+
Gut zuhören, der Chef spricht: Florian Kohfeldt hat in zehn Tagen Trainingslager viel mit seinen Jungs vor.

Werder Bremen im Trainingslager

Zillertal-Auftakt ohne einen der Wichtigsten

Zell – Einer fehlte! Als Werder Bremen am Donnerstagnachmittag im Trainingslager im Zillertal die erste Einheit absolvierte, war Niclas Füllkrug nicht dabei. Ausgerechnet er!

Füllkrug ist der bislang einzige prominente Neuzugang des Sommers. Füllkrug ist der Mann, mit und wegen dem Trainer Florian Kohfeldt das Offensivspiel modifizieren wird. Und Füllkrug ist der Mann mit der Vorgeschichte der drei Knorpelschäden im Knie. Doch mit Letzterem hatte sein Fehlen zum Auftakt nichts zu tun. Es war nur ein bisschen Schonung. Wenn es am Freitag erstmals auch um das Spielsystem gehen wird, „ist Niclas wieder dabei“, versprach Sportchef Frank Baumann. Füllkrug wird bei dem, was Coach Kohfeldt im Zillertal vorhat, ein wichtiger Faktor sein. Die Themen des Trainingslagers aus Sicht des Trainers:

Intensität

Die ersten Tage in Bremen waren intensiv. Drei Einheiten pro Tag – doch das reduziert sich im Zillertal. Zwei mal pro Tag bittet Coach Kohfeldt auf den Platz oder zu Stabilisierungübungen in eine der zwei zur Verfügung stehenden Trainingshallen – plus etwaige Sonderschichten im Fitnessraum des Hotels. Langweilig wird’s also auch so niemandem werden. Und der Spaß ist sowieso dabei – glaubt jedenfalls der Trainer. „Die Jungs haben alle ihr Hobby zum Beruf gemacht. Die dürfen jetzt zehn Tage lang Fußball spielen. Mir persönlich reicht das als Spaß“, lacht Kohfeldt.

Trainingsprogramm

Die Nationalspieler als Späteinsteiger müssen vielleicht noch die eine oder andere Ausdauerübung nachholen, ansonsten wird Kohfeldt im Zillertal schon sehr spezifisch mit den einzelnen Mannschaftsteilen arbeiten. „Wir haben aus der vergangenen Saison eine gute Basis im Offensiv- und im Defensivspiel“, sagt der Trainer. Das wird bis zum ersten Test am Sonntag aufgefrischt, mit Wiederholungsübungen. Anschließend wird der erste Schwerpunkt das Übergangssspiel sein. Kohfeldt: „Das heißt: Wie kommen wir ins letzte Drittel? Da haben wir in Max Kruse einen Spieler verloren, der das für uns intuitiv sehr gut gemacht hat. Jetzt müssen wir es anders lösen.“ Die Baustelle Mittelstürmer (siehe Extrapunkt) ist dabei ein spezielles Füll-krug-Thema.

Fotostrecke: So lief die erste Werder-Einheit im Zillertal

So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia
So lief die erste Trainingseinheit in Zell am Ziller.
So lief die erste Trainingseinheit von Werder Bremen in Zell am Ziller. © gumzmedia

In der Defensive wird vor allem Basisarbeit betrieben. „Es geht um das Verteidigen in der Grundordnung. Wir haben in der vergangenen Saison in der Summe einen Tick zu viel Gegentore (49, nur fünf Teams haben noch weniger kassiert, d. Red.) bekommen“, meint der 36-Jährige.

Mittelstürmer

Werder agiert wieder mit einem echten Mittelstürmer. Füllkrug ist der Mann für den Strafraum, soll mit Vorlagen gefüttert werden. Das in den vergangenen Jahren auf Max Kruse zugeschnittene Bremer Spiel wird sich verändern. „Auf die Position Mittelstürmer werden wir vom ersten Tag an eingehen“, sagt Kohfeldt, „denn es ist nun mal etwas anderes. Mit vielen Vorteilen, aber auch mit ein, zwei Dingen, die wir auffangen müssen.“ Das mit dem ersten Tag hat zwar wegen Füllkrugs Abwesenheit nicht geklappt, aber ab Freitag geht es los. Kohfeldt ist sich jedenfalls sicher, dass Füllkrugs Fitness kein Problem sein wird. Vor dem Abflug nach Österreich hatte er gesagt: „Niclas hat bislang alles durchtrainiert, jede Einheit gemacht. Das Knie reagiert überhaupt nicht. Das ist sehr erfreulich.“

Testspieltermine

Zwei Testspieltage hat Coach Kohfeldt für die Zeit im Zillertal angesetzt. Am Sonntag steht ein Blitzturnier gegen den österreichischen Erstliga-Aufsteiger WSG Wattens aus Tirol sowie gegen den deutschen Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC auf dem Programm. Die Partie gegen Zweitligist Darmstadt 98 bildet am 13. Juli den Abschluss des Trainingslagers. Neu dabei: Gespielt wird nicht am späten Nachmittag oder frühen Abend, sondern in der Mittagshitze. Wieso? Kohfeldt erklärt: „Wir haben das für den ersten Teil der Vorbereitung umgestellt. Wir sehen den Vorteil, dass man nachmittags noch Spieler nachbelasten kann, die vormittags konditionell nicht das erreicht haben, was sie erreichen sollten. Und: der ganze Nachmittag kann für Regeneration und Pflege genutzt werden. Am nächsten Morgen haben die Jungs frei und können ausschlafen.“

Teamevent

Ein Tag ohne Fußball (oder wenigstens fast ein Tag) gehört bei zehn Tagen Trainingslager dazu. Auch in diesem Jahr. Doch was diesmal auf dem Programm steht, ist noch geheim. Nur soviel: Ein wie im letzten Jahr von Max Kruse initiiertes Fahrsicherheitstraining wird es nicht geben. „Max ist nicht mehr bei uns, also fällt das schon mal aus“, meint Kohfeldt, der die Gestaltung des Teamevents möglicherweise auch in die Hände von Andreas Marlovits gibt. Der Team-Psychologe ist während der gesamten Zeit im Trainingslager dabei.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare