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Max Kruse schoss Werder zum Sieg in Ingolstadt.

Werder beim FC Ingolstadt

Liveticker: Schluss! Teufelskerl Kruse schnürt Viererpack

Ingolstadt - Werder Bremen hat beim FC Ingolstadt mit 4:2 gewonnen und darf sich endgültig mit Europa statt Abstiegskampf beschäftigen. Lest den Spielverlauf hier im Liveticker nach. Für euch tickerten Marc Stehr und Janosch Lenhart.

FC Ingolstadt - SV Werder Bremen 2:4 (1:1)

FC Ingolstadt: 35 Hansen – 8 Roger, 6 Morales, 32 Tisserand – 33 Hadergjonaj, 7 Leckie – 19 Christiansen (75. 16 Hinterseer), 36 Cohen – 10 Groß, 21 Kittel, 11 Lezcano (85. 14 Lex)

SV Werder Bremen: 42 Wiedwald – 13 Veljkovic (67. 29 Gnabry), 26 Sane, 18 Moisander – 23 Gebre Selassie, 4 Bauer – 35 M. Eggestein – 27 Grillitsch (67. 14 Pizarro), 7 Kainz (89. 44 Bargfrede) – 22 Bartels, 10 Kruse

Tore: 1:0 (32.) Lezcano, 1:1 (45.) Kruse, 2:1 (62.) Groß, 2:2 (81.) Kruse, 2:3 (87.) Kruse, 2:4 (90.+4) Kruse

Der SV Werder Bremen ist die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Bundesliga. Seit neun Spielen ist die Mannschaft von Trainer Alexander Nouri ungeschlagen. Der Lohn: Am Samstag können die Bremer mit einem Punktgewinn gegen den FC Ingolstadt die magische 40-Punkte-Marke erreichen und den Klassenerhalt damit quasi eintüten.

Mehr noch: Wenn Werder die Erfolgsserie fortsetzt, rückt die Qualifikation für das europäische Geschäft immer stärker in den Blickpunkt. Werder liegt nur einen Punkt hinter Platz sieben, der womöglich am Ende der Saison für den Start in die Europa League berechtigt.

Werder und Ingolstadt mit Personalsorgen

Für den FC Ingolstadt geht es hingegen um alles: Der Tabellenvorletzte muss fünf Spieltage vor Saisonende dringend punkten, um eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Zurzeit liegt die Mannschaft von Trainer Maik Walpurgis vier Punkte hinter dem Relegationsplatz und dem rettenden 15. Rang.

Sowohl Werder als auch Ingolstadt plagen sich derweil mit Ausfällen rum. Werder muss nicht nur Kapitän Clemens Fritz (Syndesmose-OP) und Vize Zlatko Junuzovic (5. Gelbe Karte) ersetzen, sondern auch auf Leistungsträger wie Thomas Delaney (Muskelfaserriss), Luca Caldirola (Mittelfußbruch) und Santiago Garcia (Nackenprellung) verzichten. Aber die Bremer haben in der Vergangenheit bewiesen, Ausfälle gut auffangen können. Durch mehrere Rückkehrer wie Serge Gnabry, Robert Bauer und Philipp Bargfrede ist der Kader auch wieder breit genug. Außerdem meldeten sich Max Kruse und Lamine Sane für das Spiel fit.

Bei Ingolstadt ist das schon schwerer. Die Mannschaft taumelt nicht nur dem Abgrund namens Zweitklassigkeit entgegen, sondern muss gegen Werder beinahe die ganze Abwehrreihe ersetzen. Marvin Matip (5. Gelbe Karte), Romain Bregerie (Rotsperre) und Markus Suttner (10. Gelbe Karte) fallen sicher aus, Marcel Tisserand (Wadenprobleme) ist fraglich. Da kann es schwer werden, der Bremer Offensivmaschinerie der vergangenen Spiele standzuhalten.

Statistik zum Spiel FC Ingolstadt - Werder Bremen

Vier Tore erzielten die Ingolstädter in den bisherigen drei Duellen mit Werder, zwei davon durch Elfmeter in der 90. Minute. Für den bislang einzigen Bremer Sieg sorgte Fin Bartels mit seinem Tor zum 2:1 im Hinspiel.

Werder ist seit dem 2:3 in Augsburg vom 2. Februar in der Fremde ungeschlagen und holte aus den folgenden fünf Gastspielen mit zwölf Toren elf Zähler. In vier dieser fünf Partien schossen die Bremer genau zwei Tore vor der Pause und führten nach den ersten 45 Minuten.

Die Werderaner weisen die derzeit längste Serie aller Klubs ohne Niederlage auf. Neunmal in Folge ungeschlagen blieben sie seit der Saison 2009/10 nicht mehr, in der sie am Ende Platz drei belegten. Ihre 23 Punkte in der Rückrunde werden nur von Tabellenführer FC Bayern übertroffen. Seit dem 0:6 zum Saisonstart in München schossen die Hanseaten, die in den letzten vier Runden fünfmal per Kopf trafen, in jedem Gastspiel mindestens ein Tor.

Joker Florian Kainz verbuchte in den letzten fünf Runden in insgesamt nur 83 Spielminuten vier Scorerpunkte. Ingolstadt gewann die letzten beiden Heimspiele mit einem Tor Differenz und erzielte in den letzten drei Partien im eigenen Stadion sieben Treffer.

Lediglich beim 1:0-Sieg gegen den damaligen Tabellenführer Leipzig am 10. Dezember spielten die Schanzer zu Hause zu null. Sie kassierten in der letzten Viertelstunde mit 19 die meisten Gegentore aller Klubs sowie die meisten Gegentreffer der Liga durch Joker.

han/sid

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