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Max Kruse mit einem Stoßgebet gen Himmel? Gegen den 1. FC Nürnberg hat Werder Punkte liegen lassen.

Nach Remis gegen Nürnberg

Kruse: „Lücke zwischen Anspruch und Realität ist viel zu groß“

Bremen - Glücklich sah er nicht aus, dieser Max Kruse, als er am Montagmorgen den Medienraum des Weserstadions betrat. Frustriert und übermüdet, diese Attribute trafen eher auf den 30-Jährigen zu. Was auch kein Wunder war. Schließlich hatte der Kapitän nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Nürnberg eine kurze Nacht gehabt, weil er mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht einverstanden war.

„Bei allem Respekt vor Nürnberg, Heimspiele gegen einen Aufsteiger müssen wir einfach gewinnen“, sagte Kruse, der so recht noch keine Erklärung dafür liefern konnte, weshalb Werder nach guten ersten 30 Minuten mehr und mehr nachgelassen hatte. Sein Ansatz: „Es kann sein, dass noch nicht alle Spieler diese Siegermentalität verinnerlicht haben, aber das sollte so langsam passieren. Schließlich hat der Trainer das vom ersten Tag an uns herangetragen.“

Ein bisschen kurios ist es ja schon: Im Vorjahr hatte Werder zwölf Spieltage für fünf Punkte gebraucht, nun stehen sie schon nach drei auf dem Konto - und trotzdem ist Enttäuschung das vorherrschende Gefühl im und um den Verein. „Das liegt an der ambitionierten Zielsetzung, die wir jetzt haben“, sagte Kruse - und hob hervor: „Da ist die Lücke zwischen Anspruch und Realität noch viel zu groß.“

Kruse unzufrieden

Werder will nach Europa, das hatte der Club vor dem Saisonstart überraschend mutig formuliert und damit die Erwartungshaltung innerhalb des Teams und vor allem im Umfeld in die Höhe geschraubt. „Dafür muss einfach mehr kommen“, forderte Kruse. Ein Appell, den der Kapitän ausdrücklich auch an sich selbst richtete: „Wenn ich nach drei Spielen noch ohne Scorerpunkt dastehe, kann ich nicht zufrieden sein. Ich muss auf dem Platz mehr die Mitte halten. Das hat mir der Trainer auch schon gesagt.“

Am Mittwoch wird sich die Mannschaft treffen, um das 1:1 gegen Nürnberg aufzuarbeiten. „Bis dahin sollte sich jeder für sich Gedanken machen, was da passiert ist“, sagte Kruse, der damit bereits in der Nacht nach dem Spiel begonnen hatte.

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Werder Bremen gegen 1. FC Nürnberg
Werder Bremen gegen 1. FC Nürnberg © dpa
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