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Niklas Süle ist Innenverteidiger bei der TSG 1899 Hoffenheim.

Star in Zahlen: Hoffenheims Niklas Süle

Ausraster? Nur bei der SMS von Jerome Boateng

Sinsheim - Einst ein unverzichtbarer Torjäger, jetzt der tonangebende Innenverteidiger beim Überraschungs-Dritten der Fußball-Bundesliga, 1899 Hoffenheim: Niklas Süle. Der 21-Jährige ist einer der Senkrechtstarter im deutschen Fußball.

1 Länderspiel hat Niklas Süle bisher für die deutsche A-Nationalmannschaft bestritten. Das war Ende August 2016 gegen Finnland. „Bei so einem bedeutenden Spiel, dem Abschiedsspiel von Bastian Schweinsteiger, dabei zu sein und sogar in der Startelf zu stehen, war ein einmaliges Erlebnis, für das ich sehr dankbar bin“, sagt Süle im Interview mit „Goal.com“.

3 Zentimeter ist der kräftige Abwehrmann (1,95 Meter) größer als sein Vorbild Jerome Boateng (1,92), trotzdem ist der Bayern-Star „schon derjenige, zu dem ich aufschaue“, erzählt Süle: „Darum hat es mich auch umso mehr gefreut, dass er sich bei mir gemeldet hat, als ich mich so schwer verletzt habe. Ich lag im Krankenhaus und hatte plötzlich eine SMS von Jerome Boateng. Da bin ich kurz ausgerastet.“

15 Jahre war Süle alt, als er zum ersten Mal mit den Profis in Hoffenheim trainierte. Zwei Jahre später, am Ende der Saison 2012/13, feierte Süle sein Debüt als jüngster Profi der Hoffenheimer Bundesliga-Geschichte.

33 Spiele über 90 Minuten bestritt der Silbermedaillen-Gewinner von Rio in der vergangenen Saison 2015/16. Als einziger Hoffenheimer Feldspieler verpasste er nur ein Bundesliga-Spiel.

89 Ligaspiele hat Süle auf dem Buckel – mit erst 21 Jahren wohlgemerkt. Dabei erzielte er sechs Tore, sein erstes am elften Spieltag der Saison 2013/14 gegen den FC Bayern. Sein zwischenzeitliches 1:0 machte den damals 18-Jährigen zum jüngsten Torschützen der TSG-Bundesliga-Geschichte.

100 Tore: Diese Marke knackte der ehemalige Offensivmann mal in seiner Jugendzeit – in einer Saison bei seinem Heimatverein Rot-Weiss Walldorf. „Damals spielte er noch Stürmer oder Zehner“, erinnert sich Vater Georg, der damals Niklas’ Trainer war.

2032 soll Süle zu seinem Heimatverein Rot-Weiß Walldorf zurückkehren. Dann wäre der Nationalspieler 37 Jahre alt. Ein Kontrakt hat ihm der Verein schon angeboten. „Der Vertrag ist für die Saison 2032/33. Da gibt es ab 20 Spielen eine Einsatzprämie von 25 Euro, deine Fußballrente ist also sicher“, scherzte Vereinspräsident Manfred Knacker.

6250 Kilometer Luftlinie trennen Niklas Süle von seinem Bruder Fabian, zu dem er einen engen Kontakt pflegt. Fabian spielt am St. Francis College in New York und galt als ähnlich großes Talent wie sein Bruder. „Vielleicht hatte er für ganz oben nicht genug Willen, sich durchzusetzen. Trotzdem ist er eines meiner fußballerischen Vorbilder“, erzählte Niklas über den drei Jahre älteren Fabian.
kso

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