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Ex-Bremer Martin Harnik gehört zu den schnellen Stürmern bei Hannover 96.

Vor Spiel am Freitagabend

Kohfeldt warnt vor Hannovers Konterstärke

Bremen - Drei Tore von Max Kruse, am Ende ein überzeugender 4:0-Erfolg - das Hinspiel gegen Hannover 96 stellte für Werder Bremen im November einen Wendepunkt dar.

Am zwölften Spieltag glückte der Mannschaft damals der erste Saisonsieg. Nach dem Heim-Debüt von Neu-Trainer Florian Kohfeldt war am Osterdeich ein erster Anflug von Aufbruchstimmung zu spüren. Diese hat bis heute Bestand - und zwar derart, dass Werder am Freitagabend (20.30 Uhr) mit einem Sieg im Rückspiel gegen Hannover das Thema Abstiegskampf endgültig beenden kann.

Die Vorzeichen dafür stehen gut. Während die Bremer (Tabellenplatz 12, 36 Punkte) vier der letzten fünf Spiele gewonnen haben, ist Hannover (Platz 13, 32 Punkte) seit sechs Partien sieglos, kassierte zuletzt gar fünf Pleiten am Stück. Von der Favoritenrolle will Kohfeldt vor dem kleinen Nordderby aber nichts wissen. „Die Rolle werde ich nicht annehmen“, sagte der Bremer Trainer - und erklärte dann auch, warum.

„Unterschätzen werden wir Hannover auf gar keinen Fall, denn das ist immer noch eine sehr flexible und konterstarke Mannschaft, die in den letzten Wochen sehr viel Pech hatte“, sagte Kohfeldt und verwies auf das jüngste 2:3 gegen RB Leipzig, bei dem 96 nach einem 0:3-Rückstand beinahe noch zum Ausgleich gekommen wäre. „Gegen Leipzig nochmal so zurückzukommen, ist ein Zeichen von Qualität“, hob Kohfeldt hervor. Hannover sei sehr flexibel in seinen Grundordnungen, „sie spielen Dreierkette, spielen Viererkette, da müssen wir auf alles vorbereitet sein“.

In erster Linie die Konterstärke der Niedersachsen nötigt Kohfeldt Respekt ab. Martin Harnik, Niclas Füllkrug (beide mit Werder-Vergangenheit), Ihlas Bebou, Felix Klaus - Kohfeldt zählte gleich eine ganze Reihe von Spielern auf, „die ordentlich Tempo haben“. Bei den Standards will Werders Trainer vor allem darauf achten, dass 96-Innenverteidiger Salif Sane nicht zum Zuge kommt. „Er ist da eine absolute Waffe.“ Noch ist Sanes Einsatz allerdings fraglich.

Kohfeldt fordert hohe Disziplin

Bei all dem Lob für den Gegner ließ Kohfeldt aber auch keinen Zweifel an seiner eigenen Zielsetzung aufkommen: „Klar ist, dass wir das Spiel gewinnen wollen.“ In den vergangenen Wochen hatte der 35-Jährige dafür stets den richtigen Plan parat. Und auch dieses Mal hat er schon einige Ideen.

 „Wir wollen uns wieder so vorbereiten, dass wir in der Lage sind, auf die Umstellungen des Gegners zu reagieren. Damit wir selber viel Ballbesitz haben und uns Chancen erspielen können“, erklärte Kohfeldt - und forderte: „Dafür wird wieder eine hohe Disziplin im Positionsspiel nötig sein, offensiv und defensiv.“

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