Niclas Füllkrug war mit zwei Toren der Matchwinner des SV Werder Bremen gegen Dynamo Dresden. Mit der Leistung war er aber nicht wirklich zufrieden.
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Niclas Füllkrug war mit zwei Toren der Matchwinner des SV Werder Bremen gegen Dynamo Dresden. Mit der Leistung war er aber nicht wirklich zufrieden.

Zwei Tore bei Werders 2:1-Sieg

Der mahnende Matchwinner: Niclas Füllkrug schießt Werder zum Heimsieg gegen Dresden, ist aber nicht zufrieden

Bremen – Er war der Mann des Nachmittags, ohne Frage war er das. Schließlich hatte Niclas Füllkrug den SV Werder Bremen am Sonntag mit einem Doppelpack zum so wichtigen 2:1-Heimsieg gegen Dynamo Dresden geschossen. Doch der 29-Jährige war nach dem Schlusspfiff noch etwas – nämlich enorm unzufrieden mit dem Auftritt seines Teams.

„Wir müssen viel klarer sein hier zu Hause. Das haben wir zu analysieren, und ich hoffe, dass wir es dann auch wirklich mal besser machen“, betonte ein genervter Niclas Füllkrug, dessen Mannschaft gegen die vom Abstieg bedrohten Dresdner in der Tat große Probleme gehabt hatte. Am Ende ging für Werder Bremen zwar alles gut, doch Füllkrug fühlte sich an den ebenfalls durchwachsenen Heimauftritt gegen Ingolstadt erinnert, nach dem die Bremer vor zwei Wochen mit einem mauen 1:1 hatten leben müssen. „Diese Spiele müssen wir einfach klarer gestalten“, forderte der Stürmer, der sich nicht nur verbal am TV-Mikrofon nach dem Duell gegen Dynamo Dresden, sondern bereits im Laufe der komplizierten 90 Minuten zuvor einmal mehr als echter Führungsspieler gezeigt hatte.

Werder Bremen: Niclas Füllkrug erzielt gegen Dynamo Dresden seine ersten Tore in der ersten Halbzeit

Nachdem die Bremer die Anfangsphase des Spiels völlig verschlafen hatten und in Rückstand geraten waren, war es Niclas Füllkrug, an dem sich seine Teamkollegen aufrichten konnten. Nahezu jeder Angriff des SV Werder Bremen lief über den Stürmer, der zum einen als Ballverteiler mit klugen Pässen und zum anderen als eiskalter Vollstrecker auffiel. Mit seinem Doppelpack (16./45.) drehte Füllkrug noch vor der Pause das Spiel. Es waren seine Saisontreffer Nummer zwölf und 13.

Kurios: Erstmals überhaupt war der Angreifer in dieser Saison vor der Halbzeitpause erfolgreich. Einen Spezialauftrag von Trainer Ole Werner, doch endlich mal früher zu treffen, hatte es für Füllkrug dabei nicht gegeben. „Das gehört nicht zu den Dingen, die ich mit meinen Spielern bespreche“, schmunzelte Werner und hielt mit Blick auf seinen Stürmer fest: „Niclas hat in unserer besten Phase seine Tore gemacht. Das zeigt, was für ein wichtiger Spieler er für uns ist.“

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Werder Bremen: Niclas Füllkrug war nach Rückstand gegen Dynamo Dresden sicher, „dass wir zurückkommen“

In Durchgang zwei trat dann zwar auch Niclas Füllkrug nicht mehr sonderlich gefährlich in Erscheinung, half als ständiger Antreiber aber dabei mit, dass Werder Bremen den knappen Sieg letztlich über die Zeit rettete.

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Bei aller Kritik am Auftritt seines eigenen Teams – einen positiven Aspekt fand Füllkrug dann übrigens doch noch. „Trotzdem steht man auf dem Platz und ist sich relativ sicher, dass wir zurückkommen. Das ist das Gute an der Sache“, sagte der Mann, der maßgeblichen Anteil daran getragen hatte und es in den vergangenen sieben Spielen nun auf beachtliche acht Tore bringt. Dass Niclas Füllkrug in dieser Saison bis zum elften Spieltag auf sein erstes Tor hatte warten müssen, erscheint angesichts seiner aktuellen Quote wie ein Fakt aus lange, lange vergessenen Zeiten. (dco)

Christian Groß ist Werders unscheinbarer Antreiber - ohne ihn sammelten die Bremer im Schnitt nur 0,8 Punkte pro Spiel, mit ihm 2,2!

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