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Zwei Torschützen unter sich: Werders Thomas Delaney (l.) hat das 1:0 von Herthas Mathew Leckie gekontert - und Werder den ersten Punkt beschert.

Werder gegen Hertha BSC

Delaneys Tänzchen bringt den ersten Punkt

Berlin - Die Doppelnull ist aus der Tabelle verschwunden: Werder Bremen hat am dritten Spieltag den ersten Punkt in der laufenden Bundesliga-Saison eingefahren und dabei den ersten Treffer erzielt.

Bei Hertha BSC erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Alexander Nouri am Sonntag ein 1:1 (0:1). In der Tabelle schoben sich die Bremer dadurch auf den 16. Platz vor. Für Werder traf Thomas Delaney (59.), Hertha hatte zuvor Mathew Leckie (38.) in Führung gebracht.

Nouri hatte sich vor dem Spiel für eine offensivere Ausrichtung seines 3-5-2-Systems als zuletzt gegen die Bayern entschieden und Florian Kainz den Vorzug vor Jerome Gondorf gegeben. Der Österreicher begann als Achter an der Seite von Thomas Delaney. Ansonsten lief Werder mit der gleichen Startaufstellung wie beim 0:2 gegen den Rekordmeister auf. Rückkehrer Izet Hajrovic und Neuzugang Ishak Belfodil nahmen zunächst also auf der Bank Platz.

Werder wirkte in der ersten Hälfte entschlossener

Während des ersten Durchgangs agierten beide Mannschaften taktisch sehr diszipliniert und wirkten hervorragend aufeinander eingestellt. Chancen hatte zunächst nur Werder. Bereits in der vierten Minute scheiterte Kainz nach Flanke von Fin Bartels mit einer Direktabnahme am glänzend reagierenden Hertha-Torhüter Rune Jarstein. Wenig später glänzte Bartels abermals als Vorbereiter: Der 30-Jährige ließ Marvin Plattenhardt mit einem schönen Trick alt aussehen, legte den Ball auf Thomas Delaney zurück, der allerdings aus sechs Metern Torentfernung keinen Druck hinter die Kugel brachte (21.).

Es war zwar keineswegs so, dass die Gäste ihren Gegner an die Wand spielten, Werder wirkte auf dem Weg nach vorne aber entschlossener und ideenreicher als die Hertha. Die Nouri-Elf zeigte ein ordentliches Auswärtsspiel. Zum Beleg: Nach 32 Minuten brachten es die Bremer auf 5:0 Ecken und 3:0 Torschüsse. Schöne Werte, die Werder in der 38. Minute aber auch nicht halfen.

Thomas Delaney schoss gegen Hertha BSC das erste Saisontor der Bremer - und ließ sich dafür feiern.

Nachdem Robert Bauer den Ball nahe der Mittellinie vollkommen unnötig an Vedad Ibisevic verloren hatte, bediente der Hertha-Stürmer seinen Mitspieler Vladimir Darida. Werder-Verteidiger Milos Veljkovic holte den Berliner zwar von den Beinen, Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus ließ bei ihrem Bundesliga-Debüt aber Vorteil laufen, sodass Mathew Leckie im Strafraum aus spitzem Winkel zum Abschluss kam und die Hausherren mit 1:0 in Führung brachte. Ludwig Augustinsson hatte den Berliner Angreifer laufen lassen. Doppelt bitter für Werder: Der Flachschuss des Australiers war Torhüter Jiri Pavlenka unverschuldet durch die Beine gerutscht. Für Hertha war es der dritte Saisontreffer - alle drei hat Leckie erzielt.

Nach der Pause war Werder zunächst anzumerken, dass das Gegentor Wirkung gezeigt hatte. Da brauchte es schon eine schöne Einzelaktion von Delaney, damit die Gäste wieder ins Spiel fanden. Im Strafraum behauptete Werders Däne den Ball artistisch gegen Plattenhardt und Stark, zog dann mit seinem starken linken Fuß ab - und traf zum 1:1 (59.). Für Delaney war es bereits der fünfte Treffer in den vergangenen zehn Tagen. Für die dänische Nationalmannschaft hatte er gerade erst in der WM-Qualifikation in zwei Spielen vier Tore erzielt. Sein Ausgleich in Berlin beflügelte Werder. Nach Pass von Max Kruse hätte Bartels beinahe umgehend das 2:1 nachgelegt. Da sein Abschluss aber zu schwach geriet, fand er in Jarstein seinen Meister (63.).

Belfodil kommt kurz vor Schluss zum Bundesliga-Debüt

In der 73. Minute stand dann Schiedsrichterin Steinhaus im Fokus. Hertha wollte nach vermeintlichem Foul von Veljkovic am eingewechselten Valentin Stocker einen Elfmeter haben, bekam ihn aber nicht. Eine ebenso richtige Entscheidung der Unparteiischen, wie die aus der 76. Minute, als sie das Spiel nach einer Rettungstat von Bauer gegen Ibisevic ebenfalls weiterlaufen ließ und keinen Strafstoß gab. Nach dem folgenden Eckball schoss Stocker den Ball sträflich freistehend direkt aufs Werder-Tor, Jiri Pavlenka hatte die Kugel im Nachfassen (77.).

84 Minuten waren absolviert, als Belfodil zu seinem Bundesliga-Debüt kam. Nouri brachte den neuen Stürmer für Fin Bartels ins Spiel - die letzte dicke Chance für Werder hatte aber ein anderer: Kruse verfehlte das Ziel bei einem Distanzschuss und verpasste es somit, seiner Mannschaft einen Last-Minute-Sieg zu bescheren (90.).

Delaney kontert Leckie - 1:1

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