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Stecken mit der Eintracht im Formtief: Bastian Oczipka, Marco Fabian und Haris Seferovic (v.l.).

Vor dem 28. Bundesliga-Spieltag

Frankfurts steiler Absturz

Frankfurt - Eintracht Frankfurt steht vor dem Duell gegen Werder mit dem Rücken zur Wand. Die SGE steckt nach acht sieglosen Spielen in Folge in einer Formkrise. Der Gegner im Schnellcheck.

Zahlen und Fakten zum Spiel

Am 5. Februar feierten die „Adlerträger“ gegen Darmstadt 98 (2:0) ihren letzten Dreier. Seitdem gab es sechs Niederlagen und zwei Remis.

Zwei Punkte trennen die Eintracht (37, Tabellen-Achter) und Werder (35, Elfter) vor der Begegnung in der Commerzbank-Arena.

In den vergangenen sechs Spielen hat die SGE gegen Bremen im eigenen Stadion nicht mehr verloren. Werders letzter Sieg war am 13. Mai 2009. 5:0 für die Grün-Weißen hieß es am Ende.

Frankfurt erzielte in den letzten acht Spielen nur einen einzigen Treffer. Der SVW brachte es hingegen auf 18 Tore.

Von den vergangenen zehn Aufeinandertreffen gewann die Eintracht fünf. Nur zwei Duelle gingen an die Norddeutschen, drei Spiele endeten Unentschieden.

Verletzte und gesperrte Spieler

  • Bamba Anderson (Reha nach Knie-OP)
  • Yanni Regäsel (Reha nach Hüft-OP)
  • Guillermo Varela (Sprunggelenksprobleme)
  • Makato Hasebe (Knie-OP)
  • Slobodan Medojevic (Reha)
  • Alexander Meier (Fersenprobleme)

Der Trainer

Niko Kovac formte aus dem Fast-Absteiger der vergangenen Saison ein gefestigtes Team. Zumindest wenn man auf die Hinrunde der laufenden Spielzeit zurückblickt. Die Frankfurter, die vor allem in der Defensive an Stabilität gewonnen hatten, waren das Überraschungsteam schlechthin. Sie überwinterten nach dem 16. Spieltag mit 29 Punkten auf dem vierten Tabellenrang. Doch nach der Winterpause hat sich das Blatt gewendet.

Der Club ist von der Erfolgsspur abgekommen und steht nach acht sieglosen Spielen in Folge „nur“ noch im Mittelfeld (Rang acht). Kovacs flexibles 3-5-2-System scheint nicht mehr zu funktionieren, gerade die Offensive lässt zu wünschen übrig. Die Frankfurter erzielten in den vergangenen acht Spielen nur einen einzigen Treffer. Das ist deutlich zu wenig für einen Bundesligisten. Bis auf den Relegationsplatz sind es aber immerhin noch acht Punkte Vorsprung.

Star der Mannschaft

Bei Frankfurt sticht zurzeit niemand richtig hervor. Auch nicht Angreifer wie Haris Seferovic. Das Team leidet unter dem Fehlen von Hasebe und Meier. Wer allerdings konstant mit starken Leistungen überzeugt, ist Keeper Lukas Hradecky. Der finnische Nationaltorwart spielte in der laufenden Saison elf Mal zu null. Nur Bayern-Schlussmann Manuel Neuer behielt öfter die weiße Weste (14).

So lief das Spiel der Hinrunde

Frankfurt: Daran erinnern sich die Werder-Fans gerne. Jedenfalls wenn sie an den Last-Minute-Sieg am 34. Spieltag der vergangenen Saison denken. Das Hinspiel der laufenden Saison dürften die Bremer jedoch eher in schlechter Erinnerung behalten haben. Die Hanseaten verloren durch ein Last-Minute-Tor. Dabei hatte Florian Grillitsch die Grün-Weißen mit einem Traumtor aus 14 Metern in Führung gebracht (38.). Doch Alexander Meier erzielte in der 52. Minute den Ausgleich. Und dann kam es knüppeldick für den SVW: Frankfurts Aymen Barkok vollstreckte bei seinem Bundesliga-Debüt in der 90. Minute zum viel umjubelten 2:1-Siegtreffer.

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