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Werder-Sportchef Frank Baumann erwartet ein hitziges Nordderby gegen den HSV am Samstag.

Werder stellt sich auf „hitzige Atmosphäre“ ein

Baumann rechnet mit Provokationen

Bremen - Die einen haben viermal in Folge verloren und dabei kein einziges Tor geschossen, die anderen warten in der laufenden Saison noch immer auf den ersten Sieg.

Wenn sich der Hamburger SV und Werder Bremen am Samstag ab 18.30 Uhr im Volksparkstadion gegenüberstehen, dann geht es im 107. Nordderby vor allem um die Frage, welcher der beiden Vereine nach schwierigen Wochen den Umschwung schafft. „Jeder weiß um den Stellenwert des Spiels“, unterstreicht Werder-Trainer Alexander Nouri - und schickt umgehend hinterher: „Wir sind gut vorbereitet und werden den Fight annehmen.“

Für Nouri wird es das dritte Nordderby als Werder-Coach, seine persönliche Bilanz liest sich gut: Ein 2:2 in Hamburg und ein 2:1 in Bremen stehen für die Grün-Weißen unter seiner Regie zu Buche. „Bei uns ist die Vorfreude auf das Spiel grundsätzlich groß“, sagt der 38-Jährige. Das berühmte Kribbeln sei deutlich zu spüren. 6000 Bremer Fans werden im Stadion erwartet, der Großteil der 57.000 Zuschauer wird traditionell allerdings wenig Sympathien für Grün-Weiß hegen. „Die Atmosphäre spielt bei so einem Derby immer eine Rolle“, sagt Nouri, „die meisten meiner Spieler haben aber schon Derbys erlebt und wissen, was auf sie zukommt.“

Eine Aussage, die auf Niklas Moisander ganz sicher zutrifft. Werders wiedergenesener Abwehrchef hat in seiner Laufbahn schon reichlich Erfahrung bei Vereinen in verschiedenen Ländern gesammelt. Klar, dass auch Derbys dabei waren. „In solchen Spielen ist es wichtig, dass man einen kühlen Kopf bewahrt“, erklärt der Finne, der ganz genau weiß, worum es geht: „Für unsere Fans ist es das wichtigste Spiel des Jahres.“

Baumann: „Wir müssen auf alles gefasst sein“

Stichwort „kühler Kopf“ - damit spricht Moisander Werders Sportchef Frank Baumann aus der Seele. „Ich erwarte ein sehr hitziges Spiel. Wir müssen auf alles gefasst sein und auch mit Provokationen rechnen“, sagt der 41-Jährige. Dem könne man am besten mit großer Ruhe begegnen. Mit der Ruhe hatte es sich vor dem jüngsten Vergleich der beiden Nord-Rivalen im April allerdings bereits vor dem Anpfiff erledigt, als Bremer Anhänger den HSV-Bus auf dem Weg ins Stadion vor der Ostkurve mit Farbbeuteln bewarfen.

„Wir haben damals schon klar gesagt, dass so etwas vor dem Derby nichts zu suchen hat“, erinnert Baumann, der sich durchaus darauf einstellt, dass den Bremer Bus am Samstag ein ähnlich unschöner Empfang erwarten könnte. „Ich habe schon einige Derbys mitgemacht. Unser Bus wurde auch sehr, sehr häufig vielen Gegenständen beworfen. Das kann man nicht komplett ausschließen. Auch darauf sind wir gefasst.“

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