Vor Werder gegen Bochum

Werder-Verteidiger Milos Veljkovic räumt Fehler ein: „Wir müssen als Mannschaft besser stehen“

Bremen – Keine Frage, die Zahl stört Milos Veljkovic, sogar gehörig, aber das muss sie nun mal auch. Zehn Gegentore hat der SV Werder Bremen an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen bereits kassiert. Ein Wert, mit dem ein Abwehrspieler natürlich nicht zufrieden sein kann. „Wir müssen hinten künftig besser stehen“, fordert Veljkovic deshalb vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenletzten VfL Bochum (Samstag, 15.30 Uhr) – und nimmt dabei ausdrücklich das gesamte Team in die Pflicht.

„Es geht darum, es als Mannschaft aufzufangen, nicht nur wir Spieler hinten, sondern alle“, sagt Milos Veljkovic. Natürlich sei die letzte Reihe dafür zuständig, dass „die Bude dicht bleibt“, betont der 25-Jährige, dem während der jüngsten 3:4-Heimniederlage des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt selbst einige Fehler unterlaufen waren: „Dafür übernehmen wir auch die Verantwortung“. Verteidigen gehe aber schon im eigenen Ballbesitz los. „Mit Ball können wir es noch besser machen. Wir müssen ihn ruhig in den eigenen Reihen halten und zum Abschluss kommen. Verlieren wir den Ball zu einfach, laufen wir in Konter“, weiß Veljkovic.

Dessen Team hat vor allem gegen Frankfurt eiskalt zu spüren bekommen, dass in der Bundesliga Fehler direkt bestraft werden. Während der Analyse im Nachgang des Spiels seien die Unzulänglichkeiten offen angesprochen worden, bereits am kommenden Spieltag will Werder in der Defensive wieder ein besseres Gesicht zeigen.

Werder Bremen-Profi Milos Veljkovic über die jüngsten Tor-Spektakel: „Für die Fans sind das super Spiele“

Dass die Mannschaft grundsätzlich in der Lage dazu ist, einen Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten, hat sie in der laufenden Saison bereits bewiesen. Beim 3:2-Erfolg in Dortmund gab es zwar auch zwei Gegentore, die allerdings beide aus Distanzschüssen resultierten und der großen Effizienz des BVB geschuldet waren. Darüber hinaus hatten die Bremer nicht viel zugelassen. „Für die Werder-Fans sind das super Spiele, aber für uns gilt es, noch weniger Fehler zu machen“, sagt Milos Veljkovic. „Wir haben genug Bundesliga-Erfahrung im Kader und wissen, wie es abläuft.“ 133 Mal stand der Verteidiger bisher selbst im Oberhaus auf dem Platz. Vor der laufenden Saison hat sich seine Rolle in Werder Bremens Defensive noch einmal verändert. Nach dem Abgang von Kapitän Ömer Toprak ist es nun Veljkovic, der die zentrale Position in der Dreierkette bekleidet.

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den VfL Bochum aussehen!

„Ich kannte diese Rolle schon aus dem Nationalteam“, sagt der serbische Auswahlspieler, der während der WM-Qualifikation als zentraler Innenverteidiger aufgelaufen war. „Es ist eine Position, auf der man Verantwortung übernehmen muss. Ich versuche, die Spieler neben mir besser zu machen und zu führen“, sagt Milos Veljkovic – und fügt an: „Das Gleiche versuchen sie bei mir.“

Milos Veljkovic sieht sich mit Werder Bremen gegen den VfL Bochum nicht in der Favoriten-Rolle: „Wir müssen aufpassen“

Davon, dass der kommende Gegner aus Bochum noch punktlos Tabellenletzter ist, will sich Milos Veljkovic nicht blenden lassen. Die Favoritenrolle beansprucht er für Werder Bremen deshalb nicht. „Bochum spielt keinen schlechten Fußball, nur spiegelt sich das bisher nicht in den Resultaten wider. Wir gehen mit breiter Brust ins Spiel und wollen gewinnen, müssen aber auch aufpassen“, betont der Werder-Profi, der übrigens nichts dagegen hätte, sollte am Deadline-Day noch ein neuer Mitspieler am Osterdeich aufschlagen.

„Jeder im Verein würde es begrüßen, wenn es noch eine Bereicherung für die Mannschaft geben sollte. Egal, auf welcher Position“, sagt Veljkovic, will diesen Satz aber nicht als Forderung verstanden wissen. „Wenn keiner mehr kommt, haben wir auch so einen guten Kader. Das haben wir an den ersten Spieltagen auch schon gezeigt.“ Und das soll auch in Bochum für Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) wieder sichtbar sein. (dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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