Die DFL hat sich auf ein Worst-Case-Szenario festgelegt. Schlecht für Werder Bremen: Es soll auch im Falle des Saisonabbruchs einen Meister und zwei Absteiger geben.
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Die DFL hat sich auf ein Worst-Case-Szenario festgelegt. Schlecht für Werder Bremen: Es soll auch im Falle des Saisonabbruchs einen Meister und zwei Absteiger geben.

Kommentar von DeichStuben-Reporter Björn Knips

Kommentar: Schlimm, was sich die DFL zutraut - der SV Werder Bremen muss sich wehren!

Ein Kommentar von Björn Knips. Wenn die DFL eines gut kann, dann dies: Angst schüren! Erst drohte sie der Öffentlichkeit mit einer Pleitewelle der Clubs der Millionäre und nun schmiedet sie für ihre aktuell schwächsten Mitglieder wie zum Beispiel den SV Werder Bremen auch noch ein Damoklesschwert, das schärfer kaum sein könnte.

Der Abstieg kann die Kellerkinder der beiden Bundesligen jederzeit erwischen. Egal, wie viele Spiele noch ausstehen. Wird die Saison abgebrochen, dann sind sie weg. Mehr Angstmacherei geht nicht!

Eine Vorsichtsmaßnahme soll das sein. Denn die DFL traut ihren eigenen Mitgliedern zu, ein Saisonende zu provozieren, um die Klasse zu halten. Es wird also tatsächlich befürchtet, dass sich Vereine absichtlich mit dem Coronavirus infizieren. Wie unerträglicher will sich der Fußball eigentlich noch machen? Hat die viel zu frühe Forderung nach einer Sonderrolle für Geisterspiele ohne Rücksicht auf die Gesellschaft nicht ausgereicht?

Zumal das aktuelle Ansinnen auch noch einen Haken hat: Es animiert die gesicherten Clubs, sich mit einem provozierten Saisonabbruch aller Abstiegssorgen zu entledigen. Auch die Meisterschaft ließe sich so nach dem Sprung an die Tabellenspitzen ergaunern. Als gut geführtes oder sogar börsennotiertes Unternehmen wäre es vielleicht sogar die Pflicht der Verantwortlichen so zu handeln. Zumindest würde anschließend versucht, es entsprechend zu verkaufen. Schließlich geht es nur noch ums Verkaufen.

Zwangsabstieg? Werder Bremen sollte sich das nicht gefallen lassen

Die DFL hat mit ihrem Plan einmal mehr offenbart, wie verkommen der Profi-Fußball inzwischen ist. Die 36 Mitglieder haben allerdings noch die Chance, diesen Irrsinn zu stoppen. Sie können beweisen, dass sie nicht nur von Fair Play und sportlichem Wettbewerb reden, sondern auch daran glauben und entsprechend handeln. Es ist vielleicht die letzte Chance, noch einmal so etwas wie Solidarität in diesen Laden zu bekommen. Doch die Angst ist groß, dass Einzelinteressen der Clubs das wieder einmal verhindern werden.

Der SV Werder Bremen sollte sich das diesmal nicht gefallen lassen und nicht wieder klein beigeben, sondern auch mal rechtliche Schritte prüfen. (kni)

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