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Werder-Trainer Florian Kohfeldt (r.) könnte Philipp Bargfrede im Spiel gegen Borussia Dortmund auf die Bank setzen.

Rückkehr zur Fünferkette fordert ein Mittelfeld-Opfer

Werder-Aufstellung gegen BVB: Erwischt es jetzt Bargfrede?

Bremen - Die Aufgabe ist knifflig – und sie wird kniffliger, je länger man darüber nachdenkt. Mit welcher taktischen Formation wird Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr) bei Borussia Dortmund antreten?

Viererkette wie in den Heimspielen gegen Hannover und Stuttgart? Oder Fünferkette wie im Auswärtsspiel bei RB Leipzig? Und was würde die eine oder die andere Variante für die Mittelfeldbesetzung bedeuten? Fakt ist: Der Charakter der Partie in Dortmund wird dem des Spiels in Leipzig sehr nahekommen. Der Gastgeber als Favorit, spielstark, mit schnellen Angreifern und gefährlichen Mittelfeldspielern.

Da läge es nahe, wieder zur Fünferkette, dem defensiver ausgerichteten Modell, zurückzukehren – heißt: mit drei Innenverteidigern zu spielen. Lamine Sane würde in diesem Fall von der Ersatzbank wieder ins Abwehrzentrum zwischen Niklas Moisander und Milos Veljkovic wechseln.

Kohfeldt gibt Hinweis im Training

Einer mehr in der Abwehr bedeutet aber auch zwangsläufig einer weniger im Mittelfeld. In Leipzig hatte sich dieses Problem durch den Ausfall von Zlatko Junuzovic wegen plötzlich aufgetretener muskulärer Probleme gelöst. Jetzt ist Kapitän Junuzovic fit und hat einen natürlichen Anspruch auf einen der drei Plätze im Mittelfeld. Die zuletzt gut miteinander funktionierenden Thomas Delaney, Maxi Eggestein und Philipp Bargfrede jedoch auch. Wer könnte also weichen?

Die Antwort kennt nur Coach Florian Kohfeldt. Möglicherweise hat er im Abschlusstraining am Freitag jedoch schon einen kleinen Hinweis darauf gegeben, wie seine Entscheidung ausfällt. Während in einem Team Junuzovic (links), Delaney (rechts) und Eggestein (zentral) spielten, stand Bargfrede in der anderen Mannschaft. Möglich also, dass er gegen den BVB zunächst auf der Bank sitzt. In den vier Partien unter Kohfeldt hatte Bargfrede allerdings jeweils in der Startelf gestanden. 90 Minuten schaffte der 28-Jährige aber nie.

Bartels und Kruse auch bei Systemwechsel gesetzt

Ziemlich unwahrscheinlich ist, dass Kohfeldt im 5-4-1 mit der kompletten Mittelfeldkapelle spielen lässt. Dann müsste Fin Bartels geopfert werden – und das macht aus zwei Gründen keinen Sinn. Erstens harmoniert er derzeit wieder hervorragend mit Max Kruse. Zweitens kann er bei Ballbesitz des Gegners auch als vierter Mann das Mittelfeld zusätzlich verdichten. Diese Rolle hat er schon oft übernommen.

Außerdem spricht für Bartels, dass Florian Kohfeldt bereits am Donnerstag signalisiert hat, dass er sich auch in Dortmund nicht verstecken will. Bartels draußen zu lassen, hieße, sich selbst der offensiven Möglichkeiten zu berauben. Und das will Kohfeldt nicht. „Wir machen wegen Dortmund keine Ausnahme: Unser erster Gedanke bleibt, wie wir offensiv spielen lassen. Daraus leitet sich alles andere ab“, sagte er.

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