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Werder Bremen hatte gegen Hertha BSC zuletzt oft Grund zum Jubeln - wie etwa nach dem 1:0 von Max Kruse im Olympiastadion in der Vorsaison.

Vor dem dritten Spieltag

Zehn Fakten zum Werder-Spiel gegen Hertha BSC

Bremen - Werder Bremen peilt bei Hertha BSC am Sonntag den ersten Saisonsieg an - und hat allen Grund dazu. Das sind die wichtigsten Infos zum Spiel.

1. Viel Spaß: Wenn Werder ein Gegner liegt, dann ist das Hertha BSC. Die Bremer haben von den vergangenen sieben Duellen mit dem Hauptstadtclub keines verloren. Die Berliner gewannen von den vergangenen 13 Heimspielen nur drei. In diesem Jahrtausend hat Werder gegen noch keinen Gegner häufiger gewonnen als gegen Hertha (19 Siege, acht Niederlagen, vier Unentschieden).

2. Serienbrecher Kruse: In der vergangenen Saison beendete Werder mit einem 1:0-Sieg durch ein Tor von Max Kruse die Serie von sechs Berliner Heimsiegen - es war der erste Auswärts-Dreier mit Alexander Nouri als Werder-Cheftrainer. Kruse traf auch im Rückspiel. Zweiter Torschütze beim 2:0-Sieg im Weserstadion war Fin Bartels.

3. Ergebnis-Experten: Die Hertha ist in der laufenden Saison ein 2:0-Spezialist. Gegen Hansa Rostock (DFB-Pokal) und den VfB Stuttgart gelangen 2:0-Siege, gegen Borussia Dortmund setzte es eine 0:2-Niederlage. In der Bundesliga-Tabelle ist der Vorjahres-Sechste Neunter.

4. Aus der Spur: Werder wartet saisonübergreifend seit fünf Bundesliga-Spielen auf einen Erfolg, ist nach zwei Spieltagen der aktuellen Spielzeit noch die einzige Mannschaft ohne Punkt und Tor. Nach Niederlagen gegen 1899 Hoffenheim und den FC Bayern soll gegen Hertha der Bann gebrochen werden. Den bisher letzten Dreier hatte Werder bei Hertha BSC geholt.

5. Achtung: Nicht auf Salomon Kalou oder Vedad Ibisevic müssen die Bremer Verteidiger derzeit im Hertha-Angriff wohl am meisten schauen, sondern auf Mathew Leckie. Der Neuzugang aus Ingolstadt schoss die bisher einzigen beiden Saisontreffer der Berliner.

Setzt Werder-Trainer Alexander Nouri (l.) gegen Hertha BSC auf Neuzugang Ishak Belfodil?

6. Zweite Generation: Bei Hertha BSC spielen gleich drei Söhne von ehemaligen Bundesliga-Spielern. Mitchell Weiser ist der Junior von Patrick Weiser, Jürgen Klinsmanns Sohn Jonathan arbeitet bei Hertha als dritter Keeper, und mit Palko Dardai ist sogar der Spross des aktuellen Coaches Pal Dardai im Team.

7. Die Ehemaligen: Während auf Seiten der Berliner mit Davie Selke ein Ex-Bremer unter Vertrag steht, gehört mit Jaroslav Drobny ein ehemaliger Berliner der Bremer Mannschaft an. Beide werden am Sonntag nicht dabei sein: Davie Selke fehlt verletzt, Jaroslav Drobny ist bei Werder nur noch dritter Torwart. Der Oldie stellt sich hinter Jiri Pavlenka und Michael Zetterer an.

8. Die Fehlenden: Neben Davie Selke (Knochenmarködem) fehlen bei Hertha auch Julian Schieber, Valentino Lazaro, Julius Kade und Jonathan Klinsmann (alle im Aufbautraining). Bei Werder müssen nach wie vor Niklas Moisander (Muskelverletzung), Zlatko Junuzovic (Achillessehnenprobleme) und Justin Eilers (Kreuzbandriss) passen. Izet Hajrovic dürfte nach auskurierter Knieverletzung erstmals im Jahr 2017 zum Bremer Aufgebot gehören.

9. Verheißungsvolles Omen: Neu im Bremer Team ist Last-Minute-Transfer Ishak Belfodil. Bei einem Einsatz würde er einen Einstieg feiern, der extrem an den von Legende Claudio Pizarro erinnert. Der Peruaner war 1999 am dritten Spieltag erstmals zum Einsatz gekommen, der Gegner hieß Hertha BSC und Werder war in der Saison noch torlos – alles wie jetzt.

10. Europapokal: Für einige der Hertha-Spieler gehen nach den Länderspielen die englischen Wochen weiter. Am Donnerstag nach dem Werder-Spiel empfängt Hertha Athletic Bilbao. Die Spanier sind der wohl dickste Brocken für die Berliner in der Europa League (weitere Gegner: Luhansk und Östersund). Mit Hertha hat Werder also auch am dritten Bundesliga-Spieltag einen Europapokal-Teilnehmer vor der Brust.

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