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GER, 1. FBL, TSG 1899 Hoffenheim vs SV Werder Bremen

Werder holt Punkt in Hoffenheim

1:1 – Gnabrys später Schuss ins Glück

Sinsheim - Von Malte Rehnert und Björn Knips. Der Jahresabschluss schien schon missglückt, da trat Serge Gnabry auf den Plan. Der 21-Jährige traf am Mittwochabend bei der TSG 1899 Hoffenheim drei Minuten vor Schluss zum 1:1 (0:1)-Endstand.

Für Gnabry war es bereits das sechste Auswärtstor. Die Bremer (nun fünf Mal in Folge ungeschlagen) holten dadurch ihren 16. Punkt, rutschten dennoch einen Rang ab und überwintern auf Platz 15 – knapp über der Abstiegsregion. Die Hoffenheimer bleiben zwar als einziges Bundesliga-Team ohne Niederlage, sind nach Gnabrys späten Punkteklau aber nur noch Fünfter.

Nach den guten Erfahrungen aus der zweiten Halbzeit gegen Köln (1:1) hatte Werder-Coach Alexander Nouri diesmal von Anfang an auf eine Dreierkette in der Abwehr gesetzt – zum ersten Mal in dieser Saison. Milos Veljkovic rutschte ins Team und verteidigte rechts, Robert Bauer rückte eine Position vor ins Mittelfeld – und der deutlich offensivere Fin Bartels saß zunächst auf der Bank. „Aus taktischen Überlegungen. Wir wollten mehr Stabilität auf dem Flügel haben“, erklärte Nouri die Variante mit weniger Risiko. In der Mittelfeldzentrale ersetzte Zlatko Junuzovic den noch nicht fitten Kapitän Clemens Fritz, der wegen seiner Rückenprobleme gar nicht im Kader war, zur Unterstützung aber mit auf der Bank saß.

Werder startet mit 3-5-2-System - und steht recht stabil

Er sah einen flotten Beginn, vor allem der Hoffenheimer. Die Gastgeber, ebenfalls in einem 3-5-2-System angetreten, gaben gleich ordentlich Gas. Erstmals gefährlich wurde es aber vor dem TSG-Tor, als der Ball nach einer „Kerze“ von Stürmer Mark Uth auf die Latte klatschte (13.). Ein paar Sekunden später schoss Werder-Torjäger Claudio Pizarro weit drüber. Hoffenheim dagegen schaffte es trotz Vorteilen in Sachen Ballbesitz nicht, die gut gestaffelt stehenden Bremer zu überrumpeln oder Löcher in den Defensiv-Verbund zu reißen.

Bis zur 26. Minute: Kerem Demirbays Flanke war halbhoch und eigentlich nicht gut, in der Mitte ging aber niemand dazwischen, auch Werder-Keeper Jaroslav Drobny nicht. Bauer und Lamine Sane ließen Sandro Wagner entwischen – und der ehemalige Bremer, der in der Vorsaison für Darmstadt schon drei Mal gegen Werder getroffen hatte, spitzelte den Ball zum 1:0 ins Netz. Kurz darauf war Drobny dann zur Stelle und verhinderte nach Niklas Süles Volley-Hammer reaktionsschnell das 0:2 (34.). Danach fand Werder vor 29.076 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena (darunter Ex-Coach Robin Dutt) zur defensiven Ordnung zurück, war aber ständig mit Abwehrarbeit beschäftigt und blieb vorne ziemlich harmlos. Zwei Weitschüsse von Serge Gnabry und Pizarro – mehr war es nicht.

Die beste Bremer Kombination bringt den späten Ausgleich

In der Halbzeit reagierte Nouri, nahm Philipp Bargfrede (diesmal torlos gegen seinen Lieblingsgegner) raus, brachte Bartels und stellte auf ein 4-4-2 um. Werder war zwar nun in der Offensive präsenter, aber eben nicht wirklich wuchtiger. Max Kruse (58.) und Bartels (59.) versuchten es aus der Distanz. Ohne Erfolg. Hoffenheim zeigte sich dann auch mal wieder im Bremer Strafraum – und prompt wurde es heiß. Drobny klärte nach Jeremy Toljans Schuss klasse mit dem rechten Fuß (65.), griff wenig später nach einer Flanke von Nadiem Amiri aber daneben – und hatte Glück, dass der eingewechselte Andrej Kramaric nicht vollstreckte (75.).

Werder setzte in der Schlussviertelstunde alles auf eine Karte, in Aron Johannsson (für den angeschlagenen Innenverteidiger Lamine Sane) kam der dritte Stürmer. Und der Mut wurde belohnt: Mit der besten Kombination des Spiels gelang der Ausgleich. Über Pizarro und Bartels landete der Ball bei Santiago Garcia, nach dessen flacher Hereingabe von links zog Gnabry sofort mit rechts ab. Hoffenheims Keeper Oliver Baumann sah nicht gerade gut aus. Er war noch dran – aber der Ball drin (87.). So holte Werder doch noch einen Punkt und geht mit einem recht guten Gefühl in die Winterpause.

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