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Neuer VfL-Coach Martin Schmidt: Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Unterschrift hat es nur wenige Stunden gedauert.

Nach Jonker-Entlassung

Schmidt: Kaltstart gegen Werder

Wolfsburg - Der fliegende Wechsel ist vollzogen. Am frühen Nachmittag bestätigte Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg die Verpflichtung von Martin Schmidt als neuen Trainer.

Der Schweizer erhält beim morgigen Gegner des SV Werder (20.30 Uhr, VW-Arena) einen Vertrag bis 2019. Am Vormittag hatte der VfL die Entlassung des bisherigen Chefcoaches Andries Jonker (54) bekanntgegeben.

Dem Niederländer war nach einem Start mit vier Punkten aus vier Spielen nicht mehr zugetraut worden, den sportlich vor sich hinsiechenden Meister von 2009 wieder in eine bessere Zukunft zu führen. Club-Chef Wolfgang Hotze sprach von einer „wahrnehmbaren Stagnation“ trotz einer im Sommer für mehr als 50 Millionen Euro „in weiten Teilen neu formierten Mannschaft“.

Im Sommer beim FSV Mainz 05 entlassen

Martin Schmidt soll nun also aus all den Millionen, die VW in den VfL pumpt, wieder Erfolge machen. „Wir sind davon überzeugt, dass Martin Schmidt mit seiner Erfahrung und seinen Stärken sehr gut zum VfL passt. Ich bedanke mich bei ihm, dass er so kurzfristig zugesagt hat“, erklärte Sportchef Olaf Rebbe, der sicher selbst unter Druck geraten würde, wenn die Personalie Schmidt sich – wie Jonker – ebenfalls als falsche Wahl herausstellen sollte.

Andries Jonker nach nur sieben Monaten auf der VfL-Bank entlassen.

Schmidt, der im Sommer beim FSV Mainz 05 entlassen worden war, musste bei dem Angebot aus Wolfsburg nicht lange überlegen. „Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Unterschrift sind nur wenige Stunden vergangen“, sagte der Schweizer, der vor einigen Monaten schon einmal Trainerkandidat beim VfL war: „Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe, auch wenn jetzt nicht viel Zeit bleibt, sich einzugewöhnen, da zwei wichtige Spiele vor uns liegen.“ Die Partie gegen Werder wird heute sein Debüt auf der Wolfsburger Bank, am Freitag geht es dann zu Meister Bayern München. (mit sid)

Werder-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Wolfsburg

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