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Leverkusens Eigengewächs Kevin Kampl kehrte zur Saison 2015/16 zu Bayer zurück.

Star in Zahlen

Kevin Kampl: Über Umwege zurück zu den Wurzeln

Leverkusen – Als Jung-Profi hatte er Spieler wie Michael Ballack, Arturo Vidal oder Gonzalo Castro vor der Nase, weshalb er die Flucht nach vorne antrat. Über mehrere Stationen im In- und Ausland kehrte Kevin Kampl 2015 zurück und ist jetzt selbst ein Star bei Bayer 04.

2 Monate nur spielte Kevin Kampl im Sommer 2012 für den VfR Aalen, ehe er zu RB Salzburg wechselte. Dort feierte er jeweils zwei Meisterschaften sowie Pokalsiege und schaffte seinen absoluten Durchbruch. Mit je zwei Toren und Vorlagen in drei Ligaspielen und einem Assist in der ersten Runde des DFB-Pokals für Aalen hatte er sich in den Fokus der Salzburger geballert, nachdem er gerade erst vom VfL Osnabrück gekommen war.

2 ältere Brüder (Seki, 42 und Denis, 39), die beide im Amateurbereich aktiv waren, unterstützen ihren kleinen Bruder, wo es nur geht. „Er kommt oft zu uns“, verrät Seki, „aber wir haben ihn auch an seinen Stationen immer wieder besucht.“ Dabei ist Kampl alles andere als ein Muttersöhnchen. In seiner Freizeit kocht er gerne und nach eigener Aussage sogar gut. Seki bewundert den Werdegang seines Bruders: „Ich ziehe alle Hüte davor, wie zielstrebig er immer gewesen ist.“

6 Jahre war der in Deutschland geborene Slowene jung, als er begann für Bayer Leverkusen Fußball zu spielen. Danach durchlief er die komplette Jugendabteilung des Vereins. Angefangen hatte er sogar schon mit vier Jahren in seinem Heimatort beim VfB Solingen.

8 Jahre ist Kampl mit seiner Freundin Vanessa zusammen, die er seit 15 Jahren kennt und mit der er schon zur Schule ging. Die Liebe zu ihr hat er mit einem Tattoo auf seinem Handgelenk verewigen lassen. Zu sehen sind die Buchstaben K und V für Kevin und Vanessa sowie das Geburtsdatum seiner Freundin. Dieses Tattoo ist jedoch bei Weitem nicht das einzige, das den Körper des 26-Jährigen ziert.

1990 ist eine weitere Jahreszahl, die als eines von vielen Tattoos auf dem Oberkörper des Leverkuseners zu finden ist. Dabei geht es aber nicht nur um sein Geburtsjahr – wie sich vielleicht vermuten ließe – sondern mit der Aufschrift „K, M, B since 1990“ vielmehr um Freundschaft. „Das steht für Kevin, Maurice und Bekir – meine besten Freunde. Wir wurden alle 1990 in Solingen geboren und sind zusammen aufgewachsen“, so Kampl.

100.000 Euro betrug laut „transfermarkt.de“ der Marktwert des Slowenen als er zur Saison 2011/12 von Leverkusen zum VfL Osnabrück wechselte. Nur vier Jahre später blätterte Bayer mit elf Millionen Euro an Borussia Dortmund das 110-fache auf den Tisch, um sein Eigengewächs zurückzuholen.

15 Millionen Euro müsste heute ein Verein laut „transfermarkt.de“ für ihn ausgeben, zumal sein Vertrag bei Leverkusen noch bis zum 30. Juni 2020 läuft. Und Atletico Madrid scheint im kommenden Sommer sogar bereit dazu zu sein, wie der „kicker“ Anfang dieser Woche vermeldete.
fmi

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