Werder-Trainer Florian Kohfeldt ist unzufrieden mit der bisherigen Anwendung des Videobeweises.
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Werder-Trainer Florian Kohfeldt ist unzufrieden mit der bisherigen Anwendung des Videobeweises.

„Der Schiri muss der Chef bleiben“

Kohfeldt schlägt Zeitlimit beim Videobeweis vor

Bremen - Am Wochenende war Florian Kohfeldt gleich zwei Mal davon betroffen – vom umstrittenen Videobeweis.

Und der Werder-Coach gibt zu: „Bei unserem Tor habe ich mich erst gefreut und dann eine Minute Angst gehabt, ob der Videoassistent noch irgendwo etwas findet. Das kann doch nicht bei jedem Tor so sein. Das ärgert mich. Lasst den Schiedsrichter den Chef sein.“ Kohfeldt wünscht sich ein gewisses Umdenken beim Einsatz des Videoassistenten und hat auch eine Idee.

„Vielleicht könnte es ein Zeitlimit geben. Die Videoassistenten bekommen 20 Sekunden. Wenn sie in der Zeit nichts gefunden haben, dann war es das“, schlägt Kohfeldt vor. Ihn nervt es, dass inzwischen „jede Kleinigkeit überprüft wird, dann findet man immer etwas“. Da würde sich der 35-Jährige mehr Zurückhaltung und vor allem mehr Vertrauen in den Schiedsrichter auf dem Platz wünschen. Gleichzeitig seien dann auch die Trainer in der Pflicht, die Entscheidungen zu akzeptieren und nicht nach einem Spiel selbst auf die Suche zu gehen, um eine strittige Sequenz zu finden.

Kohfeldt fordert mehr Nachspielzeit

Aber würde das wirklich funktionieren? „Die perfekte Lösung habe ich auch nicht“, sagt Kohfeldt. Es ist eben schwierig, wie der Videoassistent richtig eingesetzt wird. Unabhängig davon gibt es bei Kohfeldt allerdings noch ein anderes Ärgernis – und wieder geht es um die Zeit. Im Heimspiel gegen Hannover seien nur drei Minuten nachgespielt worden, obwohl jeder Videobeweis schon mindestens 90 Sekunden gedauert hätte. Dazu gab es noch Verletzungen und Auswechslungen.

„Wir alle müssen von dem alten Denken wegkommen, dass es im Fußball nur zwei, drei Minuten Nachspielzeit gibt – und wenn es vier sind, dann bedeutet das schon ganz viel“, so Kohfeldt. Bei einer WM würde das doch auch funktionieren, erinnert sich der Trainer und fügt noch an: „Wir gehen doch ins Stadion, um Fußball zu sehen, also eine ordentliche Nettospielzeit.“

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