Yuya Osako schoss Werder Bremen gegen Jahn Regensburg mit seinem Treffer ins DFB-Pokal-Halbfinale.
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Yuya Osako schoss Werder Bremen gegen Jahn Regensburg mit seinem Treffer ins DFB-Pokal-Halbfinale.

Japaner besorgt Halbfinal-Einzug

Werder-Matchwinner Yuya Osako endlich mit Ausrufezeichen - Kohfeldt: „Er hat in Bremen ein schlechtes Standing“

Regensburg – Der Pass von Marco Friedl war schon gehobenes Niveau, weil punktgenau und perfekt getimed – was Yuya Osako dann allerdings folgen ließ, machte in der 52. Minute aus einer schönen eine traumhafte Szene, an deren Ende das so wichtige 1:0 für Werder Bremen stand. Wichtig für den Verein, weil es im Pokal-Viertelfinale beim SSV Jahn Regensburg am Ende der Siegtreffer war – und wichtig für Osako, weil der Stürmer nach einer für ihn bis dato komplizierten Saison endlich ein Ausrufezeichen gesetzt hatte.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt nahm das zum Anlass, seinen Stürmer nach der Partie mit deutlichen Worten gegenüber allen Kritikern in Schutz zu nehmen. „Das Tor freut mich für ihn, er hat es sehr gut gemacht“, lobte der Coach des SV Werder Bremen – und betonte: „Yuya Osako hat in Bremen leider ein sehr schlechtes Standing, und ich weiß nicht, warum das so ist. Schließlich hat er schon viele wichtige Tore für uns gemacht.“

Kohfeldt erinnerte an den Anschlusstreffer im Pokalhalbfinale gegen die Bayern vor zwei Jahren und hob hervor: „Auch in der Endphase der letzten Saison war Yuya derjenige, der wichtige Treffer für uns erzielt hat. Und jetzt macht er es wieder, indem er uns ins Halbfinale schießt.“

Florian Kohfeldt über Werder Bremen-Matchwinner Yuya Osako: „Hoffe, dass jetzt alle seinen Wert sehen“

Den Flugball von Friedl hatte Osako im Regensburger Strafraum von seiner Brust abtropfen lassen, um ihn dann im nächsten Moment mit dem rechten Fuß ins lange Eck zu zirkeln – eine einzige, fließende Bewegung war das, die zu Osakos erstem Saisontor führte und die deutlich machte, wofür der 30-Jährige stehen kann. Kurz darauf gab es dann aber einen Moment, der den anderen, den glücklosen Osako zeigte: In der 58. Minute ließ er eine Großchance zum 2:0 aus.

„Ich hätte mich gefreut, wenn er den auch noch gemacht hätte, dann hätten wir in den letzten Minuten ruhiger auf der Bank gesessen“, sagte Kohfeldt. Kritik am Stürmer, der zuletzt beim japanischen Nationalteam Selbstvertrauen gesammelt hatte, war das aber nicht. „Ich hoffe, dass jetzt endlich alle den Wert sehen, den Yuya für uns hat“, sagte Kohfeldt. Sein Formtief scheint Yuya Osako jedenfalls überwunden zu haben, was ihm auch in der Liga wieder mehr Spielzeit einbringen dürfte. Zur Erinnerung: In den vergangenen sechs Partien hatte Kohfeldt den Japaner bei Werder Bremen lediglich 25 Minuten spielen lassen. (dco) Auch interessant: Verfolgt das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen RB Leipzig im Liveticker der DeichStube - Beginn eine Stunde vor Anpfiff mit den Aufstellungen beider Mannschaften. Bitter für Werder Bremen - Ludwig Augustinsson fällt wohl verletzt aus!

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