Sebastian Boenisch

Rückkehrer Boenisch braucht Spielpraxis

„Zur Not gehe ich in den Sturm“

Bremen - Zunächst war er einfach nur frustriert. Im Heimspiel gegen Augsburg wollte der eingewechselte Sebastian Boenisch in der Nachspielzeit einen Freistoß haben – den gab es aber nicht. Und dann schafften die Gäste in letzter Sekunde das 1:1.

Doch der 25-Jährige wollte sich davon dann doch nicht nur runterziehen lassen, sondern sich auch ein bisschen über sein Comeback nach extrem langer Leidenszeit freuen. „Es war schön, mal wieder aufzulaufen. Ich bin froh, dass ich mein erstes Spiel gemacht habe und gesund geblieben bin“, sagte Boenisch.

Der polnische Nationalspieler war in der Bundesliga zuletzt am 28. August 2010 gegen Köln (4:2) zum Einsatz gekommen, danach wegen eines Knorpelschadens im Knie und anschließender Komplikationen rund anderthalb Jahre ausgefallen. „Ich hoffe, dass das jetzt nur der Anfang war und ich noch mehrere Spiele machen darf. Ich werde jedenfalls Gas geben und versuchen, mich anzubieten“, meinte Boenisch. Auf welcher Position, ist dem Außenverteidiger dabei ziemlich egal: „Zur Not gehe ich auch in den Sturm.“

Der Wunsch nach Spielpraxis ist verständlich, schließlich muss Boenisch auf sich aufmerksam machen. Er will Polens Nationaltrainer Franciszek Smuda davon überzeugen, ihn nicht nur mit zur EM zu nehmen, sondern auch einzusetzen. Und er will seine Zukunftschancen im Verein verbessern. Sein Vertrag bei Werder läuft aus. Ob er verlängert wird, ist äußerst fraglich. Und andere Clubs werden sich derzeit auch nicht gerade um ihn reißen. „Ich bleibe aber ruhig“, versichert Boenisch, der weiß: „Ich muss jetzt geduldig sein.“ · mr

Quelle: kreiszeitung.de

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