der Reisebeschränkungen in der Coronapandemie war es für Yuya Osako zuletzt sehr schwierig, für die Nationalmannschaft zu spielen.

Werder Bremen-Transfers: Wechselt Yuya Osako im Winter zurück nach Japan?

Aber kann Werder Bremen auf einen Spieler wie Yuya Osako überhaupt verzichten? Eigentlich nicht. Zwar hat der Angreifer in dieser Saison noch nicht getroffen und in zehn Bundesligaspielen sowie einer Partie im DFB-Pokal lediglich ein Tor vorbereitet, aber mit Osako würde Werder viel Erfahrung und Kreativität verlieren. Und nicht zu vergessen: Mit acht Treffern war er vergangene Saison neben Milot Rashica bester Bremer Torschütze in der Bundesliga.

Andererseits: Auch in dieser Spielzeit hat es Osako nur selten geschafft, konstant sein Potenzial abzurufen – nicht mal in einzelnen Spielen. Sehr guten Anfangsphasen folgte des Öfteren ein komplettes Abtauchen. Trotzdem besitzt der Japaner spielerische Qualitäten wie kaum ein anderer Akteur im aktuellen Kader des SV Werder Bremen. Es wäre definitiv ein Wagnis, auf ihn im Kampf um den Klassenerhalt mit der sehr jungen Mannschaft künftig zu verzichten. Vor allem in dem Wissen, dass die Stürmer Niclas Füllkrug und Davie Selke ziemlich verletzungsanfällig und gerade erst dabei sind, sich zurückzumelden.

Finanziell wäre ein Transfer von Yuya Osako für Werder nicht hoch spannend, aber zumindest etwas entspannend, was das Finanzielle betrifft. Der Vertrag mit dem Spieler läuft noch bis 2022. Sein Marktwert wird vom Branchenportal „transfermarkt.de“ auf drei Millionen Euro geschätzt. Ob diese Summe zu Coronazeiten als Ablöse erreichbar ist, erscheint eher unwahrscheinlich. Aber auch zwei Millionen Euro würden Werder Bremen gewiss helfen – genauso wie das eingesparte Gehalt.

Wechselt Yuya Osako im Winter? Transfer könnte Finanzlage von Werder Bremen entspannen

Entscheidend wird natürlich sein, was Yuya Osako möchte. Seit sechseinhalb Jahren ist er in Deutschland, hat mit seiner Frau inzwischen zwei Kinder. Es deutet nichts daraufhin, dass er sich mit seiner Familie in Bremen nicht wohlfühlt. Er macht keinen unzufriedenen Eindruck, wenngleich es in diesen Zeiten gewiss nicht einfach sein dürfte, so weit weg von der Heimat und den Verwandten zu sein. Das wird eine Rolle spielen, wenn ein konkretes Angebot vorliegen sollte. Bislang sei noch alles ganz ruhig, hatte Clemens Fritz unlängst als Werders „Leiter Profifußball“ bezüglich eingehender Transferanfragen gesagt.

Die ganz große Eile ist aus Japan auch noch nicht zu erwarten. Die Saison wurde gerade beendet, die neue Spielzeit startet erst Ende Februar. Osako könnte vor einem Wechsel also noch ein paar Wochen in Bremen bleiben und dabei mithelfen, dass Werder Bremen dem Ziel Klassenerhalt weitere Schritte näher kommt. (kni) Auch interessant: Der Vertrag von Manager Frank Baumann beim SV Werder Bremen ist verlängert worden - die Details.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare