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Zlatko Junuzovic strahlte nach dem Abpififf: Das lag auch daran, weil sein Sohn Clemens dabei gewesen war.

Ein ganz besonderer Dank des Werder-Kapitäns

Junuzovic: „Ich kann mit dem größten Lächeln gehen“

Bremen - Die Frage, die alle beantwortet haben wollten, ließ Zlatko Junuzovic nach dem 0:0 gegen Bayer Leverkusen, seinem letzten Heimspiel für Werder, immer und immer wieder lächelnd mit folgenden Worten abprallen.

„Heute passt es nicht, heute geht es nur um Werder. Im Laufe der Woche werde ich meinen neuen Verein bekanntgeben.“ Viel lieber sprach er über seinen Abschied vom Weserstadion – und das war ziemlich emotional. „Auf so etwas kannst du dich nicht vorbereiten. Es war sensationell, außergewöhnlich. Ich kann mit dem größten Lächeln gehen, mit dem positivsten Gefühl – Wahnsinn!“, schwärmte Junuzovic und strahlte wie ein Honigkuchenpferd. Er habe jede Sekunde an diesem Tag genossen. Ganz ohne Tränen, wie er versicherte. „Ich war nie ganz, ganz traurig. Ich hatte immer ein positives Gefühl.“

Dafür sorgte auch sein kleiner Sohn Clemens, der auf den Arm des Papas beim Einlaufen, bei der Platzwahl und auch bei der offiziellen Verabschiedung durch den Club dabei gewesen war. „Er hatte die ganze Zeit ein Lächeln im Gesicht, er wollte gar nicht mehr vom Platz runter. So habe ich es mir gewünscht“, berichtete Junuzovic. Von den Geschäftsführern Klaus Filbry, Frank Baumann und Hubertus Hess-Grunewald hatte er einen Blumenstrauß und die obligatorische Grafik von sich im großen Bilderrahmen bekommen. Wahrscheinlich kommt noch eine edle Uhr dazu, die sich verdiente Profis in der Vergangenheit aussuchen durften.

Junuzovic feiert mit der Ostkurve

Aber noch war die Werder-Zeit von Junuzovic gar nicht vorbei, er wurde als Kapitän auf dem Platz gebraucht. Trainer Florian Kohfeldt ließ ihn sogar auf dessen Lieblingsposition im Zentrum des Mittelfelds auflaufen. „Er sollte den Abschied bekommen, den er verdient. Für ihn ist es die bestmögliche Position, obwohl ich ihn außen in dieser Saison stärker gesehen habe“, erklärte Kohfeldt.

Junuzovic tat sich wie seine Kollegen im Spiel ziemlich schwer, aber das war schließlich Nebensache. Der Österreicher wurde gerade noch rechtzeitig ausgewechselt, um den wohlverdienten Sonderapplaus nach sechseinhalb Jahren bei Werder zu bekommen. Beinahe wäre es schief gegangen, weil Junuzovic das entsprechende Signal vergessen und den hüpfenden Kohfeldt am Spielfeldrand übersehen hatte. „Abgesprochen war mit ihm, dass er nur runtergeht, wenn das Spiel entschieden ist“, verriet Kohfeldt. Aber dann bekam er doch noch den erhobenen Daumen seines Spielers – und es konnte gewechselt werden.

Nach dem Schlusspfiff gab es für Junuzovic viele Umarmungen von den Kollegen, auch von einigen Leverkusener Spielern wie Landsmann Julian Baumgartlinger. Aber der beste Moment sollte noch folgen, die Ostkurve forderte Junuzovic auf den Zaun. „Es war einfach geil“, prustete es nur so heraus aus dem 30-Jährigen: „Ein ganz großes Dankeschön an jeden hier für die außergewöhnliche Unterstützung und den Rückhalt – und das über Jahre.

Das macht den Unterschied hier aus, das macht diesen Platz hier ganz besonders. Ich habe zu den Fans gesagt: Das waren sechseinhalb geile Jahre. Nicht nur in guten Zeiten, da ist es immer leicht, auch in schlechten Zeiten – die Unterstützung war immer da. Die hat uns erstklassig bleiben lassen. Solche Momente vergisst du nie.“

Junuzovic schweigt noch, zu welchem Club er geht

Junuzovic versprach, regelmäßig als Werder-Fan ins Weserstadion zurückzukommen. Und er rechnet dabei mit tollen Erlebnissen. „Ich habe das Gefühl, dass der Verein auf einem ganz guten Weg ist, dass es vielleicht schon im nächsten Jahr viel positiver sein wird, dass man von Beginn an mal in der oberen Tabellenhälfte dabei sein wird. Mit dem Abstiegskampf wird Werder nichts zu tun haben.“

Und wohin geht seine eigene Reise? Ein Frageversuch musste einfach noch sein. Doch Junuzovic wiegelte wieder ab – und machte auch wenig Hoffnung, dass ihn seine Kollegen verraten könnten. Die hat er nämlich sicherheitshalber gar nicht erst eingeweiht. Als Favorit gilt RB Salzburg, Klarheit wird es dann nächste Woche geben – noch vor dem letzten Werder-Spiel des Österreichers am Samstag in Mainz.

Fotostrecke: Junuzovic-Abschied und Remis gegen Leverkusen

Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © imago
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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