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Thomas Delaney hier im Duell mit Augsburgs Marcel Heller. Das Hinspiel verlor Werder mit 0:3.

Vor dem 27. Spieltag

Keine Angst vor dem Angstgegner - Die Fakten zum Augsburg-Spiel

Augsburg - Der FC Augsburg hat sich zwar als Angstgegner von Werder Bremen eingespielt, doch die aktuelle Form darf den Bremern durchaus Mut machen. Die Fakten vor zum Spiel am Samstag.

1. Nouris Abgang: Es war ein rabenschwarzer Tag für den SV Werder. Im Hinspiel gegen den FC Augsburg waren die Bremer chancenlos, verloren 0:3. Von den Rängen des Weserstadions gab es zeitweise bloß noch resignierende Stille. Einen Tag danach musste der in der Saison noch sieglose Alexander Nouri seinen Platz als Trainer räumen. Florian Kohfeldt übernahm. Mit Augsburg macht er am Samstag nun seine erste halbe Spielzeit voll.

2. Angstgegner Augsburg: Es ist noch ein junges Duell in der Bundesliga, trotzdem hat sich der FC Augsburg für Werder schon zu einem Angstgegner entwickelt. 13 Mal hat Grün-Weiß bisher gegen die Fuggerstädter gespielt, davon nur drei Spiele gewonnen und acht verloren. Gegen keinen Bundesliga-Club holte Werder durchschnittlich so wenig Punkte wie die 0,85 gegen Augsburg. Der FCA gewann vier der letzten fünf Heimspiele sowie die letzten vier Duelle mit den Hanseaten. Werder hat erst einmal in Augsburg gewonnen: 2:1 am 8. November 2015.

3. Ausbaufähig: Selbst Max Kruses Augsburg-Bilanz ist echt mager. Der Stürmerstar gewann nur eines seiner zehn Bundesliga-Spiele gegen die bayrischen Schwaben und verlor sechs. Immerhin traf er dreimal.

4. Erfolgreiche Ecken: Werder hat ligaweit die meisten Tore nach Ecken erzielt: nämlich acht. Das ist fast ein Drittel aller Bremer Saisontore (27). Im Schnitt führte jede 17. Werder-Ecke zu einem Tor.

5. Gregoritsch der Schreckliche: Wenn es gegen Werder geht, geht es Michael Gregoritsch gut. Der Stürmer hat in fünf Spielen gegen die Bremer sechsmal getroffen – öfter als gegen jeden anderen Club. Beim 3:0 im Hinspiel traf er doppelt. Mit bisher elf Saisontoren jagt der 23-Jährige den Bundesliga-Vereinsrekord von Andre Hahn, der 2013/14 zwölf Treffer in einer Saison erzielte.

6. Form spricht für Werder: In der Tabelle steht Augsburg (35 Punkte, Platz acht) zwar vor Werder (30 Punkte, Platz 13), die aktuelle Form spricht aber für den Nordclub: Die Kohfeldt-Elf holte sieben Punkte aus den letzten drei Spielen, gewann vier ihrer letzten sechs Aufgaben und blieb in zwei der letzten drei Auswärtsspielen ungeschlagen. Werder hat nach neun Rückrundenspielen schon die 15 Zähler aus der kompletten Hinrunde erreicht. Die Augsburger hingegen gewannen von den letzten fünf Spielen nur eines (vergangenes Wochenende 3:1 in Hannover), und verloren die letzten beiden Heimspiele zu null (0:2 gegen Hoffenheim, 0:1 gegen Stuttgart).

7. Bremer Vielseitigkeit: Werder fehlt zwar derzeit ein echter Goalgetter, das gleicht aber eine funktionierende Mannschaft aus: Schon 16 verschiedene Spieler haben diese Saison ins Netz getroffen - mehr hat kein anderer Bundesligist. Elf Spieler haben sich im Jahr 2018 in die Torschützenliste eingetragen - auch das ist Liga-Spitze.

8. Späte Treffer: Wenn man denkt, die Kräfte schwinden, dreht Augsburg erst richtig auf. 13 Treffer erzielte der aktuelle Tabellenachte in der letzten Viertelstunde – Ligarekord.

9. Die Fehlenden: Werder muss auf Milos Veljkovic (Schlag auf den Fuß) und erneut auf den am Blinddarm operierten Jerome Gondorf verzichten. Philipp Bargfrede (Magen-Darm-Infekt) und Aron Johannsson (muskuläre Probleme), die gegen Köln passen mussten, sind wieder dabei. Bei Augsburg fehlen Torjäger Alfred Finnbogason (Muskelverletzung in der Wade), Jeffrey Gouweleeuw (Innenbandteilriss im Knie), Kevin Danso (Syndesmoseteilriss) und Rafael Framberger (Bänderverletzung im Sprunggelenk). Auf Daniel Opare (suspendiert) verzichtet Trainer Manuel Baum freiwillig.

10. Besonderer März: Von den vergangenen zwölf Bundesliga-Spielen im Monat März hat Werder nur zwei verloren. Der Gegner war jeweils der FC Bayern München – am 12. März 2016 und 14. März 2015. Der März – ein Monat, der Werder Glück bringt.

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