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Zlatko Junuzovic

Vertragsverlängerung wird kein Selbstläufer

Absage für Trabzonspor – und was plant Junuzovic jetzt?

Zell am Ziller - Zlatko Junuzovic hat Nein gesagt. Nein zu einem sofortigen Wechsel in die Türkei. Aber auch Nein zu einem klaren Bekenntnis zu Werder Bremen.

Obwohl er die Option Trabzonspor nach ein paar Tagen Bedenkzeit vom Tisch fegte, bleibt doch eine Unsicherheit, ob der Kapitän seine langfristige Zukunft tatsächlich bei den Grün-Weißen sieht. Selbst auf die Erfüllung des derzeit gültigen Vertrages bis 2018 legte er sich am Sonntag nur zaghaft fest. „Ich habe noch dieses eine Jahr Vertrag, Stand jetzt bleibe ich also hier“, sagte er. Aber grundsätzlich gelte das, was immer gilt: „Man weiß ja nie, was kommt.“

Es sind die typischen Formulierungen eines Fußballers, der nicht zu viel versprechen will und es deshalb in Kauf nimmt, Unsicherheit zu schüren. Vielleicht sind seine Aussagen auch nur die Ouvertüre eines Vertragspokers mit Werder Bremen, der jetzt beginnen kann. Bisher seien die Gespräche „noch nicht sehr intensiv“ gewesen, meinte Junuzovic, „aber das wird kommen“. Er ist bereit dafür. Er hat auch dafür gesorgt – und das zeugt von einer gewissen Anständigkeit –, dass er die Trabzonspor-Offerte nicht als Druckmittel mit in diese Gespräche tragen kann. Er hat einfach mit dem Hammer draufgehauen. Kaputt.

Dabei sei es „ein sehr lukratives Angebot“ gewesen, das ihn da aus der Türkei erreicht hatte, so Junuzovic: „Darüber habe ich schon ein bissel nachdenken müssen.“ Das Ergebnis: Er hat abgesagt. Wieso, weshalb? „Das ist meine Sache“, meinte der Österreicher abweisend. Es lässt sich jedoch vermuten, dass er am Trabzonspor-Angebot allenfalls das Gehalt attraktiv fand, alles andere nicht. Das als Spieler zu sagen, gehört sich freilich nicht. Junuzovic hält sich dran und schweigt lieber.

Aber natürlich hatte auch der Faktor Werder etwas mit der Entscheidung zu tun. „Ich habe hier eine Verantwortung“, erklärte der Kapitän, „ich muss für die Mannschaft da sein, muss auf dem Platz fit sein und Gas geben. Das sind meine Aufgaben.“ Denen will er nachkommen. Jetzt auf jeden Fall. In Zukunft vielleicht auch noch. Vielleicht aber auch nicht. Junuzovic erklärend: „Ich kann mich nur an den Fakten orientieren. Und nicht an dem, was irgendwann mal sein könnte.

Junuzovic offen für Angebote: „So ist das Geschäft“

Und der einzige Fakt, den er kennt, ist der Vertrag bis 2018. Angebote anderer Clubs liegen nun nicht mehr vor. Auch nicht von Huddersfield Town. Das Interesse des englischen Premier-League-Aufsteigers sei nur „ein Gerücht. Und an denen beteilige ich mich nicht“, sagte der 29-Jährige. Nun hätte er gerne wieder seine Ruhe – bis es wieder „etwas Konkretes gibt, mit dem ich mich auseinandersetzen muss“.

Dass er genau das dann auch machen wird, ist für ihn keine Frage. Er habe immer gesagt, dass andere Angebote einfach zum Job des Profi-Fußballers dazugehören, und dass er sie gewiss nicht ungelesen in den Papierkorb schmeißt. „So ist das Geschäft“, sagte Junuzovic. Für die persönliche Prüfung müsse es auch „die Freiräume geben“ – ganz ohne öffentliche Diskussion: „Es ist meine Karriere, um die es geht. Und meine Situation ist die gleiche wie bei jedem anderen Spieler.“

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