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Jubelnde HSV-Profis.

Vor dem zwölften Bundesliga-Spieltag

Hamburger SV im Schnellcheck

Bremen – Nach vier sieglosen Spielen in Folge trifft Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr) im 105. Nordderby auf den Hamburger SV. In den vergangenen zwei Aufeinandertreffen behielten die „Rothosen“ die Oberhand (3:1, 2:1). Kann der HSV das dritte Derby in Folge für sich entscheiden?

Aktuelle Form (NNNU)

Der Tabellenletzte holte aus den vergangenen vier Bundesliga-Spielen einen Punkt. Nach den beiden klaren 0:3-Pleiten gegen Eintracht Frankfurt und den 1. FC Köln folgte die nächste Niederlage. Am 80. Geburtstag von Uwe Seeler verlor der HSV im eigenen Wohnzimmer mit 2:5 gegen Borussia Dortmund. Am vergangenen Spieltag erzielte das Team von Trainer Markus Gisdol bei dessen Rückkehr nach Sinsheim immerhin ein 2:2-Unentschieden gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Star der Mannschaft

Beim Hamburger SV macht derzeit kein Akteur so richtig auf sich aufmerksam. Will man trotzdem Spieler hervorheben, wäre da zum einen Torwart Rene Adler, der in der aktuellen Saison schon ein ums andere Mal eine höhere Niederlage des HSV verhinderte. Gegen Werder wird der 31-Jährige nach seiner Ellbogen-OP jedoch nicht im Tor stehen. Zum anderen hatte Filip Kostic zuletzt großen Anteil am Punktgewinn gegen die TSG Hoffenheim. Der Flügelspieler – für 14 Millionen Euro vom VfB Stuttgart gekommen – erzielte beim 2:2-Remis einen Treffer und legte einen weiteren auf.

Der Trainer

Vor rund zwei Monaten trat Markus Gisdol die Nachfolge von Bruno Labbadia an. Seitdem hat sich jedoch nicht wirklich viel getan beim Tabellenletzten. Wie auch Ex-Coach Labbadia baut Gisdol meistens auf ein 4-2-3-1- oder 4-4-2-System. Lediglich in der Offensive variiert der Trainer in Sachen Aufstellung und agiert mit einem oder zwei Stürmern. In der Defensive setzt Gisdol auf Viererkette und Doppelsechs. Bisher jedoch ohne Erfolg, wie die Punkteausbeute zeigt. Der HSV holte aus sechs Bundesliga-Spielen unter Gisdol gerade mal zwei Zähler und kassierte 15 Gegentore. Dabei gilt der Neu-Coach eigentlich als Taktik-Experte mit einem Händchen für Talente. Doch bisher läuft es beim HSV nicht rund für den 47-Jährigen.

Das ist der HSV

GER, 1.FBL, Training Hamburger SV
Markus Gisdol ist mit dem Hamburger SV das Tabellenschlusslicht der Tabelle. Erst drei Zähler konnten die Rothosen in dieser Saison ergattern. Das sind Gisdols Spieler: © nordphoto
Christian Mathenia ersetzt den eigentlichen Stammkeeper René Adler, der wegen eines Rippenbruchs pausieren muss. © nordphoto
GER; 1.FBL Hamburger SV vs Borussia Dortmund
Dennis Diekmeier ist seit 2010 beim Hamburger SV. In seiner Jugendzeit kickte der Rechtsverteidiger allerdings noch beim Nordrivalen Werder Bremen. Über den 1. FC Nürnberg landete er 2010 in Hamburg. © nordphoto
Johan Djourou ist in der Hamburger Innenverteidigung eigentlich absolut gesetzt. Gegen Werder muss er aufgrund von Trainingsrückstand aber aussetzen. © nordphoto
Matthias Ostrzolek ist beim HSV flexibel einsetzbar. Er kann als Außenverteidiger, Flügelspieler oder Sechser aufgestellt werden. Bisher kam der 26-Jährige allerdings nur in vier Bundesliga-Spielen zum Zuge. © nordphoto
GER, 1. FBL, TSG 1899 Hoffenheim vs Hamburger SV
Gotoku Sakai wurde von Trainer Gisdol zum Mannschaftskapitän gemacht. Der Japaner findet sich meist auf der rechten Abwehrseite oder im defensiven Mittelfeld wieder. © nordphoto
Filip Kostic hat sein Potenzial in der aktuellen Saison noch nicht vollends ausgeschöpft. Erst drei Treffer und drei Vorlagen stehen dem Offensivmann vor dem 29. Spieltag zu Buche. © nordphoto
GER, 1. FBL, TSG 1899 Hoffenheim vs Hamburger SV
Lewis Holtby soll im Hamburger Zentrum das Spiel lenken. © nordphoto
GER; 1.FBL Hamburger SV vs TSG 1899 Hoffenheim
Aaron Hunt der Star der Stunde beim HSV. Nach einer völlig verkorksten Hinrunde spielt der Ex-Bremer aktuell stark auf. © nordphoto

Verletzte und gesperrte Spieler

Bobby Wood muss wegen seiner Rotsperre noch einmal aussetzen und ist zudem angeschlagen. Rene Adler fehlt den Hamburgern nach einer Ellbogen-OP voraussichtlich bis Jahresende. Cleber Reis plagen Knieprobleme und Albin Ekdal muss wegen einer Sprunggelenksverletzung aussetzen. Außerdem fällt Emir Spahic mit einer Meniskusverletzung aus.

So lief das Spiel in der Rückrunde 2015/16

Am 31. Spieltag der vergangenen Saison musste sich Werder Bremen beim Hamburger SV mit 1:2 geschlagen geben. Pierre-Michel Lasogga erzielte bereits nach fünf Minuten den Führungstreffer der Gastgeber und erhöhte rund eine halbe Stunde später auf 2:0. Werder gab sich allerdings noch nicht geschlagen und kam mit mehr Schwung aus der Kabine. In der 57. Minute hatte Claudio Pizarro die Möglichkeit vom Elfmeterpunkt auf 1:2 zu verkürzen, doch Torwart Jaroslav Drobny (inzwischen Bremer) parierte. Der Anschlusstreffer gelang den Grün-Weißen trotzdem. Anthony Ujah schoss Werder zurück ins Spiel (65.). Bremen gab nochmal alles, der HSV brachte die knappe Führung jedoch über die Zeit und entschied das Nordderby für sich.
kso

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