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Werder U19 um Kapitän Jean-Manuel Mbom lieferte sich gegen den Hamburger SV ein spannendes Duell.

Saisonfinale in der A-Jugend-Bundesliga

Werders U19 verpasst den Titel und zerstört HSV-Traum

Bremen - Gekämpft und gehofft, doch am Ende reichte es nicht: Die U19 des SV Werder Bremen hat am letzten Spieltag verpasst, sich für die Bundesliga-Playoffs zu qualifizieren.

Das Team von Trainer Marco Grote hat sich am Samstag mit einem 2:2 (0:1) vom Hamburger SV getrennt, hätte aber gewinnen und auf Schützenhilfe des Niendorfer TSV hoffen müssen. Dort war Hertha BSC zu Gast. Die Berliner gewannen das Parallelspiel aber mit 2:0 und damit hatten sich die Bremer Hoffnungen auf den Einzug in die Bundesliga-Endrunde ad acta gelegt.

Dabei hätte es im Saisonfinale spannender nicht sein können. Die Konstellation vor dem letzten Spieltag: Der HSV führt mit 58 Punkten die Tabelle an, die Hertha ist Zweiter mit 57 Punkten und Werder ist auf Platz drei - auch mit 57 Punkten, aber einem schlechteren Torverhältnis. Bei einem eigenen Sieg und gleichzeitigen Nicht-Sieg der Berliner wäre Werder in die Playoffs eingezogen.

Werder liegt zur Pause hinten

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte erwischte Hamburg den etwas besseren Start. So musste Luca Plogmann nach acht Minuten das erste Mal parieren. Marco Drawz zog aus 18 Metern ab. Wenige Minuten später sah Werders Schlussmann dann nicht ganz so gut aus. Bei einer Freistoßflanke kam Plogmann aus dem Tor, aber Patrick Pfeiffer war kurz vor dem Fünfer eher am Ball und köpfte zur Führung der Gäste (20.).

Es war ein kleiner Weckruf für die Bremer, die jetzt mutiger nach vorne spielten. In der 23. Minute bediente Jean-Manuel Mbom den völlig freistehenden Simon Straudi. Der Mittelfeldmann zog knapp übers Tor. Kurz vor der Pause hatte Justin Plautz den Ausgleichstreffer auf dem Fuß. Aber auch er verfehlte (45.).

Last-Minute-Treffer kostet Hamburg die Meisterschaft

Kurz nach dem Seitenwechsel hatte Jan-Fiete Arp die Chance zum 2:0. Der HSV-Stürmer kam im Sechzehner frei zum Schuss. Plogmann wehrte den Ball aber mit dem Fuß ab (49.). Werder gelang später der Ausgleich durch Luc Ihorst (73.). Die Freude hielt aber nicht lange an. In der 76. Minute traf Hamburg zum 1:2. Erst parierte Plogmann gegen Arp, dann landete der Ball nach einem Gewusel im Fünfer irgendwie im Tor.

Kurze Zeit später war es wieder Arp, der für Furore sorgte. Der Torjäger setzte sich erst stark gegen Werders Defensive durch und lief wieder alleine auf Plogmann zu. Der Keeper war aber blitzschnell unten und hielt bärenstark (81.). Werder gab am Ende nochmal alles und belohnte sich für einen großartigen Kampf mit einem Last-Minute-Tor. David Philipp verwandelte einen Freistoß aus 20 Metern direkt und zerstörte damit jeglichen Traum des HSV, der durch den 2:2-Endstand den Einzug in die Bundesliga-Playoffs verpasste - und der glückliche Gewinner heißt Hertha BSC.

Werder U19: Plogmann - Rorig (69. Ilhorst), Rieckmann (46. Hoppe), Lewald, Plautz - Gruev, Straudi, Mbom, Hackethal, Philipp - van den Berg

Hier geht's zum Liveticker der Werder-Profis gegen Leverksen

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