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Niklas Moisander (v.l.), Max Kruse, Thomas Delaney oder Philipp Bargfrede? Wer wird neuer Werder-Kapitän?

Kruse, Moisander, Bargfrede oder Delaney

Junuzovic weg - wer wird jetzt der neue Kapitän?

Bremen - Die Kapitänsbinde wird bei Werder Bremen zur Wandertrophäe. Nur ein Jahr, nachdem Clemens Fritz die Verantwortung an Zlatko Junuzovic weitergegeben hat, braucht das Team schon wieder einen neuen Anführer.

Weil sich Junuzovic und der SV Werder nicht auf eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages einigen konnten, beginnt die Suche aufs Neue. Die Entscheidung wird schlussendlich Trainer Florian Kohfeldt treffen – und über diese vier Kandidaten darf/sollte er nachdenken:

Max Kruse

Die Zeichen sind eigentlich eindeutig: Zuletzt trug immer Kruse die Binde, wenn Junuzovic nicht in der Startelf stand. Dabei schlich sich Kruse dank Kohfeldts Fürsprache auch an Niklas Moisander vorbei. Der Finne war, bevor Kohfeldt Trainer wurde, erster Stellvertreter des Kapitäns gewesen, Kruse stand in der Hierarchie dahinter.

Jetzt ist der Stürmer der Top-Kandidat auf das Amt. Möglicherweise würde eine Beförderung zum Spielführer auch helfen, den 30-Jährigen von einer vorzeitigen Verlängerung des bis 2019 laufenden Vertrags zu überzeugen. Allerdings muss die Frage erlaubt sein, ob ein Typ wie Kruse wirklich die Idealbesetzung als Kapitän wäre. Sein „Ich-lass-mich-nicht-verbiegen“-Lebensmotto bietet immer wieder Angriffsfläche.

Ein Kapitän muss nach innen wirken – was nicht das Problem sein muss. Aber Kruses Außendarstellung ist bislang nicht so, wie es von einem Kapitän erwartet werden sollte. Er spricht – wegen an anderen Karriere-Stationen gemachter schlechter Erfahrungen – abseits der Spiele nur selten mit Medienvertretern. Die lokalen Medien schneidet er total.

Niklas Moisander

Der Gentleman-Fußballer passt perfekt in die Schablone eines Kapitäns. Erfahren, ruhig, überlegt, intelligent – so wie er auf dem Platz agiert, so tritt der Finne auch in der Öffentlichkeit auf. In der Mannschaft ist er zudem hoch angesehen. Auf den 32-Jährigen, der in seiner Karriere bereits in den Niederlanden und in Italien gespielt hat, wird gehört. Moisander strahlt eine natürliche Autorität aus, bleibt dabei aber immer sympathisch und nahbar. Verfehlungen? Kennt er nicht.

Philipp Bargfrede

Früher hatte immer derjenige beste Chancen auf das Kapitänsamt, der am längsten dabei war. Aktuell wäre das Philipp Bargfrede. Er ist der dienstälteste Profi im Bremer Team, das Werder-Trikot trägt der 29-Jährige schon seit 2004. Vereinszugehörigkeit allein qualifiziert freilich nicht mehr für den Posten des Spielführers. Bargfrede punktet aber auch mit Besonnenheit, die bei ihm auch schon mal Richtung Bierruhe gehen kann.

Thomas Delaney

Auch er könnte ein Kandidat für den Kapitänsposten sein – wenn er denn in der kommenden Saison noch bei Werder spielt. Garantiert ist das nicht. Delaney sieht die WM in Russland nicht nur als Karriere-Höhepunkt, sondern auch als Chance, sich für größere Herausforderungen – sprich: größere Clubs – zu empfehlen. Und diese Chance „will ich ergreifen“, wenn sie sich bieten sollte.

Kommt es nicht dazu, sollte auch über den Dänen als neuen Bremer Kapitän nachgedacht werden. Smart und clever ist er, auf dem Platz ein Leistungsträger. Und beim FC Kopenhagen trug er schon mit 24 Jahren die Spielführerbinde. Die Position kennt er also bestens.

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