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Jubelnde Dortmund-Profis um Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (li.).

Vor dem 34. Spieltag

BVB will Platz drei sichern

Dortmund - Die Vorzeichen sind klar: Werder braucht gegen den BVB einen Sieg, um noch die Europa League zu erreichen – ist aber zeitgleich von der Konkurrenz abhängig. Dortmund braucht drei Punkte, um den dritten Rang und damit den direkten Einzug in die Champions League zu sichern. Der Gegner-Check.

Zahlen und Fakten

Der BVB konnte die vergangenen neun Heimspiele gegen Werder gewinnen. Davon zuletzt fünfmal in Folge nur knapp mit einem Tor Differenz.

Mit einem Unentschieden verbucht Dortmund den 100. Heimpunkt gegen Bremen und damit einen neuen Vereinsrekord.

Bei den seit 37 Heimspielen ungeschlagenen Schwarz-Gelben erbeutete in diesem Jahr nur Köln einen Punkt in Dortmund (0:0 am 29. April).

Der BVB, der in zwei der letzten drei Partien nicht über ein Remis hinauskam, schoss in der Anfangs-Viertelstunde mit 15 die meisten Tore der Liga, Werder hingegen kassierte in dieser Zeit mit elf die meisten Gegentore aller Clubs.

Die Werderaner schossen mit 159 ihre zweitmeisten Tore gegen die Westfalen.

Verletzte und gesperrte Spieler

  • Mario Götze (Stoffwechselerkrankung)
  • Andre Schürrle (Trainingsrückstand)
  • Julian Weigl (Knöchelbruch)

Der Trainer

Thomas Tuchel gilt als absoluter Taktik-Fuchs. Der Klopp-Nachfolger baut auf ein flexibles Spielsystem. Alleine in den vergangenen fünf Bundesliga-Spielen stellte der 43-Jährige viermal um. Tuchel steht für Offensiv-Fußball: Starkes Pressing sowie Gegenpressing, schnelles Umschaltspiel und hohe Laufbereitschaft fordert der BVB-Coach von seinem Team. Vor dem letzten Spieltag stehen die Schwarz-Gelben auf dem dritten Tabellenplatz. Mit einem Sieg würden die Dortmunder den direkten Einzug in die Champions League feiern, wenn die TSG Hoffenheim gegen den FC Augsburg nicht zeitgleich vier Tore mehr schießt als der BVB im Spiel gegen Werder.

Star der Mannschaft

Keine Frage: Piere-Emereick Aubameyang ist derjenige, der bei Borussia Dortmund hervorsticht. Nicht nur wegen seiner schrägen Frisur. Mit seinem Torinstinkt zählt er europaweit zu den erfolgreichsten Stürmern. Aubameyang steht da, wo ein Stürmer stehen muss. Aber eben auch seine spielerische Klasse zeichnet den begehrten Dortmunder aus. In der Bundesliga hat Aubameyang sogar noch die Chance, sich die Torjäger-Kanone zu schnappen. Mit 29 Treffern rangiert der Gabuner nur ganz knapp hinter dem führenden Robert Lewandowski (Bayern, 30 Tore).

So lief das Spiel der Hinrunde

Erst die frühe Führung der Dortmunder durch Andre Schürrle (5.), dann auch noch der Platzverweis für Werder-Keeper Jaroslav Drobny nach einer Notbremse gegen Marco Reus (39.). Schon war klar, wer als Sieger vom Platz geht, oder? Nicht so schnell. Werder gab in der zweiten Hälfte alles, suchte stets den Weg nach vorne – und wurde für den hohen Aufwand belohnt: Fin Bartels schob in der 59. Minute zum Bremer Ausgleichstreffer ein, nachdem er Sokratis und Gonzalo Castro davongelaufen war. Am Ende jubelte dann aber doch der BVB. Weil Lamine Sane beim Spiel auf Abseits geschlafen hatte, konnte Dortmunds Lukasz Piszczek einen abgefälschten Ball zum 1:2-Endstand ins Tor jagen.

(mit sid)

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