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Wurde nach seinem Rücktritt in Köln als Nachfolger von Thomas Schaaf gehandelt: Holger Stanislawski

Nach Rücktritt in Köln

Eichin dementiert Gespräche mit Stanislawski

Bremen - Ist die Phase des Suchens schon vorbei? Läuft bereits die Phase der Verhandlung? Thomas Eichin, Sportchef bei Werder Bremen, hat nach dem missglückten Saisonabschluss beim 1. FC Nürnberg (2:3) bestätigt, dass er sich bereits auf einen Kandidaten für die Neubestzung des Trainerpostens konzentriert.

„Wäre ja bescheuert, wenn nicht“, meinte Eichin, der in den Tagen zuvor bereits eingeräumt hatte, dass sich die Bremer Geschäftsführung auf einen „Wunschkandidaten“ geeinigt habe. Holger Stanislawski ist damit allerdings nicht gemeint. Eichin wies Gerüchte um eine bevorstehende Verpflichtung des 43-Jährigen zurück. „Ich habe nicht mit ihm gesprochen“, sagte Eichin im Aktuellen Sportstudio des ZDF, ohnehin hätte er „doch schon abgesagt“.

Die Einzelkritik zum Spiel in Nürnberg

Einzelkritik: De Bruynes würdevoller Abschied

Sebastian Mielitz: Nur einmal – bei einem Versuch von Mendler (47.) – zeichnete er sich aus. Ansonsten war es ein Spiel, wie es der Schlussmann in der Saison im doppelten Dutzend erlebt hat. Gegentore satt. In Nürnberg war Mielitz beim ersten chancen-, beim zweiten glück- und beim dritten reaktionslos, als er die Vorlage auf Pekhart durch den Fünfmeterraum sausen ließ. Note 4,5 © Nordphoto
Theodor Gebre Selassie: Nach drei Spielen zurück in der Startelf. Aber Gebre Selassie bestätigte nur die negativen Eindrücke der gesamten Saison und beschloss die Spielzeit mit einer blassen, fehlerbehafteten Leistung. Wieso er beim 1:2 in Deckung ging, statt einzuschreiten? Sein Geheimnis. Note 5 © Nordphoto
Sebastian Prödl: Sorgte für ein Schmankerl, als er den Ball auf das Tribünendach drosch. Beim Nürnberger Ausgleich kam er gegen Nilsson einen Tick zu spät. Insgesamt wie alle anderen ohne Rezept gegen die Stärke des Gegners bei Standards. Note 4 © Nordphoto
Assani Lukimya: Vertrat den verletzten Sokratis in der Innenverteidigung. In der weitgehend beschäftigungsfreien ersten Halbzeit fiel er fast überhaupt nicht auf. Nach der Pause stieg die Intensität der Partie, und Lukimya kam nicht immer mit. Speziell nicht bei der Entstehung des 1:3. Note 5 © Nordphoto
Aleksandar Ignjovski: Gewohnt engagiert, aber nur selten mit der gewünschten Wirkung. Auch Ignjovski war beim 1:3 nicht im Bilde. Note 4 © Nordphoto
Felix Kroos: In der wiederbelebten Mittelfeldraute spielte er einen ganz passablen Part als einziger defensiver Mittelfeldspieler. Note 3 © Nordphoto
Clemens Fritz: Im rechten Mittelfeld aufgeboten, mühte er sich redlich, lief am meisten (11,84 Kilometer) gewann die meisten Zweikämpfe (15), setzte aber nach vorne keine Akzente. Note 3,5 © Nordphoto
Zlatko Junuzovic (bis 67.): War bis zur Pause gemeinsam mit Kevin De Bruyne der Motor des Bremer Spiels. Junuzovic lieferte mit einem schönen Pass die Vorlage zur Führung, vergab aber auch die Chance zum 2:0 (52.). Note 3 © Nordphoto
Kevin De Bruyne: In seinem letzten Spiel für Werder zeigte er nochmal alles. Der FCN bekam den Belgier nie in den Griff. Von seinen acht Torschüssen waren zwei drin. Er wird Werder in der kommenden Saison fehlen, keine Frage. Note 2 © Nordphoto
Joseph Akpala (bis 86.): Dritter Startelf-Einsatz der Saison, aber wieder eine schwache, biedere Vorstellung. Note 5 © Nordphoto
Nils Petersen: Nur Nuancen besser als Akpala, weil er engagierter wirkte. Zudem hätte Petersen einen Elfmeter verdient gehabt, als er von FCN-Schlussmann Schäfer von den Beinen geholt worden war (55.). Ging mit dem Makel von 1 073 torlosen Minuten aus der Saison. Note 4 © Nordphoto
Lukas Schmitz (ab 67.): Fand nicht mehr in die Partie. Note - © Nordphoto
Aleksandar Stevanovic (ab 84.): Zweiter Saisoneinsatz für den 21-Jährigen. Note - © Nordphoto
Johannes Wurtz (ab 86.): In seinem zweiten Bundesliga-Auftritt lieferte er noch die Vorlage zum 2:3. Note - © Nordphoto

Stanislawski hatte am Samstag überraschend seinen Rücktritt zum Saisonende beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Köln bekannt gegeben. Danach kamen sofort Gerüchte auf, er könnte damit seinen Wechsel zu Werder vorbereiten. Allerdings hatte Stanislawski bereits vergangene Woche direkt nach dem Abschied von Schaaf gesagt, er werde „definitiv“ nicht in Bremen Trainer werden. Eichin betonte, er wolle nicht ständig „Wasserstandsmeldungen“ zur Trainersuche abgeben. Nur soviel machte der 46-Jährige deutlich: „Wir werden keinen Trainer holen, der sagt: 'Ich brauch den und den Spieler'. Er muss ein bodenständiger Mensch sein und nach Bremen passen.

csa/sid

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