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Sandro Wagner sorgte im Nachschuss für das Tor.

1:1 – Bremer kommen im Abstiegskampf weiter nur langsam voran

Werders wackliger Gang die Kellertreppe hinauf

Bremen - Von Arne Flügge. In die Freude, auch im siebten Spiel in Folge nicht verloren zu haben, mischte sich bei Spielern und Verantwortlichen von Werder Bremen nach dem 1:1 (0:0) am Samstagabend gegen Schalke 04 auch ein wenig die Enttäuschung, im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga den angestrebten Big Point nicht gesetzt zu haben.

Nachdem die direkten Konkurrenten am Nachmittag Federn gelassen oder sich die Punkte gegenseitig weggenommen hatten, war für Werder mit einem Sieg gegen Schalke der Weg frei gewesen, den Vorsprung auf Relegationsplatz 16 auf acht Punkte zu erhöhen. So aber bleibt es bei sechs Zählern – ein ordentliches, längst aber noch nicht beruhigendes Polster. „Wir haben einen Riesenschritt nicht machen können“, seufzte Werder-Sportchef Klaus Allofs auch angesichts der Großchance seines Spielers Clemens Fritz, der in der 85. Minute frei vor Manuel Neuer auftauchte, allerdings am Schalker Torwart scheiterte: „Uns fehlt im Moment noch, auch aus wenigen Chancen Tore zu machen.“

Werder Bremen - Schalke 04 1:1

Werder Bremen - Schalke 04 - 1:1

Werder Bremen misslang mit dem Remis der ersehnte Befreiungsschlag im Bundesliga-Abstiegskampf. Vor 40.500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion erzielte Sandro Wagner (59. Minute) mit einem im Nachschuss verwandelten Foulelfmeter das 1:0. Der Schalker Konter ließ aber nicht lange auf sich warten. Dem eingewechselten Edu gelang der leistungsgerechte Ausgleich (64.). © nordphoto
Werder Bremen misslang mit dem Remis der ersehnte Befreiungsschlag im Bundesliga-Abstiegskampf. Vor 40.500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion erzielte Sandro Wagner (59. Minute) mit einem im Nachschuss verwandelten Foulelfmeter das 1:0. Der Schalker Konter ließ aber nicht lange auf sich warten. Dem eingewechselten Edu gelang der leistungsgerechte Ausgleich (64.). © dpa
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Werder Bremen misslang mit dem Remis der ersehnte Befreiungsschlag im Bundesliga-Abstiegskampf. Vor 40.500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion erzielte Sandro Wagner (59. Minute) mit einem im Nachschuss verwandelten Foulelfmeter das 1:0. Der Schalker Konter ließ aber nicht lange auf sich warten. Dem eingewechselten Edu gelang der leistungsgerechte Ausgleich (64.). © nordphoto
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Der Sieg wäre unterm Strich aber nicht verdient gewesen. Denn nachdem Stürmer Sandro Wagner die Bremer in der 59. Minute per Elfmeter-Nachschuss – Neuer hatte den ersten Versuch pariert – mit 1:0 in Führung gebracht und der eingewechselte Edu nur vier Minuten später per Kopf das 1:1 erzielte hatte, war Schalke dem Erfolg näher als Werder. „Die Mannschaft hat nach dem 0:1 hervorragend reagiert. Und wir waren nach dem 1:1 dicht dran, das Spiel für uns zu entscheiden“, urteilte S04-Coach Ralf Rangnick, nachdem zweimal Julian Draxler und einmal Superstar Raul die Schalker Drangperiode nicht zu einer Führung nutzen konnten. Eine Phase der Partie, die Bremens Trainer Thomas Schaaf freilich gar nicht schmeckte. „Das Spiel spiegelt unsere Situation wider: Wir machen vieles richtig, gehen in Führung, machen dann aber noch zu viele Fehler, um den Erfolg für uns einzufahren. Wir müssen einfach noch eine Schippe drauflegen, damit das, was wir gut machen, endlich auch überwiegt und wir die Spiele gewinnen“, forderte der 49-Jährige.

