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Christoph Kramer erzielte in dieser Saison zwei Tore für die Borussia.

Star in Zahlen

Christoph Kramer: Kruse-Kumpel geht k.o.

Mönchengladbach - Er ist ein Kumpel des Bremer Profis Max Kruse, ein absoluter Pechvogel und Weltmeister: Christoph Kramer von Werder-Gegner Borussia Mönchengladbach. Der Star in Zahlen.

2 Jahre ist Christoph Kramers letztes Länderspiel her. Ende März 2016 hatte ihn Bundestrainer Jogi Löw zuletzt berücksichtigt. Wobei berücksichtigt fast schon etwas zu viel gesagt ist: Bei seinen letzten acht Nominierungen für die Nationalmannschaft wurde Kramer nur zweimal eingewechselt – für jeweils ein mageres Minütchen. Die DFB-Karriere des Weltmeisters von 2014 liegt auf Eis.

5 Knockouts hat sich Kramer in seiner Karriere schon in Spielen zugezogen. Alles hatte angefangen im WM-Finale 2014, als der Mittelfeldspieler nach einem Zusammenprall mit dem Argentinier Ezequiel Garay früh raus musste. Es folgten vier weitere Kopfverletzungen: durch einen heftigen Treffer eines Balls (2016 gegen Villarreal), die Stollen von Naby Keita (September 2017) sowie Zusammenstöße mit Anastasios Donis (September 2017) und Mitspieler Jannik Vestergaard (Dezember 2017). Ein ziemlich schmerzhafter Running Gag, der sich da entwickelt hat.

45 Meter war Kramer vom eigenen Tor entfernt, als ihm eines der kuriosesten Eigentore der Bundesliga-Geschichte unterlief. Per Bogenlampe überwand er Gladbachs Torwart im Spiel gegen Borussia Dortmund. Kramer selbst sagte danach: „Ich wollte den Ball flach zurückspielen. Als ich sah, dass der Ball hoch ging, dachte ich: Scheiße. Als ich sah, dass Yann Sommer so weit vorm Tor steht, dachte ich noch mal: Scheiße. Und als der Ball im Tor war, dachte ich: große Scheiße.“

210 Puls, „ohne einen Schritt gegangen zu sein“, sagt Kramer, hatte er, als er erfuhr, dass er im WM-Finale für Sami Khedira spielen soll. Kramer sollte zwar nur gut eine halbe Stunde auf dem Platz stehen (Grund: siehe oben), doch damit darf sich der heute 26-Jährige zweifellos als vollwertiger Weltmeister fühlen.

500 Meter im Vollsprint ist Kramer laut eigener Aussage geflitzt, als er vor einigen Jahren auf Wandertour in Australien eine giftige Schlange gesehen habe. Unterwegs war Kramer übrigens mit dem heutigen Bremer Max Kruse. Den hatte Kramer mal als einzigen echten Freund im Fußballgeschäft bezeichnet.

30.000 Fans haben Kramers Namen gerufen, als der 2013 sein letztes Spiel für den VfL Bochum beendet hatte. „Das war so emotional“, sagt Kramer. „Noch vier Stunden nach dem Spiel saß ich im Whirlpool und mir liefen die Tränen herunter.“

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