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Uli Hoeneß war 2016 zu Willi Lemkes 70. Geburtstag eingeladen.

Neue Spannungen zwischen alten Rivalen

Zerwürfnis zwischen Lemke und Hoeneß?

Bremen - Eine gute Freundschaft übersteht auch mal eine scharfe Kritik – jedenfalls sollte es so sein. So gesehen ist die Freundschaft zwischen Willi Lemke und Uli Hoeneß keine gute gewesen. Denn offenbar besteht sie nicht mehr.

Wie „Mein Werder“ berichtet, soll sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß am Samstag am Rande des Münchner Spiels im Weserstadion vor mehreren Ohrenzeugen über Willi Lemke, seinen Erzfeind aus den 80er- und 90er-Jahren, beschwert haben. Hintergrund soll ein Interview sein, das Lemke der „Sport Bild“ gegeben hatte.

Darin hatte er sich über Hoeneß‘ Auftritt bei der legendären Pressekonferenz in München geäußert und klare Kritik geübt. „Das war leider wieder der alte Uli Hoeneß und nicht mehr der Uli Hoeneß, mit dem ich Brüderschaft getrunken habe, nachdem er aus dem Gefängnis gekommen war.“ Für Hoeneß war das offenbar Grund genug, auch Lemke von der Liste seiner Freunde zu streichen.

Hoeneß vermied Besuch der Werder-Loge

2016 hatte es noch einen überraschenden Schulterschluss der beiden früheren Rivalen gegeben. Weil Lemke sich nicht negativ oder hämisch über Hoeneß‘ Haftstrafe geäußert hatte, bedankte sich die Münchner Vereinslegende bei seinem Bremer Pendant. Und plötzlich wurde aus Feindschaft Freundschaft.

Gemeinsam starteten sie sogar gemeinnützige Projekte in Afrika, und Hoeneß wurde zu Lemkes 70. Geburtstag eingeladen. Der Einladung folgte er gerne, wie er damals sagte: „Unser Verhältnis hat sich ja seit fast einem Jahr total entspannt, sehr gebessert und prima entwickelt.“

Vorbei. Am Wochenende vermied Hoeneß laut „Mein Werder“ demonstrativ den Besuch der Werder-Loge in der Nordtribüne, in der Lemke und andere Bremer Club-Größen das Spiel verfolgten. Hoeneß soll die Freundschaft zu Lemke aufgekündigt haben – allerdings habe er es dem ehemaligen Feind und nun auch ehemaligen Freund nicht direkt gesagt. Auf Nachfrage des Portals erklärte Willi Lemke, von nichts zu wissen: „Ich habe mich gewundert, dass Uli nicht da (in der Loge, d. Red.) war und finde es schade. Ich hätte ihn gerne begrüßt.“

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