So bejubelten die Hertha-Profis einen Treffer von Vedad Ibisevic, der Ende September zum zweiten Mal Vater geworden ist.

Vor dem 14. Bundesliga-Spieltag

Hertha BSC im Schnellcheck

Bremen – Werder gastiert am Samstag (18.30 Uhr) beim Tabellendritten Hertha BSC. Die Berliner zählen in der laufenden Saison zu den Überraschungsteams der Liga und sind zu Hause noch ohne Punktverlust. Bleibt die Heim-Siegesserie gegen Werder bestehen?

Aktuelle Form (SUSS)

Hertha holte aus den vergangenen vier Bundesliga-Spielen zehn Punkte. Das Team von Trainer Pal Dardai bezwang Borussia Mönchengladbach zu Hause mit 4:0. Es folgte ein torloses Remis beim FC Augsburg. Eine Woche später feierten die Berliner einen 2:1-Erfolg gegen Mainz 05. Am vergangenen Spieltag drehte Hertha einen doppelten Rückstand und gewann durch einen Treffer von Salomon Kalou in der Nachspielzeit mit 3:2 beim VfL Wolfsburg.

Star der Mannschaft

Der Star der Stunde bei den Berlinern ist Vedad Ibisevic. Der bosnische Angreifer, den vor zwei Jahren bei seinem Ex-Club VfB Stuttgart kaum noch jemand auf dem Zettel hatte, ist mit acht Treffern und drei Torvorlagen aktuell Herthas Lebensversicherung. Vor der Saison machte Coach Dardai den 32-Jährigen außerdem zum Mannschaftskapitän. Ibisevic zahlt das Vertrauen nun Spiel für Spiel zurück und peitscht seine Teamkollegen nach vorne.

Der Trainer

Nach der Trennung von Jos Luhukay übernahm Pal Dardai im Februar 2015 den Profi-Kader der Hertha. Seitdem hat der 40-jährige Coach eine aufregende Zeit hinter sich. In der Saison 2014/15 rettete er die Berliner in allerletzter Not vor dem Abstieg, aktuell befinden sich die Hauptstädter in einem absoluten Höhenflug. 27 Punkte stehen vor dem 14. Spieltag auf dem Konto der Berliner – dazu Tabellenplatz drei. Dardai hat aus einer völlig verunsicherten Mannschaft ein selbstbewusstes, formstarkes Team entwickelt.

Dardais Überraschungsteam

Der Trainer baut in erster Linie auf viel Ballbesitz. Hinzu kommt das schnelle Umschaltspiel und der Aufbau über lange Pässe aus der Vierer-Abwehrkette in die Offensive. Gerade über die zwei Flügelspieler – zuletzt Kalou und Genki Haraguchi – ist Hertha brandgefährlich. In der Sturmspitze lauert Kapitän Ibisevic, der die Bälle im Sechzehner fordert. Er braucht nicht viele Chancen, um vor dem Tor erfolgreich zu sein.

Verletzte und gesperrte Spieler

Abwehrchef John Anthony Brooks, den Rücken- und Achillessehnen-Beschwerden plagen, ist gegen Werder nicht dabei. Weiterhin fehlen Nils-Jonathan Körber (Meniskusriss) und Ondrej Duda (Knieoperation). Rechtzeitig fit sind Mitchell Weiser (muskuläre Probleme) und Niklas Stark (Faserriss im Oberschenkel), der Brooks in der Innenverteidigung ersetzen soll.

So lief das Spiel in der Rückrunde 2015/16

Im bisher letzten Aufeinandertreffen zwischen Werder und Hertha BSC gab es ein spektakuläres 3:3. Bremen ging nach Toren von Vladimir Darida (29.) und Marvin Plattenhardt (42.) mit einem 0:2-Rückstand in die Pause. Fin Bartels brachte den Gastgeber mit seinem Treffer zum 1:2 in der 67. Minute zurück ins Spiel. Wenige Minuten später stellte Kalou den alten Abstand wieder her – 1:3 (71.). Werder gab sich jedoch längst nicht geschlagen, Oldie-Stürmer Claudio Pizarro schlug eiskalt zu. Erst traf er vom Elfmeterpunkt (75.), zwei Minuten später nickte er einen von Santiago Garcia verlängerten Ball zum 3:3-Endstand in die Maschen (77.).
kso

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