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Das letzte Duell zwischen Bayer Leverkusen und Werder Bremen endete 1:1. Hier in Aktion: Max Kruse (re.) mit Julian Brandt (Mi.) und Wendell.

Vor dem 16. Spieltag

Duell der Drittbesten: Die Fakten zum Leverkusen-Spiel

Leverkusen – Der SV Werder Bremen ist wieder im Aufschwung, einen noch besseren Lauf hat aber Bayer Leverkusen. Am Mittwochabend (20.30 Uhr) treffen die beiden formstarken Clubs aufeinander. Die Fakten zum Spiel.

1. Werder mag Leverkusen und Flutlicht: Die vergangenen vier Pflichtspiele (dreimal Liga, einmal Pokal) in Leverkusen haben die Bremer positiv gestaltet. Zwei Siege und zwei Unentschieden lautet die jüngste Bilanz. Die beiden Siege waren übrigens ebenfalls unter der Woche. Noch besser: Von den vergangenen zwölf Abendspielen hat Werder acht gewonnen und nur ein einziges verloren. 

2. Angstgegner Nummer zwei: Werder ist so etwas wie Leverkusens Angstgegner. Unter den aktuellen Bundesligisten holte die „Werkself“ nur gegen Bayern München durchschnittlich noch weniger Punkte als die 1,16 gegen Bremen.

3. Leverkusen in starker Form: Seit zehn Bundesliga-Spielen ist Bayer ungeschlagen. Insgesamt hat Leverkusen in dieser Saison erst dreimal verloren – jedes Mal auswärts. In der heimischen BayArena ist der aktuelle Tabellen-Fünfte in der laufenden Saison noch ungeschlagen, verlor zuletzt Ende April gegen Schalke 04 (1:4). Allerdings waren fünf der danach folgenden neun Heimspiele Unentschieden. Aktuell wartet Bayer nach Remis gegen RB Leipzig (2:2) und Borussia Dortmund (1:1) seit zwei Spielen auf einen Heimsieg.

4. (Never) Change a winning team: Bei Leverkusen läuft‘s, trotzdem sollte Trainer Heiko Herrlich besser seine Startelf umbauen, wenn er gegen Werder was holen will - zumindest aus statistischer Sicht. Nur zweimal begann er in dieser Saison mit der Mannschaft der Vorwoche - beide Male verlor Leverkusen (1:3 gegen Mainz 05, 1:2 gegen Hertha BSC).

5. Werder gegen Bremer: Im Team von Bayer Leverkusen stehen gleich zwei echte Bremer. Julian Brandt ist in der Hansestadt geboren, spielte in der Jugend acht Jahre beim SC Borgfeld und FC Oberneuland und war als Kind glühender Werder-Fan – mit Diego-Trikot und Dauerkarte. Noch näher dran war Karim Bellarabi. Der Offensivspieler kickte sechs Jahre in der Werder-Jugend (1998 bis 2004).

Theodor Gebre Selassie erzielte den Siegtreffer zum 2:1 gegen Borussia Dortmund.

6. Auswärtsfluch vertrieben: Werder kann es also doch noch – auswärts gewinnen. Am vergangenen Samstag feierte Werder mit dem 2:1 bei Borussia Dortmund den ersten Auswärtssieg der Saison. Es war der erste Erfolg auf fremdem Rasen seit dem 4:2-Sieg beim FC Ingolstadt am 30. Spieltag (22. April 2017) der vergangenen Spielzeit.

7. Duell der Drittbesten: Wenn Werder bei Bayer Leverkusen antritt, trifft die drittbeste Defensive auf die drittbeste Offensive der Bundesliga. Nur der FC Bayern (11) und Eintracht Frankfurt (15) kassierten weniger Gegentore als Werder (17). Auf der Gegenseite sind nur die Münchner und Dortmunder (beide 35) erfolgreicher vor dem Tor als die Leverkusener mit 29 Treffern (Werder: 11).

8. Die Fehlenden: Die Grün-Weißen müssen auf Fin Bartels verzichten, der sich beim 2:1 gegen den BVB die linke Achillessehne gerissen hat. Weiterhin nicht dabei: Aron Johannsson (Knie), Luca Caldirola (Fußprellung), Justin Eilers (Reha-Training) und Ersatzkeeper Michael Zetterer (OP am Handgelenk). Zlatko Junuzovic ist wohl rechtzeitig zum Spiel fit. Bei Leverkusen fehlen Charles Aranguiz (Muskelfaserriss), Vladlen Yurchenko (Fußverletzung) und der rotgesperrte Wendell.

9. Ein Neuling: Erstmals seit seiner Beförderung zum Werder-Cheftrainer hat Florian Kohfeldt einen seiner ehemaligen Schützlinge aus der U23 hochgezogen. Ole Käuper ist mit nach Leverkusen gefahren, könnte am Mittwochabend sein Bundesliga-Debüt geben. Allerdings hat Kohfeldt 19 Spieler nach Leverkusen mitgenommen, noch besteht die Chance, dass Käuper aus dem Kader gestrichen wird.

10. Kohfeldt hat die Nase vorn: An der durchschnittlichen Punktezahl pro Spiel gemessen, steht Florian Kohfeldt (vier Spiele als Cheftrainer) mit einem Durchschnittswert von 2,25 Punkten deutlich vor Leverkusen-Trainer Heiko Herrlich (1,60). Der steht allerdings auch schon seit Saisonbeginn an der Bayer-Seitenlinie.

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