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Hoffenheim spielte zuletzt 2:2 gegen Borussia Dortmund. Hier jubeln die Sinsheimer nach dem 1:0-Führungstreffer von Mark Uth (4.v.l.).

Vor dem 16. Bundesliga-Spieltag

TSG 1899 Hoffenheim im Schnellcheck

Bremen – Nach vier Spielen ohne Niederlage gastiert Werder Bremen am Mittwoch (20 Uhr) beim Tabellendritten TSG 1899 Hoffenheim. Die Sinsheimer zählen in der laufenden Saison zu den Überraschungsteams und sind als einzige Mannschaft noch ungeschlagen.

Aktuelle Form

In den vergangenen sechs Spielen holte das Team von Trainer Julian Nagelsmann fünf Unentschieden und einen Sieg – macht in Summe acht Punkte. Beim FC Bayern ergatterte Hoffenheim ein 1:1. Eine Woche später kam die TSG gegen den Hamburger SV nicht über ein 2:2 hinaus und es folgte das 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach. Am 13. Spieltag gelang der Nagelsmann-Elf der bisher letzte Sieg. Mit 4:0 gewann Hoffenheim gegen den 1. FC Köln, ehe sich die Kraichgauer mit einem torlosen Remis bei Eintracht Frankfurt zufrieden geben musste. Zuletzt reichte es nur für ein 2:2 gegen Borussia Dortmund. Dabei ging die TSG zwei Mal in Führung und spielte sogar knapp 50 Minuten in Überzahl.

Star der Mannschaft

Sandro Wagner ist momentan mit seiner starken Verfassung einer der wichtigsten Spieler der Hoffenheimer – wenn nicht sogar der wichtigste. Allerdings zeigte er auch schon vergangenen Saison beim SV Darmstadt 98, wie wertvoll er ist. Mit 14 Treffern hatte er großen Anteil am Nichtabstieg der „Lilien“. Bei der TSG ist der 1,94 Meter große Mittelstürmer mit seinen bisherigen acht Ligatoren aktuell bester Schütze. Wagner ist ein echter Strafraumspieler und fällt durch seine aggressive, unangenehme Spielweise auf. Viele Chancen braucht er nicht, um vor dem Tor erfolgreich zu sein.

Der Trainer

Julian Nagelsmann ist seit Februar 2016 Chefcoach der Hoffenheimer. Der Nachfolger von Huub Stevens ist mit 29 Jahren der jüngste Trainer Bundesliga-Trainer – und ein erfolgreicher dazu. Vergangene Saison hat er die Hoffenheimer vor dem Abstieg gerettet. Jetzt, vor dem 16. Spieltag, stehen die Sinsheimer noch ungeschlagen auf dem dritten Tabellenplatz. Nagelsmanns Erfolg mit seinem Team kommt nicht von ungefähr. Der Trainer gilt als richtiger Taktikfuchs.

Die Kraichgauer agieren meist mit einer Dreier-Abwehrkette und einer Doppelspitze. Bei gegnerischen Angriffen lassen sich die Flügelspieler zurückfallen, sodass sich eine Fünferreihe in der Defensive ergibt. Steht der Gegner am eigenen Sechzehner, verteidigt die TSG sehr hoch und aggressiv. Die Außenspieler rücken weit vor, um die Passwege möglichst zu versperren, die Sechser und/oder Achter laufen die ballnahen Spieler an.

Nagelsmanns Überraschungsteam

Bei eigenen Angriffen spielt Hoffenheim gerne lange Bälle. Besonders Innenverteidiger Niklas Süle versucht oft, seine offensiven Mitspieler mit langen, präzisen Bällen in Szene zu setzen. In der Sturmspitze lauern meist Sandro Wagner (bisher acht Treffer) und Andrej Kramaric (drei Treffer). Unterstützt wurden die beiden Torjäger in der Offensive zuletzt von den Zentralspielern Nadiem Amiri und Kerem Demirbay.

Verletzte und gesperrte Spieler

Die Hoffenheimer können fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig Sebastian Rudy fehlt der TSG. Der Defensivallrounder muss gegen Werder seine Gelbsperre absitzen. Außerdem wird Jin-Su Kim aus privaten Gründen das Match verpassen.

So lief das Spiel in der Rückrunde 2015/16

Im bisher letzten Aufeinandertreffen zwischen Werder Bremen und TSG 1899 Hoffenheim feierte Julian Nagelsmann sein Debüt als neuer Coach der Sinsheimer – und seinen ersten Punktgewinn in der Bundesliga. Das Match endete 1:1 (1:1). In der zehnten Spielminute erzielte Andrej Kramaric per Kopf die Führung der Gäste. Wenige Minuten später sorgte Papy Djilobodji aus kurzer Distanz jedoch für den Ausgleich (13.). Im weiteren Spielverlauf investierten beide Teams viel, belohnten sich bis zum Schlusspfiff nicht mehr mit einem Tor. Es blieb bei der Punkteteilung.
kso

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