Die Noten der Spieler

Die Noten der Werder-Spieler

Es sollte endlich wieder ein Heimsieg her.... © nordphoto
... Stimmung in der Ostkurve © nordphoto
Arnd Zeigler und Christian Stoll sind Stadionsprecher bei Werder Bremen. © nordphoto
Die Anspannung ist Thomas Schaaf anzusehen.... doch am Ende reicht es nicht zum Sieg - ein Punkt immerhin. Jetzt zu den Noten... © nordphoto
Tim Wiese: Der Torwart rettete zweimal gegen Raul (10./25.) und einmal gegen Draxler (70.). Note 2 © nordphoto
Clemens Fritz: Als Rechtsverteidiger zunächst mit viel Defensivaufgaben betreut. Rückte später ins Mittelfeld und hatte die große Chance zum Siegtreffer – die er aber vergab. Note 3 © nordphoto
Per Mertesacker: Das vermeintliche Foul an Schalke-Keeper Neuer (10.) quittierte der 26-Jährige mit einem Kopfschütteln. Verrichtete seine Arbeit ordentlich, allerdings stimmte beim 1:1 die Abstimmung mit Petri Pasanen nicht. Note 3 © nordphoto
Alles diskutieren mit Schiedsricher Knut Kircher half nichts... © nordphoto
Petri Pasanen: Immer präsent, zweikampf- und kopfballstark. Ein gutes Spiel des Innenverteidigers, das nur dadurch getrübt wurde, dass sein Tor nicht zählte (10.) und dass er sich vor dem 1:1 zu sehr auf „Merte“ verlassen hatte. Note 2,5 © nordphoto
Mikael Silvestre: Eine unauffällige Partie auf der linken Abwehrseite. Am 1:1 nicht ganz schuldlos, weil er zu weit rausrückte. Note 4 © nordphoto
Torsten Frings: Räumte viel ab, brachte die meisten Standards vors Tor – im Spiel nach vorn ansonsten unauffällig. Note 3,5 © nordphoto
Wesley (bis 72.): Der Brasilianer absolvierte ein großes Laufpensum, spielt aber weiterhin unglücklich. Hinderte Uchida vor dem 1:1 nicht an der Flanke. Note 4 © nordphoto
Tim Borowski: Eine ordentliche Leistung im Mittelfeld, in dem er viel Defensivarbeit verrichtete. Scheiterte in der 14. Minute an Neuer. Note 3,5 © nordphoto
Marko Marin: Im offensiven Mittelfeld mit sehr viel Einsatz. Versuchte unermüdlich, die Schalker Defensive zu knacken... © nordphoto
Auch wenn’s nicht immer gelang, war er ein ständiger Unruheherd. © nordphoto
Hatte Pech mit einem Distanzschuss (54.). Note 2,5 © nordphoto
Claudio Pizarro (bis 74.): Kein glücklicher Auftritt des Peruaners, der zwar viel arbeitete, sich aber keine Chance herausspielte. Holte allerdings den Elfmeter (58.) heraus. Note 4 © nordphoto
Sandro Wagner: Zeigte viel Leidenschaft – auch wenn nicht alles gelang. Sorgte per Elfmeter im Nachschuss für die 1:0-Führung. Note 3 © nordphoto
Dominik Schmidt (ab 72.): Sollte am Ende die Defensive stärken. Note - © nordphoto
Marko Arnautovic: (ab 74): Traf Sekunden nach seiner Einwechslung per Direktabnahme fast zum 2:1. Note - © nordphoto
Die Fans - trotzdem zufrieden.... © nordphoto
Thomas Schaaf und Klaus Allofs... unentschlossen... © nordphoto
Am Ende gelang der ersehnte Befreiungsschlag nicht. © nordphoto

So musste sich Werder wieder einmal mit einem Unentschieden zufrieden geben. Es war bereits das elfte in der laufenden Saison – gefühlt ein Vereinsrekord, wie es Allofs ausdrückte. Doch der Gegner hieß schließlich Schalke 04, frischgebackener Champions-League-Halbfinalist, der mit vier Pflichtspielsiegen in Folge ins Weserstadion gekommen war. „Die haben Euphorie ohne Ende. Mit dem Punkt können wir leben“, sah Werder-Kapitän Torsten Frings schlussendlich auch ein verdientes Remis: „Wichtig ist, dass wir wieder etwas geholt haben. Wir punkten regelmäßig, und irgendwann wird es dann auch reichen.“ Torwart Tim Wiese ergänzte: „Schalke ist schließlich keine Blindentruppe. Wir haben wieder ein gutes Spiel gemacht und gezeigt, dass die Zeiten, in denen wir nur Katastrophenfußball gespielt haben, endgültig vorbei sind.“

Aus dem Abstiegskampf ist Werder aber noch längst nicht raus. „Ich denke, es bleibt bis zum Schluss eng“, orakelte Allofs: „Auch wenn wir auf einem guten Weg sind, müssen wir noch zulegen.“

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