+
Wer steht gegen Leverkusen im Tor? Für Kohfeldt gibt es auf diese Frage nur eine Antwort: Jiri Pavlenka.

DFB-Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen

Mögliche Aufstellung: Null Zweifel an Pavlenka

Bremen/Leverkusen - Never change a winning team – mit dieser goldenen Fußballregel wird Florian Kohfeldt ganz sicher brechen.

Für das Viertelfinale im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen (Dienstag, 20.45 Uhr/ARD, DeichStuben-Liveticker) hat er bereits angekündigt, dass Zlatko Junuzovic in die erste Elf zurückkehren wird. Der Kapitän hatte am Wochenende im Bundesliga-Match bei Schalke 04 noch die Rolle des Jokers zugewiesen bekommen – aus Gründen der Belastungssteuerung. Höchst erfolgreich war diese Entscheidung gewesen, denn Junuzovic war in der dritten Minute der Nachspielzeit frisch genug, um den Ball zum 2:1-Siegtreffer über die Linie zu drücken. In Leverkusen wird er aber wieder vom Teilzeit- zum Vollzeitarbeiter.

Ob das die einzige Änderung bleibt? Kann sein, kann auch nicht sein, meint Kohfeldt und gönnt keine weiteren Einblicke in seine Pläne. Möglich, dass er, wenn schon nicht am „winning team“, dann doch an „winning tactics“ festhalten und sein Team wieder so formieren wird wie auf Schalke. Heißt: Mit Thomas Delaney in einer Doppelrolle als defensiver Mittelfeldspieler und Libero zwischen den Innenverteidigern Milos Veljkovic und Niklas Moisander. Das würde das Leverkusener Angriffsspiel im Zentrum effektiv stören. Gegen die Werkself gehört Kohfeldts Augenmerk aber vor allem den Außenbahnen. Dort ist der Gegner mit dem derzeit überragenden Leon Bailey auf links und den gebürtigen Bremern Karim Bellarabi und Julian Brandt auf rechts „extrem stark besetzt“, meint der Werder-Coach und fordert: „Spielverlagerungen nach rechts und links müssen wird unterbinden, damit sie nicht mit Tempo auf unsere Abwehr zukommen können.“

Auf dem rechten Flügel spricht viel für Rashica

Um diese knifflige Aufgabe zu lösen, brauchen die Außenverteidiger – vermutlich wieder Theo Gebre Selassie und Ludwig Augustinsson – Hilfe von zwei defensiv geschulten und laufstarken Achtern. Was für Maxi Eggestein und Jerome Gondorf auf den Positionen rechts und links von Thomas Delaney spricht. Statt Gondorf könnte auch Junuzovic links spielen. Dann könnte Ishak Belfodil auf Linksaußen im Team bleiben oder Florian Kainz eine neue Chance auf der Position bekommen. Auf dem rechten Flügel spricht viel für einen erneuten Startelf-Einsatz von Neuzugang Milot Rashica. Einen Mann, der gerade erst für mehr als sieben Millionen Euro geholt wurde, schon im zweiten Spiel auf die Bank zu setzen, würde schließlich wenig Sinn machen.

Im Sturmzentrum bleibt Max Kruse gesetzt. Denn er sei neben allen bekannten Qualitäten auch ein Spieler, dem diese Alles-oder-nichts-Spiele im DFB-Pokal besonders liegen, sagt Kohfeldt: „Er ist dafür gemacht.“

Pavlenkas Patzer hat null Wirkung gezeigt

Bleibt noch die Frage nach dem Torwart. Für Kohfeldt gibt es auf diese Frage nur eine Antwort: Jiri Pavlenka. Dessen Patzer auf Schalke habe null Wirkung gezeigt, glaubt der Werder-Coach: „Wenn man seine zweite Halbzeit auf Schalke gesehen hat, gibt es keinen Grund, an Jiris Stabilität zu zweifeln. Das war beeindruckend. Man hatte überhaupt nicht das Gefühl, dass ihn der Fehler verunsichert hätte.“

Schon gelesen?

Ohne Bargfrede nach Leverkusen

Bei Sieg gegen Leverkusen klingeln die Kassen

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare