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Max Kruse ärgerte sich über die ersten 45 Minuten der Bremer.

Stimmen zum Gladbach-Spoel

Kruse: „In der ersten Halbzeit hauen wir uns die Dinger selber rein“

Bremen – Werder hat sich bei Borussia Mönchengladbach nach 0:2-Rückstand ein 2:2-Unentschieden erkämpft. Die Stimmen zum Spiel.

Max Kruse (Werder-Profi) : „Mit der Leistung in der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden. In der ersten Halbzeit waren wir im Tiefschlaf und hauen uns die Dinger selber rein. Wir haben das schon vor zwei Wochen in Freiburg erlebt – auch da waren wir nicht von der ersten Minute an wach. Das war nicht das erste Mal, das müssen wir analysieren. Unmittelbar vor dem Spiel wird das angesprochen und dann fehlt die Kommunikation, die untereinander einfach da sein muss.

Mich ärgert es einfach insgesamt, dass wir so ein Spiel nur Unentschieden spielen, zumal wir in der zweiten Halbzeit noch Chancen haben, das Spiel zu drehen. Der Anspruch, den wir haben, ist unten rauszukommen und solche Spiele zu gewinnen. In Gladbach haben dieses Jahr aber nicht viele Mannschaften gewonnen und deswegen muss man vielleicht mit dem Punkt zufrieden sein.“

Florian Kohfeldt (Werder-Trainer): „Wir wollten des Spiel gewinnen, und das wäre auch möglich gewesen. Die erste Halbzeit war defensiv nicht gut von uns, deswegen haben wir uns in der Pause dazu entschieden, vorne mit zwei Stürmern aggressiver anzulaufen.“

Thomas Delaney (Werder-Profi): „Die erste Halbzeit war ganz schlecht, wir hatten nicht das Selbstvertrauen. Die zweite Halbzeit war sehr gut und ein solches Spiel ist wichtig für unser Selbstvertrauen für den Rest der Saison. In der zweiten Hälfte haben wir etwas umgestellt und so mehr Druck auf den Ball bekommen. Das hat uns in der ersten Hälfte gefehlt.

Wir haben in der ersten Hälfte schlecht gespielt und viele Fehler gemacht. Wir waren einfach nicht da! Die zweite Halbzeit war ganz anders: Wir hatten dann Vertrauen in unser Spiel. Und wir wissen, dass wir auch gegen so starke Gegner Punkte holen. Nach dem Spielverlauf freuen wir uns über einen Punkt. Es ist natürlich schön, dass ich getroffen habe, mein letztes Tor ist ja schon eine Weile her – ich treffe den Ball mit der Schulter und mit dem Kopf. Aber wichtiger ist, dass wir zurück gekommen sind. Wir standen schon mit dem Rücken zur Wand und sind zurückgekommen. Das ist sehr wichtig für uns.

Philipp Bargfrede (Werder-Profi): „Wir hätten gerne mehr geholt, aber wenn du schon 0:2 hinten liegst, ist es am Ende ein Punkt für die Moral. Das spricht für unsere Mentalität und unseren Charakter. Die Gegentore haben wir uns leider selber eingeschenkt.“

Lars Stindl (Gladbach-Profi): „Die Enttäuschung bei uns ist natürlich sehr groß. Wir hatten schließlich alles in der Hand. In der zweiten Halbzeit haben wir die Bremer zu viel gewähren lassen, und dann haben sie vorne natürlich große Qualität.“

Mit Material von „Eurosport“

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Spielbericht: Ein Punkt der Moral

Fotostrecke: Delaney und Johannsson retten Werder einen Punkt

Werder verpennte den Start beim Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach und ging schon nach fünf Minuten in Rückstand. Torschütze war Denis Zakaria.
Werder verpennte den Start beim Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach und ging schon nach fünf Minuten in Rückstand. Torschütze war Denis Zakaria. © gumzmedia
Bremen fand erst nach einer Viertelstunde ins Spiel. Die erste nennenswerte Chance hatte Ishak Belfodil. Yann Sommer lenkte den Schuss des Stürmers aber neben den Pfosten (24.).
Bremen fand erst nach einer Viertelstunde ins Spiel. Die erste nennenswerte Chance hatte Ishak Belfodil. Yann Sommer lenkte den Schuss des Stürmers aber neben den Pfosten (24.). © gumzmedia
In der 33. Minute musste Werder das 0:2 hinnehmen. Zakarias harte Hereingabe von rechts prallte ans Bein von Moisander und der Ball flog ins eigene Tor.
In der 33. Minute musste Werder das 0:2 hinnehmen. Zakarias harte Hereingabe von rechts prallte ans Bein von Moisander und der Ball flog ins eigene Tor. © nordphoto
Kurze Zeit später eroberte Philipp Bargfrede den Ball am Sechzehner der Gastgeber und zog ab. Sein Schuss ging aber weit am Tor vorbei (38.).
Kurze Zeit später eroberte Philipp Bargfrede den Ball am Sechzehner der Gastgeber und zog ab. Sein Schuss ging aber weit am Tor vorbei (38.). © nordphoto
Ein Eckball brachte Werder dann zurück ins Spiel. Thomas Delaney stand völlig blank und verkürzte per Kopf auf 1:2 (59).
Ein Eckball brachte Werder dann zurück ins Spiel. Thomas Delaney stand völlig blank und verkürzte per Kopf auf 1:2 (59). © nordphoto
Raul Bobadilla hätte beinahe auf 3:1 gestellt. Der bullige Stürmer tankte sich in den Strafraum und zog ab, Pavlenka hilet aber stark (66.).
Raul Bobadilla hätte beinahe auf 3:1 gestellt. Der bullige Stürmer tankte sich in den Strafraum und zog ab, Pavlenka hilet aber stark (66.). © gumzmedia
Dann war Werder wieder da! Kruse wird von Bargfrede bedient, der nach Außen zu Eggestein legt. Eggestein bringt den Ball in den 16er, wo Johannsson den Ball in die Maschen drischt (78.).
Dann war Werder wieder da! Kruse wird von Bargfrede bedient, der nach Außen zu Eggestein legt. Eggestein bringt den Ball in den 16er, wo Johannsson den Ball in die Maschen drischt (78.). © nordphoto
Am Ende blieb es beim 2:2, das für Werder nach dem 0:2-Rückstand ein gewonnener Punkt ist.
Am Ende blieb es beim 2:2, das für Werder nach dem 0:2-Rückstand ein gewonnener Punkt ist. © gumzmedia
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