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Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic beim Testspiel gegen Ajax Amsterdam.

„Die Entscheidung ist gefallen“

Zlatko Junuzovic sagt Trabzonspor ab

Zell am Ziller - Geht er zu Trabzonspor? Bleibt er bei Werder? Verlängert er sogar seinen Vertrag? Zlatko Junuzovic hat am Sonntagmittag wenigstens auf eine dieser drei Fragen eine eindeutige Antwort gegeben.

Einen Wechsel in die Türkei wird es nicht geben. „Ich werde nicht zu Trabzonspor wechseln. Die Entscheidung ist gefallen“, bestätigte der Kapitän des SV Werder in einer Medienrunde - und sorgte wenigstens in diesem Punkt für Klarheit. Damit ist es auch sehr wahrscheinlich, dass der Österreicher seinen bis 2018 laufenden Vertrag erfüllen wird. Ob er allerdings für weitere zwei oder drei Jahre bei Werder unterschreiben wird, ist noch offen. Die Hoffnung, dass es so kommt, ist mit dem Korb für Trabzonspor aber deutlich größer geworden.

Junuzovic hatte ein sehr lukratives Angebot vorliegen, hätte in der Türkei mehr als das Doppelte seines bisherigen Gehalts einstreichen können. Dass er dennoch absagte, zeigt seine Verbundenheit zu Werder und sein Verantwortungsgefühl als Kapitän. In der Führungsetage des SV Werder war die Spannung in der Personalie Junuzovic schon am Tag vor dem offiziellen Statement des Spielers gewichen. „Zladdi wird bleiben“, hatte Clubchef Klaus Filbry behauptet.

Engländer heiß auf „Juno“?

Vermutlich wusste er da schon mehr als andere. Und Marco Bode, Vorsitzender des Aufsichtsrates und langjähriger Werder-Profi, hatte sich gut einfühlen können in die Gedankenwelt des Zlatko Junuzovic: „Von mir hat man früher auch immer gedacht, ich werde Werder nie verlassen. Aber ich habe auch mal mit anderen Vereinen gesprochen. Und es hat sich auch gar nicht so schlecht angefühlt, wenn man da mal ein Gefühl für seinen Marktwert bekommen hat.“

Dieses Gefühl hat Junuzovic nun, und mit diesem Gefühl wird er sicher auch die Verhandlungen mit Werder um einen neuen Vertrag führen. Das Druckmittel Trabzonspor ist zwar weg, doch es soll auch noch andere Vereine geben, die die Fühler nach ihm ausstrecken. Immer wieder taucht in diesem Zusammenhang der englische Premier-League-Aufsteiger Huddersfield Town in der Gerüchteküche auf.

Zlatko Junuzovic: Seine Karriere in Bildern

Zlatko Junuzovic
Zlatko Junuzovics Karriere begann in seiner Heimat Österreich. Nach seiner Jugendzeit in Graz wechselte „Zladdi“ im Sommer 2007 zu Austria Kärnten. Dort verweilte er zwei Jahre.  © imago
Zlatko Junuzovic
Dann schloss er sich dem 24-fachen Meister Austria Wien an, wo er für drei Jahre spielte. © imago
Zlatko Junuzovic
Im Januar 2012 holten Ex-Trainer Thomas Schaf und Ex-Manager Klaus Allofs den Mittelfeldallrouner Junuzovic an die Weser. Bei Werder unterschrieb er zunächst bis Sommer 2015. © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Der Österreicher war bei Werder direkt gefordert... © nordphoto
Zlatko Junuzovic
...und stand in der Rückrunde 15 Mal auf dem Platz - meistens über die volle Spielzeit. © nordphoto
Zlatko Junuzovic
In der Saison 2013/14 schoss der Österreicher den 1:0-Siegtreffer im Nordderby gegen den Hamburger SV. © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Im Februar 2015 verlängerte Junuzovic seinen Vertrag vorzeitig bis 2018. Werder-Anhänger machten sich zuvor mit Sprechchören und Plakaten für den Verbleib von Junuzovic stark. Unter dem Hashtag #JunobleibtBremer fanden viele Fans zusammen. © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Seine bisher beste Saison bei den Grün-Weißen hatte der Mittelfeldspieler 2014/15. Am Ende dieser Spielzeit standen sechs Treffer und 16 Torvorlagen auf Junuzovics Konto. © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Der österreichische Nationalspieler biss immer auf die Zähne und zählt mittlerweile zu den Führungsspielern in Bremen. © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Nach dem Karriereende von Clemens Fritz wurde Junuzovic von Cheftrainer Alexander Nouri sogar zum Kapitän ernannt. © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Ab der Saison 2017/18 trägt er nun die Binde als neuer Spielführer. Ganz neu ist das für den Profi aber nicht. Zuvor war er schon Vizekapitän gewesen. © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Am 13. Oktober 2017 gab Junuzovic überraschend sein Karriere-Ende in der österreichischen Nationalmannschaft bekannt. © imago

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