In der Hinrunde verlor Yuya Osako nicht nur den Schlüssel zum Spiel von Werder Bremen, sondern auch den zu seinem eigenen. Ist er zu sensibel für den Abstiegskampf?
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In der Hinrunde verlor Yuya Osako nicht nur den Schlüssel zum Spiel von Werder Bremen, sondern auch den zu seinem eigenen. Ist er zu sensibel für den Abstiegskampf?

Japaner steckt in der Formkrise

Ist Werder-Stürmer Osako zu sensibel für den Abstiegskampf?

Palma – Über Yuya Osako hat Florian Kohfeldt in der Vergangenheit schon oft lobende Worte gefunden. Eines davon war „Schlüsselspieler“. Der Coach des SV Werder Bremen benutzte es, nachdem Osako beim 3:2 über den FC Augsburg am dritten Spieltag mit einem Tor-Doppelpack geglänzt hatte.

Allerdings verlor der Japaner danach den Schlüssel nicht nur zum Spiel des SV Werder Bremen, sondern auch zu seinem eigenen. Nur noch ein weiteres Tor gelang Yuya Osako im weiteren Verlauf der Hinrunde. 

Werder Bremen: Warum verharrte Yuya Osako konstant in seinem Leistungstief?

In der Rückrunde erwartet Sportchef Frank Baumann wieder deutlich mehr von dem Offensivspieler: „Yuya ist gefordert, sich wieder in die Verfassung zu bringen, in der er zu Anfang der Saison schon mal war. Dann kann er ein sehr wichtiger Faktor für uns sein.“ Allerdings begann das neue Jahr für den 29-Jährigen mit kleinen Problemen. Wegen eines Infekts verpasste er die ersten beiden Trainingstage auf Mallorca.

In der Hinrunde kam der Leistungsknick bei Yuya Osako mit einer Oberschenkelverletzung nach dem vierten Spieltag. Sieben Wochen fiel er deshalb aus. „Das hat ihn den Rhythmus gekostet“, sagt Baumann. Aber dass Osako letztlich bis zum Hinrundenende konstant im Tief blieb, ist mit der Verletzung nicht wirklich zu erklären. Möglicherweise stimmt, was dem 29-Jährigen seit dem Abstieg mit dem 1. FC Köln 2018 nachgesagt wird. Nämlich, dass er im Abstiegskampf abtaucht.

Werder Bremen: Yuya Osako verliert in Krisensituationen an Qualität

Kohfeldt hat mal gesagt, dass er mehr von Yuya Osako kenne als nur dessen gute Seiten. Und Baumann sagt es jetzt so: „Yuya hat auch in den letzten Wochen die Bälle gefordert, sich in den Zwischenräumen gezeigt. Die Aktion, die dann aber folgte, war nicht immer gut.“ Das sei aber auch „ein Stück weit der Situation an sich geschuldet“ gewesen. Was wiederum als Bestätigung gesehen werden kann, dass Osako, den Teamkollege Nuri Sahin mal als „sensiblen Spieler“ bezeichnet hatte, in Krisensituationen an Qualität verliert.

Dabei ist er einer der erfahrensten Profis im Bremer Kader. In seiner Heimat wird der 29-Jährige als Fußball-Held verehrt, er war Fußballer des Jahres in Japan (2018), hat an zwei Weltmeisterschaften teilgenommen (2014 und 2018). Doch ein Anführer ist er deshalb nicht. Baumann: „Man sollte Yuya nicht in eine Rolle drängen, die er nicht ausfüllen kann. In der Kabine ist er kein großer Faktor, da ist er sehr zurückhaltend.“ (csa)

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