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Werder-Coach Kohfeldt hätte nichts dagegen, wenn Delaney und Co. noch möglichst lange grün-weiß tragen.

Der Kampf um die Spitzenkräfte

So will Werder Delaney und Co. überzeugen

Bremen. Wenn eine Mannschaft plötzlich richtig gut spielt und in der Tabelle nach oben klettert, dann ist eine Frage ganz schnell zur Stelle: Sind die Spitzenkräfte am Saisonende zu halten?

Werder-Profi Thomas Delaney hat sich quasi selbst zum Wechselkandidaten gemacht, weil der Däne ganz ehrlich über seine Zukunft gesprochen hat. Das nimmt ihm bei Werder aber niemand übel, kampflos will Florian Kohfeldt seine Spitzenkräfte natürlich nicht ziehen lassen. „Wir müssen sie davon überzeugen, dass wir uns weiterentwickeln und dass auch sie sich hier weiterentwicklen können“, sagt der Chefcoach: „Natürlich wollen diese Spieler eine sportliche Perspektive und nicht immer nur gegen den Abstieg spielen.“ Genau das will Werder auch.

Es geht dabei nicht nur um Delaney, sondern genauso um Max Kruse. Beide sind vertraglich über die Saison hinaus an Werder gebunden. Aber das hat nicht viel zu sagen. Unverkäuflich ist bei Werder niemand. Mit Delaney gibt es sogar die Absprache, dass sich der Club mit Angeboten aus England beschäftigt. Ganz offen hat der Däne zuletzt auch darüber gesprochen, dass er die WM in Russland durchaus als Sprungbrett ansieht. „Er hat aber nicht gesagt, dass er unbedingt wechseln will, sondern, dass er ein besserer Spieler werden will. Das ist absolut legitim“, sagt Kohfeldt und fügt schmunzelnd an: „Wir leben nicht in einer Traumwelt: Lebenslang grün-weiß gilt nicht für alle Menschen auf dieser Welt.“

Delaney gehört zum Führungszirkel

Aber Kohfeldt hätte freilich nichts dagegen, wenn Delaney noch möglichst lange grün-weiß trägt. „Ich werde versuchen, ihn davon zu überzeugen, dass das der richtige Weg für ihn ist.“ Gespräche würde er viele mit dem Dänen führen. Dabei gehe es aber weniger um die Zukunft, sondern mehr um die Gegenwart. Delaney gehört schließlich zum Führungszirkel, wird vom Trainer gefragt, darf sogar ein bisschen mitentscheiden. Genauso wie Kruse. Dieses Vertrauen und diese Verantwortung will Werder ebenfalls nutzen, um die Spieler in Bremen zu halten. Bei Topclubs hätten sie diesen Status möglicherweise nicht.

Kohfeldt appelliert im Video an die Werder-Führungsspieler: „Es geht um unsere Entwicklung“

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